Vorwort

 

Die Namen vieler Modellflug-Konstrukteure, selbst zu ihrer Zeit gut bekannten, verschwinden meist ganz diskret wieder im Dunst der Geschichte. Dieser Beitrag soll ein Verzeichnis über die Modellflugpioniere, Konstrukteure und andere bekannte Persönlichkeiten, darstellen. Aber nicht nur Pioniere sollen aufgeführt sein, auch gegenwärtige Konstrukteure finden hier ihren Platz. In wenigen Jahren gehören auch sie zur Geschichte, so ist zumindest das Wissen um sie festgehalten. Es werden auch weniger bekannte Konstrukteure vorgestellt und wenn möglich über ihre Leistungen kurz berichtet. Naheliegenderweise sind viele Schweizer Konstrukteure auf dieser Liste vertreten, doch ist das keine Bedingung. Konstrukteure aus anderen Ländern, welche durch ihr Wirken auch in der Schweiz klar wahrgenommen wurden, erhalten hier ebenfalls ihren verdienten Platz. Bevorzugen möchten wir Konstrukteure, deren Modelle nicht Einzelstücke geblieben sind, sei es, weil die Pläne veröffentlicht wurden, sei es, weil Baukästen erhältlich waren.

 

Begonnen wurde dieses wertvolle Verzeichnis von Arnold Wirz, OGS. Es ist uns keine andere Zusammenstellung bekannt, die in dieser geballten Form Informationen enthält. Wir legen keinen Wert auf Aktualität. Ebenso wenig kann diese Aufzählung je vollständig sein. Die Sammlung soll vielmehr ein historisches und ergänzendes Nachschlagwerk werden, es würde zu umfangreich für unsere Möglichkeiten. Manche hier erwähnten Personen waren eher Modellflieger, Modellbauer, Modellsammler, Flügelprofilentwickler usw. und 'nur' nebenbei Konstrukteure und haben auf ihrem Gebiet Beiträge zur Weiterentwicklung des Modellbaus geleistet.

 

Die Beiträge zu den einzelnen Akteuren werden nachgeführt, ergänzt, so wie neue Informationen ans Licht kommen.

 

An dieser Stelle die Bitte an alle: helft mit, diese Aufzählung zu erweitern. Kennt ihr Personen, die hier aufgeführt werden sollen, dann verfasst ein paar Zeilen mit den wichtigsten Fakten und lasst uns diese zukommen. Oder nehmt einfach Kontakt mit unserem Archivar auf. Ganz besonders von Interesse sind Beiträge zu Personen aus der französischen oder italienischen Schweiz, diese sind hier klar untervertreten.

Wie alles menschengemachte wird auch dieses Verzeichnis Fehler enthalten. Findet ihr welche, oder möchtet Ergänzungen anbringen, so nehmt mit unserem Archivar Kontakt auf.

 

Robert Berg, Archivar IGA, am 17.05.2024

 

 

Akteure und Konstrukteure

 

Aeberli, Daniel

 

Beitrag folgt.

 

Quellen:

Letztmals redigiert: 5.3.2024

 

 

Aeberli, Peter

 

Beitrag folgt.

 

Quellen:

Letztmals redigiert: 5.3.2024

 

 

Aldinger, Gustav

 

Deutscher Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Libelle mit 154 cm Spannweite im Jahre 1938.

 

Quellen: AW, IGA-Planarchiv. Verlag O. Maier (Bauplan).

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Amacker, Ueli

 

Der Schweizer Konstrukteur Ueli Amacker von Rapperswil-Jona SG war ursprünglich gelernter Zimmermann und wurde im Laufe der Zeit ein Modellschreiner. Was lag da näher als einen Eigenbau-Impeller aus Holz zu bauen, der ausreichend Schub lieferte und einen fantastischen Sound hatte? Schon in den späteren 1980er Jahren flogen seine ersten Impeller-Modelle. Um 1990 sah Arnold Wirz seinen Venom beim Fliegen in Triengen LU und 2013 in Dübendorf seine Mirage III S sowie seinen Grumman F9F Panther. Sie boten ein tolles Flugbild. 2014 folgte in Hittnau ZH sein Hawk, welcher von Urs Leodolter gekonnt vorgeflogen wurde. Ueli Amacker gilt als Schweizer Pionier für Eigenbau-Elektro-Impeller. Es gibt über das Wirken von ihm einen eigenen Beitrag unter dem Titel Impellerjets, ganz aus Holz, den Hermann Mettler verfasst hat. Ueli Amacker hat 2014 verraten, dass der schöne Klang seiner Impeller etwas mit der grösseren Anzahl von Schaufelblättern zu tun habe, die er bei seinen Impellern einbaut. Mit Sicherheit spielt da aber auch das perfekte Auswuchten des Rotors eine entscheidende Rolle.

 

Quellen: AW, MFG-Bericht 2013, Kurzgespräch mit Arnold Wirz in Hittnau 2014.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Amsler Hugo

 

Hugo Amsler (1928 – 2019) war Mitglied der Modellfluggruppe Olten und später der Modellfluggruppe Strengelbach, die er eine Zeit lang präsidierte. Er wohnte in Oftringen (Kanton Aargau) und arbeitete als Schreiner. Neben dem Modellflug begeisterte er sich für Bergtouren und die Fotografie.

Hugo Amsler begann mit Freiflug­modellen. Später konstruierte und baute er ver­schie­dene fern­gesteuerte Segelflugmodelle, denen er den Namen «Socrat» gab. Hugo Amsler stellte die Socrat-Rümpfe aus Glasfaser verstärktem Kunststoff her; die Flügel und die Höhenleitwerke schnitt er aus Styropor und beplankte sie mit dünnem Holz. Hugo Amsler baute seine Modelle auch für Kollegen, sodass der Socrat in den 1970er-Jahren in der MG Strengelbach weit verbreitet war.

Mit den «Socrat Newsletter» versucht Daniel Steffen– beginnend zwei Jahre nach dem Tod von Hugo Amsler – das vorhandene Socrat-Wissen zusammenzutragen und für die Nachwelt festzu­halten. Dabei wurde er von Zeitzeugen, insbesondere von Beat Jäggi, tatkräftig unterstützt. Vieles lässt sich nicht mehr ermitteln, zumal es keine Aufzeichnungen von Hugo Amsler gibt. Die Socrat Newsletter richten sich auch an interessierte Nicht-Modellbauer, weshalb sie neben dem Kernthema Erklärungen zum Modellflug und allgemeine Informatio­nen enthalten (Beiträge und Link folgen[RB2] ).

 

Quellen: Steffen Daniel

Letztmals redigiert: 13.03.2024

 

 

Antusch, Helmut

 

Deutscher Konstrukteur des bekannten Segelflugmodells Windspiel mit 112 cm Spannweite aus dem Jahre 1939. Der Bauplan wurde samt 8-seitiger Bauanleitung in den Jahren 1940 und 1943 beim Verlag Otto Maier in Ravensburg publiziert. Ferner konstruierte er 1950 auch eine Hummel mit 131.5 cm Spannweite.

 

Quellen: AW, IGA-Planarchiv

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Appelt, Helmut

 

Deutscher Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Condor mit 228 cm Spannweite im Jahre 1963. Ein Modell ähnlich dem Bowlus Baby, allerdings finde ich keinen Plan dazu. Er hat viele weitere Modelle konstruiert, z. B. die Motorsegler aus den 1950er Jahren namens Funkstrolch und Super Falke. Auch das Flugboot Seeadler mit 170 cm Spannweite entstammt seiner Feder. Im Weiteren experimentierte er mit Modellflugzeugen, welche vom amerikanischen Pulsojet-Antrieb Dyna Jet oder mit Jetex 50 angetrieben waren. Luftkissenboote und kleine Schiffe entstanden ebenso auf seinem Zeichenbrett.

 

Quellen: AW, IGA-Planarchiv, div. Planarchive A1, A3ƒ, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 13.12.2023

 

 

Atwood, Bill

 

Amerikanischer Konstrukteur von zahlreichen Verbrennungsmotoren. Er trat 1960 in die Dienste der Firma L. M. Cox Manufacturing Co. in Santa Ana, Kalifornien, USA, ein und entwickelte dort die erfolgreichen Tee Dee-Motoren. Auch die Serie der Medallion-Motoren stammte von ihm. Die Serie umfasste mehr als 15 Glühzünder-Motorentypen der 4 Hubraumklassen .049 (0.8 cm³), .051 (0.8 cm³), .09 (1.5 cm³) und .15 (2.5 cm³). Sie galten von allen Motorenserien der Firma Cox als die formvollendetsten und besassen auch eine ebenso perfekte Verarbeitung. Das war zu einer Zeit, als die Konstrukteure noch stark auf ein schönes, anmutiges und harmonisches Design viel Wert legten. Bill Atwood achtete auch auf die Farbgebung. Er benützte bei seinen Grundkonstruktionen nur die Farben metallisch, schwarz und rot. Nur bei Sonderserien wich Cox gelegentlich davon ab. Die Medallion-Motoren wurden von 1961 bis 1996 produziert. William E. Atwood wurde am 22. Juli 1910 geboren und ging 1975 in Pension. Er verstarb am 28.4.1978.

 

Quellen: AW, www.mh-aerotools.de/airfoils/cox_frameset.htm, http://www.modelenginenews.org/people/atwood.html, http://www.craftsmanshipmuseum.com/othereng.htm, AMA History Program, Biography of Bill Atwood.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Bächli, Bruno

 

Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen namens Kolibri und Sperber. Der Sperber war ein Modell mit 206 cm Spannweite aus dem Jahre 1949. Ob die Bezeichnung Sperber einen Zusammenhang hat mit den bekannten deutschen Vorbildern Sperber, Sperber Junior, Rhönsperber oder Lommatzsch Sperber, ist mir nicht bekannt.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A4„

Letztmals redigiert: 13.12.2023

 

 

Baer, Horst

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Kormoran mit einer Spannweite von 187 cm im Jahre 1939. Karl Schwarz besitzt noch ein fliegendes Exemplar. Ferner konstruierte er auch den Milan mit 200 cm Spannweite im Jahre 1940. H. Grünenwalder hat den Milan im Jahre 1998 rekonstruiert.

 

Quellen: AW, MFS 6/2013, MFS 4/2015, Planarchiv IGA, div. Planarchive A4„.

Letztmals redigiert: 13.12.2023

 

 

Balea, Radu

 

Deutscher Konstrukteur zahlreicher Flugmodelle und Besitzer einer grossen Sammlung von Modellflugzeugen und Modellflugzubehör. Unter seinen Konstruktionen figurieren Segelflugmodelle wie Icar, Pelikan und Kormoran. Alleine seine Graupner-Sammlung umfasst rund 125 Modelle, meist bestens dokumentiert.

 

Quellen: AW, unbekannt

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Bannister, Sean

 

Britischer Konstrukteur von zahlreichen Segelflugmodellen. Er hat ein gewisses Faible für lange Seitenleitwerkfinnen, denn sie zeichnen viele seiner Modelle aus. Über die britischen Landesgrenzen hinaus bekannt geworden sind seine Modelle der Algebra-Reihe, wie etwa der 2M, der 7, der 8 und der 100, dann ein Seychelle und auch ein Shark mit grossem aufgemalten Haifischmaul. Er benützte gerne das Eppler 205-Profil für jene Segelflugmodelle mit gepfeilten Flügeln.

Die Firma Edmonds Model Products stellte Baukästen der Algebras her und vertrieb diese. Möglicherweise entwickelte Dick Edmonds die Modelle auch weiter. So wird berichtet, die ersten Algebras hätten einen Holzrumpf aufgewiesen. Bei EMP waren auch Rümpfe aus GFK erhältlich. Edmonds verstarb im Oktober 2017. Stand 11.2023 finde ich im Netz keine Adresse mehr zu Bannister oder Edmonds

 

Quellen: AW, Seine Webseite, www.barcs.co.uk

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Bärlocher, Hans Jakob

 

Schweizer Konstrukteur und Pionier des Elektrofluges, speziell des Solarfluges. Hans-Jakob Bärlocher machte sich schon in den 1960er Jahren erstmals bemerkbar, als er den A2-Segler Rüebliländer des Schweizer Konstrukteurs Josef Meyer aus Villmergen in ein RC-Modell umbaute und zum Fliegen brachte. 1988 gewann er mit einem Solar-Pfiff den Militky Cup in Pfäffikon ZH und zwar mit einem ungepufferten Solarantrieb. Sein Modell hatte einen roten Rumpf und gelbe Flügel und war mit 4 Reihen Solarzellen ausgestattet. Bärlochers Solar-Pfiff war meines Wissens der erste mit Solarzellen ausgestattete Pfiff, der wirklich gut flog und von sich reden machte. Ungepuffert bedeutet, dass es im Modell keinen Akku gab. Der Motor musste daher so klein gewählt werden, dass der von den Solarzellen gelieferte Strom ausreichte, den Motor genügend kräftig drehen zu lassen. Bei diesem Modell war dann Leichtbau angesagt. Im praktischen Alltag war diese Lösung aber ganz auf Sonnenschein angewiesen und wurde in der Variante als Pfiff nicht besonders häufig angetroffen. Hans-Jakob Bärlocher ging es bei seinem Modell allerdings auch mehr darum, zu zeigen, dass es allein mit der Sonne auch geht. Damit hatte er Dani Bucher den entscheidenden Tipp gegeben, seine Pfiffe mit Solarzellen auszustatten, um deren Flugzeiten deutlich auszuweiten. Dani Bucher hat bis zuletzt Bärlochers Idee recht hartnäckig weiterverfolgt.

 

Quellen: AW, Jubiläumsbroschüre "40 Jahre MFV Thal", FMS 3/2013.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Bartovic, Jan

 

Deutscher Konstrukteur von mehreren grösseren Segelflugmodellen mit leicht nach hinten gepfeilten Flügeln. Seine Modelle flogen in den 1970er und frühen 1980er Jahren, doch vom Design her wirkten sie eher etwas älter. Im VTH-Shop findet man unter den rund 1800 käuflichen Baupläne immer noch zwei Modelle mit 345 cm (Super Jet) und 218.5 cm (Koffer-Jet) Spannweite. Er verwendete Eppler-Profile der 190er Reihe. Der Koffer-Jet wurde in FMT 11/1980 beschrieben. Ein weiteres Modell hiess Kornett, stammte von 1982 und hatte 218.5 cm Spannweite, ein anderes hiess Mistral, hatte ebenfalls einen leicht gepfeilten Flügel mit 263 cm Spannweite und Profil E195. Es galt als F3B-Modell.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A3ƒ, Ebay-Inserate.

Letztmals redigiert: 13.12.2023

 

 

Bäuerle, K.

 

Der Deutsche K. Bäuerle hat für Webra in den frühen 1950er Jahren den Modellbaukasten des Bücker Bü-133 Jungmeisters entwickelt. Alle Webra-Produkte wurden bis etwa 1960 durch Graupner vertrieben. Er dürfte wohl noch ein paar weitere Modelle gebaut haben, doch ist mir zurzeit nur der Bücker Jungmeister bekannt.

 

Quellen: AW, Original-Baubeschrieb des Bücker Jungmeisters von Graupner.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Baumann, Wilmar

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugzeuges namens Jelmoli 2 mit einer Spannweite von 137/140 cm im Jahre 1942.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Baur, Walter

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells des Typs WB-155 mit 175 cm Spannweite und 750 g Gewicht aus dem Jahre 1934/35. Walter Baur war Mitglied bei der MG Zürich. Hansruedi Zeller besitzt noch ein solches Modell. Pläne sind mir nicht bekannt.

 

Quellen: AW, MFS 4/2015. Website MG Zürich unter 80 Jahr-Jubiläum.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Bickel, Alfred

 

Schweizer Konstrukteur diverser Flugmodelle. Legendär ist seine Konstruktion eines motorisierten Flugmodells namens Bicki-Delta mit 140 cm Spannweite. Es hatte einen Deltaflügel und galt damals als sehr revolutionär. C. Streil & Co. hatte die Baupläne und auch das Zubehör zum Bau dieses Modells verkauft.

Beim Modellflug- Verein Pfäffikon ZH wurde am 7.7.2012 auf dem dortigen Modellflugplatz eine Veranstaltung durchgeführt, bei welcher auch das Originalmodell eines weiteren Modells von Bickel namens Bicki RC8 gezeigt wurde, mit welcher er in der Klasse F3A an der WM 1960 teilnahm. Bei diesem Modell handelt es sich um einen Tiefdecker und nicht mehr um das Bicki-Delta. Dieses Original-Modell kann im Museum von Urs Leodolter betrachtet werden. Pläne dazu gibts im IGA Planarchiv.

Weniger bekannt ist Bickels Segler mit dem er bei der nationalen Meisterschaft 1954 den zweiten Platz belegte. Der Plan zu dem Modell wurde im Aeromodeller Juni/1956 veröffentlicht.

Nach meinen, unvollständigen, Recherchen konnte er mit dem Bicki-Segler folgende Platzierungen erringen:

- nationaler Wettbewerb für radiogesteuerte Modelle Juni 54, 2. Platz Segler

- internationaler Wettbewerb für radiogesteuerte Modelle Mai 55, 1. Platz Segler

- nationaler Wettbewerb für radiogesteuerte Modelle Juli 55, 1. Platz Segler

Bei den Motormodellen errang er mit dem Bicki-Delta folgende Platzierungen:

- nationaler Wettbewerb für radiogesteuerte Modelle Ju1i 55, 1. Platz Motormodelle

- Internationaler Radiowettbewerb Antwerpen, 1956 oder 1957: 1. Platz Einkanal-Motormodelle

 

Quellen: 40-Jahr-Jubiläumsberichte der Motorfluggruppen Thal und Bülach. Mitteilung des Modellflug-Vereins Pfäffikon vom 25.1.2012. Arnold Wirz, Aeromodeller Juni/1956, Planarchiv IGA, AeroRevue 1954, 1955, 1956, Museum Urs Leodolter

Letztmals redigiert: 19.5.2024

 

 

Biesterfeld, Fritz W.

 

Sehr bekannter deutscher Konstrukteur von Flugmodellen seit den 1950er Jahren. In Erinnerung geblieben sind folgende Baukästen: der Super Stunter von 1952, der Ultra Stunter von 1958 und die Electra von 1960, welche alle über Graupner in den Handel gelangten. In den späten 1960er Jahre baute Biesterfeld vor allem Styropormodelle und publizierte im Neckar-Verlag, Villingen 1968 eine 68-seitige Broschüre zum Bau solcher Flugzeuge.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A5, Buchantiquariate

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Binder, Charly

 

Charly Binder war der erste Deutsche, der 1979 in Wetzlar ein flugtüchtiges, von zwei Elektro-Impellern angetriebenes Modellflugzeug baute und öffentlich vorflog. Es war eine Boeing 727. Mehr darüber siehe in "Elektro-Modell Nr. 4/2003"! Er baute ursprünglich drei eigene Elektro-Impeller, doch bot ihm die noch junge Firma Deiss zwei E-Impeller der 100 mm-Klasse an, die je 2.8 kg Schub lieferten, womit das Modell deutlich leichter wurde. Die Firma Norbert Rauch lieferte die Bug- und Hecksektion aus GFK und den Rest besorgte Charly Binder selber. Das beim Erstflug 7.8 kg schwere Modell hatte 296 cm Spannweite und flog einwandfrei. Charly Binder war damit einer der Wegbereiter der Elektro-Impeller-Szene.

 

Quellen: AW, Elektro-Modell 4/2003.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Blanchard, Stuart

 

Entwickler und Hersteller einer Familie von F3B-Modellen namens Calypso und weiteren Modellen. Beitrag folgt noch.

 

Quellen:

Letztmals redigiert: 6.3.2024

 

 

Bodemann, Günther

 

Deutscher Motoren-Konstrukteur, geboren 1921, arbeitete seit 1951 für Webra. Sein erster grosser Erfolg war der Mach 1 mit 2.5 cm³ Hubraum. Er verliess Webra 1958 und arbeitete ein paar Jahre für Taifun. 1962 kehrte er wieder zu Webra zurück. Man kann sagen, dass er bei Webra die führende Person für die Motorenentwicklung war. Alle erfolgreichen Motoren von Webra stammten aus seiner Hand. Mit dem 10 cm³-Motor Blackhead sorgte Bruno Giezendanner 1969 für dem WM-Titel in der Kategorie RC. Günther Bodemann verstarb am 21. 10.1971 an den Folgen einer Krebserkrankung.

 

Quellen: AW, Hinweis auf Kolbs Motorenseite. Damalige Werbung von Webra in FMT.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Bodmer, Walter

 

Schweizer Konstrukteur von Modellflugzeugen, aus Basel stammend. Er konstruierte den OWA mit 110 cm Spannweite im Jahre 1944, den Gwaagg S-S-6 mit 85 cm Spannweite 1943, dem Globi 3 mit 150 cm Spannweite 1942 und das Modell Rhybrugg mit 70 cm Spannweite im Jahre 1943.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A4„, NFS /2015.

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Boeker, J.


Holländischer Konstrukteur der Segler Ooievaar mit 120 cm Spannweite sowie Zilvermeeuv mit 180 cm Spannweite. Beide aus dem Jahr 1948. Es wird ihm ein weiteres Modell namens O.K. aus dem Jahr Jahre 1947 zugeschrieben. Dies ist nicht gesichert, andere Quellen nennen einen M. Storm als Konstrukteur.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1

Letztmals redigiert: 24.11.2023

 

 

Böhme, Gerhard

 

Deutscher Modellflug-Konstrukteur. Er konstruierte um 2003 ein sehr schönes und gut fliegendes Gummimotormodell in der klassischen Balsaholz-Bauweise mit Seidenpapierbespannung, mit ca. 90 cm Spannweite und Flügelknicks. Die Bezeichnung des Böhme-Modells ist unbekannt. Das Modell wurde im schulischen Werkunterricht rein lokal vermutlich in der weiteren Umgebung von Leipzig gebaut, was andeutet, dass davon wohl eine grössere Anzahl entstanden ist. Überlebt hat offenbar nur ein Modell. Dieses Modell wird dem Gerhard Böhme von Leipzig zugeordnet. Dieser hat leider einen Schlaganfall erlitten. Daher unterliess es der Besitzer des Gummimotormodells, ihn weiter zu befragen.

 

Es gibt allerdings noch einen zweiten Gerhard Böhme, welcher in den Modellflug involviert ist. Dieser ist Mitbegründer des Freiburger Modellflieger e. V, welcher am 27.8.1974 gegründet wurde. In der "Fäschtschrift zum 40-jährigen Vereinsjubiläum" wird er als noch aktives Gründungsmitglied erwähnt und mit Foto gezeigt. Der Verein wurde inzwischen umbenannt in Breisgauer Modellflieger e.V.

 

Von einem Gerhard Böhme ist auch ein Scale-Modell des Bücker Jungmeisters fotografisch festgehalten worden. Hier ist nicht zu erkennen, von welchem der beiden es stammt. Es fand sich lediglich eine s/w Foto, was andeutet, dass dieses Modell aus der Zeit um 1970 stammt.

 

Quellen: AW, Fotos siehe unter: http://www.axels-scale-pilots.de/gallery/displayimage.php?album=26&pos=31, ferner die Fäschtschift zum 40-jährigen Vereinsjubiläum; www.rc-network.de.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bosch, Fritz

 

Deutscher Konstrukteur von RC-Modellflugzeugen. Vizeweltmeister an der WM Gent in Belgien von 1963 mit dem Modell FB-37. Die Nr. FB-37 verrät, dass er ein recht fleissiger Konstrukteur war. 1. Rang an der NRW-Landesmeisterschaft Köln im Jahre 1963. 1968 war er auch an der RC-Speedflug-Veranstaltung in Harsewinkel und erreichte mit seinem Deltamodell mit 305 km/h den zweiten Platz hinter Werner Käseberg. Er trat 1966 dem Ikarus Harsewinkel bei und arbeitete ab 1966 und bis in die 1980er Jahre als Geschäftsführer bei Simprop. Die FB 37 war ein Motormodell in Schulterdecker-Konfiguration, sie sah dem Senior-Falcon recht ähnlich. Bei Robbe ging sie später leicht verkleinert als Puma I in den Verkauf. Es werden verschiedene Best.-Nr. erwähnt, so Nr. 3167 oder Nr. 3170. Von der FB 37 existiert bei Aerofred einen Plan.

 

Quellen: AW, Geschichte des Ikarus Harsewinkel e.V., www.rc-network.de, www.rclineforum.de, div. Planarchive A6†.

Letztmals redigiert: 13.12.2023

 

 

Boucher, Bob & Roland

 

Amerikanische Modellflugzeug-Konstrukteure. Bob (Robert) wurde geboren 1932, nach anderen Quellen 1934 und war schon als junger Bursche ein Modellflieger. Er gilt heute als der amerikanische Pionier im Elektroflug, noch vor Taplin, Militky, Bruss und Schenk in Europa, doch blieben seine frühen Experimente fast unbeachtet. So steht es in den Beschreibungen seiner frühen Arbeiten. Es steht dort wörtlich allerdings 'nur', dass er sich mit dem Elektroflug für Segelflugmodelle beschäftigt habe. Somit ist es vorerst 'nur' eine Vermutung, dass eines seiner Modelle vor allen anderen Pionieren auch geflogen ist. In den meisten Publikationen werden daher Taplin und Militky als die ersten bezeichnet. Gesichert ist aber, dass seine RC-Grossmodelle Sunrise 1 und 2 im Jahre 1974 allein mit Solarkraft Höhen von 6 km erreichten. Diese Modelle wogen 12 und 10 kg.

Im Planarchiv IGA findet sich ein Motormodell „Bushmaster“ von Astro Flight, gezeichnet von R.A. Boucher. Ich nehme an, dass da ein Bezug besteht.

 

Bob Boucher arbeitete ab 1955 bei Hughes Aircraft und gründete 1969 zusammen mit seinem Bruder Roland Boucher die eigene Firma AstroFlight Inc. in Irvine, Kalifornien. Nebst grossen Flugzeugen konstruierte er neben dem berühmten 'Californian' von 1976 auch den Segler Malibu, den Elektrosegler Sunrise 1 mit 10 m (!) Spannweite und später noch die verbesserte Sunrise 2. Danach folgten noch die beiden sehr beliebten Modelle 'Challenger' und 'Mini Challenger' aus der Zeit um 1990. Er motorisierte seine frühen Modelle meist mit den äusserst robusten GE-Kobalt-Motoren mit den grossen Bürstengehäusen. Diese Motoren waren schwer und stark und besassen eine gute Kühlung. Vor allem im Challenger und im Mini-Challenger erkennt man diese Motoren sehr leicht. Viele seiner Modelle wurden weltweit verkauft. Über den 'Mini Challenger' gibt es zwei eigene Beiträge, siehe unter RC-Elektro-Segler Mini Challenger (Original) (Link folgt[RB3] ) und RC-Elektro-Segler Mini Challenger (Umbau) (Link folgt[RB4] )!

 

Quellen: AW, www.modelaircraft.org/files/BoucherRobertBob.pdf, www.buch-der-synergie.de (Teil C), MFS 1/2019, Planarchiv IGA.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bouchoux, Jacques

 

Französischer Konstrukteur des ersten Modelldüsentriebwerks Turborec T240 aus Frankreich, welches er zusammen mit Michel Serrier im Jahre 1985 entwickelte. Es wurde 1990 einem erstaunten Publikum anlässlich eines Grossmodelltreffens in La Ferté-Alais vorgeflogen. Bouchoux ist von Beruf Ingenieur.

 

Quellen: AW, Modellflugsport 4/1994.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Brett, Tom H.

 

Amerikanischer Konstrukteur und Modellflieger. Mit seinem Erfolgsmodell Perigee, das mit 3.5 bis 6.5 cm³-Motoren geflogen wurde, gewann er 1962 die RC-Weltmeisterschaft in GB. Der Perigee wurde 1963 durch Harold de Bolt als Baukasten produziert. Noch heute wird ein massstäblich verkleinerter Perigee mit E-Antrieb als Baukasten angeboten. Weitere bekannte Modelle von ihm sind der TBX-1 von 1965, welchen man an den 5. und 6. Retroday-Veranstaltungen in Pfäffikon, Schweiz, im Juli 2015 und 2016 im Fluge bewundern konnte. Es war ein Modell mit gepfeilten Tragflächen, einem Tandem-Hauptfahrwerk und einem T-Leitwerk mit übergrosser Seitenflosse. Es wurde zum 50-Jahr-Jubiläum des Erstflugs vom Schweizer Modellbauer Guido Patroncini nachgebaut. Der originale TBX-1 existiert immer noch und wird von Tom Bretts Frau wohl behütet. Tom Brett entwickelte noch weitere Modelle wie die Nimbusse 1, 2 und 3, den Cirrus und den Apogee.

 

Tom Brett war lange Zeit Mitglied beim Radio Control Club of Detroit und von 1962-1964 sogar dessen Präsident. Er stammte aus St. Clair Shores, einem Stadtteil von Detroit, Michigan. Mehr über Tom Brett folgt noch.

 

Quellen: AW, www.skyaviations.com. Modellflug Verein Pfäffikon, http://www.seniorpattern.com/nl/2015-07-08.pdf.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bridge, Martin

 

Britischer Konstrukteur des A1-Seglers Aiglet mit 120 cm Spannweite. Der erste Baubeschrieb wurde publiziert in der Dezember-Ausgabe 1956 des Aeromodellers. Der Aiglet war in Grossbritannien sehr beliebt. Auf der Website von Outerzone findet man einen Bauplan und sogar ein Foto vom Modell samt Martin Bridge. Er konstruierte auch den Snow White von 1955 mit 101.6 cm Spannweite.

Im Planarchiv IGA findet sich ein französischer Plan „Aiglette“, der faktisch eine Kopie der Aiglet von Bridge darstellt.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A5…

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bruck, Gerhard

 

Deutscher Konstrukteur eines gleichnamigen Seglers, der aber auch als "Der grosse Bruck" bezeichnet wurde. Er hatte 235 cm Spannweite und kam schon 1938 auf den Markt. Im bekannten Verlag M. Schäfer, Leipzig, wurde der Bauplan mit Beschreibung 1941 aufgelegt.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bruss, Helmut

 

Deutscher Pionier des Elektromodellflugs. Flog erstmals am 18.2.1961 mit einem namenlosen Modell mit 158 cm Spannweite und Silber-Zink-Batterien. Er publizierte Bücher zum Elektroflug im Jahre 1976 und 1981 beim Verlag Franzis' in München.

 

Quellen: AW, MFS 2/2016. www.silentwings.ch/history/geschichte_d.htm.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bucher, Anton

 

Schweizer Konstrukteur. Er entwickelte 1965 den Segler Malbo 1, welcher eine Spannweite von 210 cm hatte.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bucher, Dani

 

Schweizer Konstrukteur von zahlreichen Segelflugmodellen, die mit und ohne Elektromotor geflogen werden konnten und sich durch ihre hervorragende Thermik-Empfindlichkeit auszeichneten. Über Dani Bucher, Flug-Modellbau gibt es einen eigenen Beitrag.

 

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Bühr, Hans

 

Schweizer Konstrukteur von grossen, mehrmotorigen Impellerflugzeugen in den 1990er Jahren, der Quasi-Frühzeit dieser Antriebsart. An einem Impellertreffen in Asbach, Deutschland, überraschte er die Fangemeinde mit seinem viermotorigen Modell BAe-146 Jumbolino. Damals war so ein Flugzeug nur mit extremer Leichtbauweise in die Luft zu bekommen. Besonders originell an seinem Modell war, dass beim Anlassen die Triebwerke einzeln nacheinander ansprangen, was er alleine mit einer raffinierten Schaltung schaffte. Die Maschine flog vorbildlich. Das Modell wurde auch noch am Flugtag 2006 in Dübendorf gesichtet, nun mit der neueren Bemalung der Crossair.

 

1995 doppelte er dann mit der Antonow An-225 Mrija nach, die noch um einiges grösser war als der Jumbolino: Sie hatte eine Spannweite von 353 cm, eine Gesamtlänge von 350 cm und wog beim Start 13 kg, wovon 3 kg alleine auf die Akkus entfielen. Vom Baukonzept her war sie ganz ähnlich aufgebaut wie der Jumbolino. Angetrieben von 6 Lehner-Bürstenmotoren mit 24 Volt Nennspannung entwickelten die 6 Eigenbau-Impeller einen Schub von je 900 g bei 18'000 U/min. Sie flog während 20 Jahren mit Lehner-Bürstenmotoren und wurde erst 2015 auf bürstenlose Motoren umgerüstet. Sie war zu Gast am Flugtag "Electrojets over Dübendorf 2016".

 

Quellen: AW, Website des Swiss Jet Scale Teams, MFS 4/2016 und einem Bericht in einer frühen deutschen Fachzeitschrift aus der Erinnerung.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Clark, Toni

 

Britischer Konstrukteur von Segelflugmodellen seit 1947. Geboren 1935, gründete er 1970 seine eigene Firma namens Toni Clarc practical scale. In seinem Heimatort in Grossbritannien hatte er etwas Mühe, für die Produktion seiner Modellbaukästen eine grössere Liegenschaft zu finden. Als zu wenig wichtig empfand man offenbar seine Modellflugzeuge, um dafür eine wertvolle Liegenschaft herzugeben. Daher zog er 1974 nach Deutschland um, wo er mehr Verständnis fand. Dies war zugleich der Beginn der Ära der Grossmodelle, denen er sich immer mehr widmete. Begonnen hat alles mit dem Quadra-Motor, der ihm als Antrieb angeboten wurde. Sein guter Riecher erkannte sofort das Potenzial dieses Motors für Modelle über 5 kg.

 

Seine Modelle weisen meist einen Massstab von 1:2.5 bis 1:4 auf. Dazu gehören Typen wie Piper, Pitts, Tiger Moth etc. Sie wurden anfänglich alle mit dem Quadra-Motor ausgestattet. 1980 fand er mit dem Flugzeug-Ingenieur Gerhard Reinsch den geeigneten Geschäftspartner. Ab 1984 wurde der Quadra-Motor durch den ZG-38 abgelöst. Der Erfolg seiner Firma basierte neben dem guten Riecher auf seiner beharrlichen Verfolgung der Geschäftsziele aber auch auf seinem Grundsatz, seine guten Leute lebenslang im Team zu behalten. Er verstarb am 25.6.2016 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren. Gerhard Reinsch verstarb am 7.8.2020. Die Toni Clark practical scale GmbH in Lübbecke, nördlich von Bielefeld, wird (Stand 11.2024) vom Nachfolger René Neumann weitergeführt.

 

Quellen: AW, FMT Nr. 8/2016. Website seiner Firma.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Czepa, Oskar

 

Österreichischer Konstrukteur mit Wurzeln im Sudetenland (Mährisch Trübau), wohnt heute in Wien. Er baute folgende Modelle: Archeopterix, Wirbler, Wieland der Schmied, Wölkchen, das A2-Modell Zahnstocher, mit welchem er 1951 Weltmeister wurde, Plup (A1), Shrick, Bartgeier, Solitair, So long, Volatus lungus, Quäntchen usw. Er war auch eine Zeit lang in den USA tätig. In der Bauplanreihe des Österreichischen Modell- und Flugsportverbandes, Verlag Jungbrunnen Wien, wurde der Bauplan des Zahnstochers unter der Nr. 11 im Jahre 1954 publiziert. Er veröffentlichte auch das Buch "Modellflug - eine Leidenschaft". Und besonders erfreulich: Er publizierte im Internet das PDF "Die Thermikbremse", bisher die beste und wissenschaftlich gut fundierte Beschreibung einer Thermikbremse eingeschlossen die genaue Beschreibung aller Prozesse, welche beim Auslösen und beim anschliessenden Sackflug ablaufen.

 

Quellen: AW, www.czepa.at/modellflieg.html + http://www.czepa.at/pdf/Die%20Thermikbremse.pdf.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

de Bolt, Harold

 

Amerikanischer Konstrukteur, Hersteller von Modellbaukästen, Modellflugzubehör, Autor und Wettbewerbsteilnehmer, geboren am 22.12.1918, gestorben am 10.2.2005.

Er flog Gummimotor-, Freiflug-, Fesselflug- und RC-Modelle und publizierte zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften seit 1944. Er stellte viele Produkte für den Modellflug her, wie Treibstofftanks, RC-Komponenten, Fahrwerke und Servos. Er begann mit der Modellfliegerei schon als 9-Jähriger und flog bereits als kleiner Junge ab 1930 an Hunderten von Veranstaltungen und gewann auch immer wieder mal oder war doch ganz weit vorne mit dabei.

 

Er wird auch als Teilnehmer an der 1. Weltmeisterschaft im RC-1-Flug in Dübendorf, Schweiz im Jahre 1960 erwähnt und zwar an 7. Stelle. Seine Modelle hiessen 1960 Stits Playboy und Live Wire. An US-Wettbewerben zwischen 1940 und 1970 wurde er stets in den vordersten Rängen aufgeführt, meist mit Eigenbaumodellen. Diese wurden fleissig nachgebaut, doch wird betont, dass er niemals etwas für den Markt entwickelt hat, sondern stets für seine eigene Firma "de Bolt Model Engineering". Dabei erreichte er oft sehr grosse Stückzahlen seiner Modellbaukästen und zwar zwischen 1946 und 1976. Er lebte zeitlebens in der Kleinstadt Geneva im Bundesstaat Neujork. Wie sein Name verrät, hatte er holländische Vorfahren, doch lag das schon gute 200 Jahre oder mehr zurück.

 

Quellen: AW, AMA History Program, Biography of Harold de Bolt.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

de Kat, H. L. F.

 

Holländischer Konstrukteur eines Segelflugmodells mit der Bezeichnung de Kat K-21 Maasvogel mit 183 cm Spannweite, 111.8 cm Länge, einer Flügelfläche von 35 dm², einer Flächenbelastung von 15.6 g/dm² und einem Gewicht von 550 g aus dem Jahre 1946. Ein weiteres Modell von de Kat war der Ijsvogel, damals noch Ysvogel geschrieben, welches für das Jahr 1947 genannt wird und 171 cm Spannweite hatte. Von diesem fehlt aber noch die Nummerierung. Vom Konstrukteur de Kat selber ist auf die Schnelle unter Google nichts mehr zu erfahren, auch nicht sein genauer Vorname. Paul Hucke kennt immerhin das Kürzel H.L.F. Ausser dem Maasvogel und dem Ysvogel scheint keines seiner anderen Modelle ausserhalb Hollands grössere Bekanntheit erlangt zu haben, obwohl die Bezeichnung K-21 vermuten lässt, dass er einige Modelle entwickelt und gebaut hat.

 

Quellen: AW, http://claudel.dopp.free.fr/Les_planeurs/BIP/user/une_fiche.php?planeurID=2778, div. Planarchive A1

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Degen, Arnold

 

Der Schweizer Arnold Degen war ein sehr umtriebiger Konstrukteur von Segelflugmodellen. Er wird erstmals für das Jahr 1928 in der Hall of Fame des SMV erwähnt als Förderer des Modellflugs. 1936 wird er erstmals in der Geschichte der Modellfluggruppe Zürich als Bauleiter erwähnt. Ab 1. April 1940 war er Oberexperte für den Modellbau beim Aeroclub. Er bildete Lehrer und Freizeitleiter aus, damit sie in Kursen den Modellbau an Schüler weitergeben konnten. Flugmodellbau wurde als Stärkung für die Landesverteidigung angesehen. Seine Lobbyarbeit für den Modellbau in CH kann nicht hoch genug gewertet werden. Viele Firmen waren bereit, Pläne für Modellflugzeuge zu finanzieren. Im Gegenzug trugen diese Modelle dann die Namen der Firmen, wie z. B. Esso, Shell, u. a. Arnold Degen war bei weitem nicht der einzige Förderer des Modellbaus, doch ist sein Wirken in Erinnerung geblieben.

Er dürfte weit über 100 verschiedene Typen entworfen haben, wie die Modellnummer D-113 schon 1937 verrät. Ob er auch alle fertiggestellt hat, ist eher zu bezweifeln, doch findet sich sein Name an verschiedenen Stellen, was darauf hinweist, dass zahlreiche seiner Konstruktionen nachgebaut wurden. Zusammen mit Werner Kölliker und Hans Diana gründete Arnold Degen 1976 die Modellflug-Veteranenbewegung. Heute wird alljährlich der Arnold-Degen-Preis für eine modellfliegerische Leistung verliehen. Es ist ein Wanderpreis. Seine hauptsächliche Zeit des Wirkens war in den 1930er und 1940er Jahren. 1940 leitete er auch eine Radio-Sendung und gab seine Tipps zum Bauen bekannt.

 

Bekannt gewordene Konstruktionen sind:

- Shell 1, Spannweite 120 cm, 1937, über 10'000 Baupläne verschenkt

- Pilot 1, Spannweite 70 cm, 1937

- Ente D-113, Spannweite 172 cm, Entenform, 1937

- Shell Junior, 1939

- Radio 1, Boby, Spannweite 90 cm, 1940, über 1700 Exemplare verkauft

- Pilot 2, Spannweite 120 cm, 1940

- Shell 3, Spannweite 163.6 cm, 1940

- Pilot 3, Spannweite 180 cm, 1940

- Pilot 4, Spannweite 240 cm, 1940

- Shell 2, Spannweite 116 cm, 1941

- Pro Aero 1, Spannweite von 88, 1941

- Esso, Spannweite 163 cm + 190 cm, 1941

- Pilot 5, Spannweite 173 cm, 1941

- Jelmoli 1, Spannweite 81.6 cm, 1942

- Schweizer Schüler 9 oder Anfängermodell SS9, Spannweite 88.2 cm, 1946

- Zürihegel, Spannweite 85 cm, ca. 1947

- Uto, Spannweite 110 cm, 1950

- Schüler Segelflugmodell Albis 1, Spannweite ?, ca. 194?

- Stratus, Spannweite 175 cm

 

Viele seiner Modelle werden bis heute nachgebaut. Sogar nach Italien hat die IGA einen Plan vom Pilot 4 verkauft. Dieses Modell wurde von Kirchert über einen Zeitraum als Frässatz vertrieben. Die Firma Aeroplan-Modelle bietet (Stand 2023) einen schönen Bausatz vom Esso an.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A1, MG Zürich, Willy Streil, MFS 6/2013, MFS 6/2014. Hall of Fame SMV, NZZ/Panorama/schweizer-luftraum-vor 80-jahren-von-modellflugzeugen-erobert

Letztmals redigiert: 17.05.2024

 

 

Denzin, Karl-Heinz

 

Der Deutsche Karl-Heinz Denzin entwickelte zwischen 1920 und 1980 über 400 verschiedene Modellflugzeuge aller Gattungen, wie er einmal sagte. Seine erfolgreichste Zeit waren die 1950er bis 1970er Jahre. Er gehörte zu den bekanntesten und umtriebigsten Modellflugzeug-Konstrukteuren Europas. Natürlich waren nicht alle seine Modelle ein Grosserfolg, aber doch recht viele. Am besten bekannt wurden der Kapitän von 1956 mit fast 100'000 verkauften Exemplaren und der Kadett, ebenfalls von 1956, von welchen über 25'000 Baukästen durch die Firma Graupner verkauft werden konnten. Auch der Tourist von 1956 war ein Erfolg ebenso wie die Cessna 180 von 1958. Ferner konstruierte er den Zig-Zag mit 83 cm Spannweite, den Auster Aiglet Trainer für Hegi 1960, den Bücker Bü-180 Student für Modellismo, die Cessna Bird Dog für Hegi 1958, das Grunau Baby 2b, den Kakdu für RCME 1960, die Klemm L-25d für Krick, den Telemaster für Alexander Engel KG 1968 und die K8b. Er soll um 1960 auch einen Bausatz für den Piper J-3 Cub in Umlauf gebracht haben. In der Schweiz gibt es ein solches Modell, doch ist der Besitzer noch etwas unsicher, ob sein Modell wirklich von Denzin stammt.

 

Er verfasste auch ein Buch mit dem Titel 'Bauen und Fliegen', das selbst heute antiquarisch immer noch sehr gefragt ist. Er verstarb im Spätherbst 2009. In Inchenhofen, Bayern, hat der Verein Modellflugsport am 23. Juli 2011 ein Gedächtnisfliegen organisiert, an welchem auch seine Tochter Monika zugegen war und viel Interessantes aus dem Leben ihres Vaters erzählte. Weit über 100 Modellflugfreunde aus Deutschland und den Nachbarländern, ja sogar aus Italien kamen mit rund 50 Denzin-Modellen vorbei und flogen ihre historischen Modelle vor. Nicht zu vermeiden war, dass Monika Rothfritz, wie sie heute heisst, zahlreiche Modelle persönlich signieren 'musste'. Viele Modelle Denzins flogen auch in der Schweiz und ein grosser Teil tut es heute noch, denn schöne Modellflugzeuge wirft man, ähnlich wie ältere Diamanten, nicht einfach fort, sondern hegt sie solange wie möglich.

 

Quellen: AW, Verein Modellflugsport Inchenhofen, Planarchiv IGA, div. Planarchive A1

Letztmals redigiert: 13.12.2023

 

 

Dettweiler, Werner

 

Deutscher Konstrukteur des kleinen Uhus, Variante 9 von 2016. Werner Dettweiler hat ausserdem die Elektroflugmodelle Sinus für Aeronaut und die RaceCat für Graupner entworfen.

 

Quellen: AW, http://www.flugmodellbau-kirch.de/Der-kleine-UHU.htm sowie G. Müllner aus Österreich.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Diemer, Horst

 

Der deutsche Konstrukteur entwickelte für Grauper die beiden erfolgreichen Modelle Filou (1963) und Topsy (1961). Der Filou ist ein Segler mit 127 cm Spannweite und V-Flügel. Vom Filou gab es später auch die Variante 2 mit Knickflügel. Der Topsy war ein einfaches RC-Modell für Anfänger und wurde meist mit einem kleinen Cox-Motor geflogen. Beide Modelle blieben rund 20 Jahre im Programm. Bei Händlern, die reichlich auf Vorrat einkauften, waren beide Modelle noch bis Ende der 1980 Jahre zu finden. Vom Konstrukteur ist im Netzt kaum mehr etwas zu finden.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1. www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Dollfus, Dr. Walter

 

Schweizer Autor des Buches "Modellflugsport - Ein Leitfaden für die Jugend". Mitherausgeber war Arnold Degen. E. Glünkin war für die 170 Zeichnungen zuständig. Alle waren Mitglieder bei der MG Zürich.

Dollfuss hat keine Modelle konstruiert, zumindest finde ich keine Pläne.

 

Quellen: AW, Versandantiquariat Oliver Schlick, Zürich.

Letztmals redigiert: 25.11.2023

 

 

Dunham, Bob

 

Amerikanischer Konstrukteur. 1950 gründete er eine Firma Orbit RC Inc. Er produzierte erst Einkanal-Anlagen schon 1955 war er einer der ersten Anbieter von 10-Kanal-Anlagen (für fünf Funktionen). Er nahm auch an Wettbewerben teil, so war er Teilnehmer an der Weltmeisterschaft 1960 in Dübendorf am 23./24.7.1960. Er schloss mit einem 3. Platz ab. Sein Eigenbau-Modell hiess Astro Hog. Es gib Quellen, die Fred Dunn als Konstrukteur vom Astro Hog angeben. Der Plan wurde veröffentlicht in Model Airplane news 04/58 und auch im Aeromodeller Das Besondere an diesem Modell war, dass es offenbar der erste im Wettbewerb erfolgreiche Tiefdecker mit Querruder gewesen ist.

 

Quellen: AW, FS 4/2010. Aeromodeller

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Eggenweiler

 

Deutscher Konstrukteur eines kleinen Wurfgleiters mit nur 42 cm Spannweite namens Dixi im Jahre 1959. Noch heute gibt es einen etwas moderner aussehenden Dixi 2 von Aeronaut. Einen Dixi gab es in den 1950er oder 1960er Jahren auch von Graupner, doch das war dann ein kleines Sportmodell mit Cox 0.3 cm³-Motor.

Eggenweiler führte eine Firma, die Bausätze und Material für Flug- und Schiffsmodelle herstellte und vertrieb. Diese Bezeichnung der Firma Eggenweiler wurde durch die Verbindung von Luft/AERO und Wasser/NAUT allmählich zu AERO-NAUT. Den ursprünglichen Namen Eggenweiler kennen die jüngeren unter uns kaum noch. Die Firma entwickelte viele bekannte und beliebte Modelle, die z. T. sehr lange erhältlich sind oder waren. Z. B. der Segler «Amazone», dieses Modell war ca. 50 – 60 Jahre im Sortiment aufgeführt. Wer Näheres erfahren will, mag sich die Firmenhistorie auf ihrer Homepage ansehen.

 

Quellen: www.aero-naut.de

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Eich, Kurt

 

Schweizer Hersteller und Konstrukteur von schönen Frässätzen für Segler und Motor-/Impellermodellen. Zudem vertreibt er die Modelle von Jo Schuster/Modellbauservice in der Schweiz. Weiteres folgt.

 

Quellen: www.keiro.ch. (Stand 11/2023 aktiv)

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Enya, Saburo

 

Japanischer Konstrukteur. Er baute den ersten Enya-Modellmotor im Jahre 1948 und nahm die Serienproduktion 1953 mit dem Typ Enya Typhoon 63 auf. Seine Fabrik befindet sich seit je her auf der japanischen Hauptinsel Honshu in der Stadt Miyoshi, Landkreis Iruma, Präfektur Saitama. Als die Elektromotoren immer mehr das Feld eroberten, blieb die Firma den Verbrennungsmotoren treu und nahm in Kauf, dass sie damit zu einem Nischenanbieter wurde. Wegen den kleiner gewordenen Verkaufszahlen gab es um 2000 und etwas danach vorübergehend in einzelnen Ländern keine Enya-Vertreter mehr, doch das hat sich geändert.

 

Dank dem Internet-Verkauf ist Enya heute wieder fast überall in den jeweiligen Landessprachen präsent. Wegen des zentralen Lagers muss allerdings mit einer gewissen Lieferzeit gerechnet werden. Enya-Motoren gelten heute als Kult-Objekte. Der Liebhaber nimmt die kleine Verzögerung bei der Beschaffung in Kauf. Enya baut nach wie vor Diesel- und Glühzünder-Motoren sowohl als Zwei- wie als Viertakter für den Fessel- und den RC-Flug, auch für Modell-Helikopter, Modellautos und Schiffsmodelle. Sie lesen richtig, Enya baut auch top moderne Dieselmotoren, z. B. den Ultra 11 CX mit 2.09 cm³ Hubraum. Der Erfolg gibt Enya Recht. Heute führen seine Söhne Ken Enya, Ingenieur, und Koichiro Enya, Präsident des Unternehmens, sowie weitere Familienmitglieder das Lebenswerk ihres Vaters weiter.

 

Quellen: AW, Website von Enya

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Eugster, Sepp

 

Schweizer Konstrukteur der "Kö Gwundernase". Das Modell aus der Zeit um 1960 war für Schüler der Altersgruppe 12 bis 14 Jahre und damit bereits für Fortgeschrittene gedacht. Es war in der Standardbauweise konstruiert, was nach Werner Kölliker ein Jedelsky-Flügelprofil bedeutete. Er konnte mit diesem Modell unzählige Lehrer für den Modellbau-Unterricht begeistern. Spannweite 134 cm. Rumpflänge ca. 95 cm. Baukasten-Hersteller: Kö-Modellbau.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Fessler, Thomas

 

Mitbegründer der Stiftung Segelfluggeschichte. Thomas Fessler hat eine riesige Sammlung von Modellbaukästen. Beitrag wird ergänzt.

 

Quellen: Thomas Fessler, www.segelfluggeschichte.ch

Letztmals redigiert: 14.12.2023

 

 

Fillon, Emmanuel

 

Französischer Konstrukteur vieler Modelle, unter anderem eines grossen Segelflugzeuges aus dem Jahre 1946, genannt Fillon's Glider, oder Fillon's Champion oder Champ 46 mit einer Spannweite von 282.8 cm, einer Länge von 155 cm, einem Gewicht von 1090 g und einer Flügelfläche von 63.87 dm². Das Modell galt damals als schönstes Segelflugzeug. Belair hat einen Baukasten im Angebot. John Woodfield hat die Formensprache dieses Seglers neu interpretiert und ein schönes Video vom Erstflug veröffentlicht, hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=5g6_Pr1E-TQ

 

Emmanuel Fillon, geboren 1917, wurde mehrfacher französischer Landesmeister und Weltmeister. Er errang auch einen Sieg in Wakefield 1937. Ein weiteres Modell von ihm war der Cirro Stratus von 1942. Dieser hatte 150 cm Spannweite.

 

Quellen: AW, John Woodfield, http://lesgpr.free.fr/construire/championnat/championnat.htm

Letztmals redigiert: 7.3.2024

 

 

Finus Hans F.

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen. Bekanntheit erlangten die beiden A2-Modelle Passat 54 und 57, der Star III mit 185 cm Spannweite im Jahre 1951 sowie der Hobby von 1956. Vom Passat 57 und dem Hobby ist zudem bekannt, dass sie durch Graupner als Modellbaukästen angeboten wurden. Die Nummern hinter der Bezeichnung Passat bezogen sich auf das Jahr der Einführung des Modells. Es stammen noch diverse andere Modelle von Finus, auch Motormodelle. Zu seiner Person ist im Netz kaum etwas zu finden.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A1, A3ƒ

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Fischer, E.

 

Schweizer Konstrukteur der beiden A1- und A2-Flugmodelle FCW 1 und FCW 2 in den frühen 1950er Jahren. Diese beiden Modelle dürfen nicht verwechselt werden mit den gleichnamigen Modellen aus dem Jahre 1943, die von Ernst Hausammann konstruiert wurden. Franz Carl Weber hat diese Bezeichnungen damals tatsächlich doppelt belegt. E. Fischer war damals Mitglied der Modellfluggruppe Glattal, heute MFG Koblenz-Glattal.

 

Quellen: AW, Baukasten/Bauanleitung des FCW 2. Website der MFG

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

Fischer, Immo und Ronald

 

Die Gebrüder Fischer sind Mitbegründer des RC-Fluges in Dresden und bauten u.a. ein Modell namens Fliegendes Fass. Immo Fischer lebte von 1929 bis 2017. Das Modell wurde an der TU Dresden in den 1950er Jahren entwickelt und flog mit einer sogenannten Tip-Tip-Steuerung, die nur das Seitenruder bediente. Mehr über dieses Modell siehe unter YouTube "Das fliegende Fass" den äusserst interessanten Film.

 

Quellen: AW, Hans-Jörg Fischer, Dresden

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Frei, Albert

 

Der Schweizer Albert Frei aus Hegnau bei Volketswil ZH versuchte sich im Bau von eigenen Fernsteuerungen, welche proportional arbeiteten und die immer noch gängigen, aber etwas schwerfällig und ruckartig arbeitenden Tip-Tip-Fernsteuerungen ablösen sollten. Albert Frei war beruflich ein Angestellter des Bundesamtes für Militärflugplätze (BAMF). Im Jahre 1963 begann er mit seinen ersten bastlerischen Versuchen, in seiner Freizeit natürlich! Schon 1969 gewann Bruno Giezendanner die Kunstflug-Weltmeisterschaft 1969 auf einer Digi Fly-Anlage von Albert Frei. 1971 folgte ein zweiter Titel. Danach beherrschten seine edlen Fernsteuerungen gute 10 Jahre lang den Schweizer Markt im oberen Preissegment. Zu Albert Frei gibt es einen eigenen Beitrag unter Digi Fly-Fernsteuerung (Link folgt[RB6] ). Auch bei Urs Leodolter, www.leodolter.ch/digi-fly-rc.html findet man Informationen.

 

Quellen: AW, Website von Urs Leodolter + Info von Gody Wettstein.

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Frei, Jakob

 

Schweizer Konstrukteur, Mitglied der MFG Bülach, entwickelte in den 1970er Jahren aus dem Silver Star den Nachfolger White Star, mit welchem sein Sohn Heini Frei dann viele Trophäen gewann. Pläne zu diesen Modellen konnte ich keine finden.

 

Quellen: AW, Website MFG Bülach unter Geschichtliches.

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Freidinger, Friedrich

 

Deutscher Konstrukteur eines Motorflugmodells namens FF7 von 162.6cm Spannweite im Jahre 1949. Das Modell wurde angetrieben von einem Verbrennungsmotor.

 

Quellen: AW, Baubeschrieb und Plan in Form einer kleinen Broschüre verlegt von Josef Sperl, Modellbau, 1949, div. Planarchive A1

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Freudenthaler, Rudolf

 

Vierfacher Elektroflugweltmeister. Hat zahlreiche Flugmodelle konstruiert, aber auch Spinner und Propeller u.v.a.m. Mehr siehe unter Modellbaugeschäft Nicole Freudenthaler in Freistadt bei Linz in Oberösterreich. Heute (Stand 2023) ist Freudenthaler vor allem durch seine Luftschrauben und Spinner bekannt.

 

Quellen: AW, G. Müllner, Österreich, www.modellbau-freudenthaler.at

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Fröhlich(er), H.

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Möwe 2A mit 203.5 cm Spannweite im Jahre 1942. Es war ein Nurflügelmodell. Möwe wird oft fälschlicherweise als Möve geschrieben und ist in Verzeichnissen daher nicht immer leicht zu finden. Der Konstrukteur wird manchmal auch Fröhlicher geschrieben, wobei auf dem Plan Fröhlich aufgeführt ist.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Fuller, George

 

Britischer Konstrukteur eines Freiflug-Motormodells namens Dixielander mit 127 cm Spannweite (1956), des Stompers (1952) und des Zoot Suit (1953). Der Ultrahochdecker Dixielander wurde von der Firma Yeoman ab 1959 als Baukasten rund 6’000-mal produziert und weltweit vertrieben. Auch Graupner nahm ihn in den 1960er Jahren eine Zeit lang in seinen Bestell-Katalog auf. George Fuller wurde am 2.12.1929 im Islington im Norden Londons geboren und verstarb am 30.12.2012 an den Folgen einer Krebserkrankung.

 

In Zürich war es Kö-Modellbau, der den Dixielander schon kurz nach der Firmengründung ebenfalls importierte. Das Modell zeichnete sich aus durch seinen an einem Pylonen extrem hoch über dem Rumpf angeordneten Knickflügel. Das Freiflugmotormodell wurde im Regelfall so getrimmt, dass es grosse Kreise flog und dank dem Verbrennungsmotor ständig an Höhe gewann. Die Treibstoffmenge und die Glimmschnur-Thermikbremse wurden so aufeinander abgestimmt, dass das Modell nach dem Abstellen des Motors noch kurze Zeit gemächlich im Kreis zu sinken begann, ehe die Thermikbremse ausgelöst wurde und das Modell in steilem Sackflug zur Erde zurückkehrte. Das Modell galt von seiner konstruktiven Auslegung her als kleine Verrücktheit.

 

Käufer eines Dixielanderns setzten daher gerne noch einen drauf und versahen das Modell mit einer zusätzlichen Kuriosität. Werner Kölliker erzählte mir, dass er im Raum Zürich einen Kunden hatte, der einen Dixielander nachbaute, und mit einem Constellation-Leitwerk versah, welches beim Auslösen der Thermikbremse als Ganzes hochklappte. Die 'normalen' Dixilander' wurden üblicherweise mit einem 2.5 cm³-Motor betrieben. Kurzbeschrieb bei «Die Flugmodelle des Kö[RB7] ».

 

Quellen: AW, div. Planarchive …. Bei Google findet man den Dixielander, wenn man unter dem Stichwort "Yeoman" sucht. Ferner: www.supercoolprops.com/articles/dixielander.php (hier findet man einen ausführlichen Nachruf über den Konstrukteur von Roy E. Smith, Ontario, Canada).

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Furrer, Ernst

 

Der Schweizer Ernst Furrer aus Thayngen SH entwickelte in den 1950er Jahren die sogenannte 'Furrer-Düse', ein verbesserter Nachbau des Pulsstrahlrohrs von Peter Lühmann. Ernst Furrer baute dazu ein Flugmodell, welches sich an der De Havilland DH-110 Sea Vixen orientierte. Auch ein Deltaflugmodell hat er entwickelt. Er brachte die Pläne seines Pulsojets unter die Leute, indem diese beispielsweise in deutschsprachigen Jugendzeitschriften publiziert wurden, sodass es zu zahlreichen Nachbauten kam. Das Triebwerk war eine stark verkleinerte Version des V1-Antriebs (Fieseler Fi-103). Als die Modellflieger die entsprechenden Flugmodelle bauten und fliegen wollten zeigte sich, dass dieser Antrieb vom Lärm her gesehen im Alltag nicht praktikabel war und es wurde rasch wieder still um diesen Antrieb. Mehr zu Ernst Furrer erfährt man unter Furrer-Düse (Link folgt[RB8] ).

 

Quellen: AW, Prof. Dr. Richard Bührer, Clemens Bernath

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Genther, Alfred

 

Schweizer Konstrukteur von Modellflugzeugen, speziell von historischen Modellen sowie von Gummimotormodellen. Bekannt geworden sind der Gummiversal und der Himmelsstürmer. Unvergessen ist sein unermüdlicher Einsatz für den Bau und Flug von Antik-Modellen. Z. B. hat er den Bündner Segelflug-Wettbewerb «Adler von Arosa» im Jahr 1996 wiederbelebt. Auch seine spezielle Landetechnik im alpinen Raum ist erwähnenswert: er landete seine Modelle oft per Fallschirm. Mehr folgt noch.

 

Quellen: IGA-Zeitgeschichte, in MFS immer wieder genannt.

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Gerber, Peter

 

Peter Gerber war Mitglied der MG Grosshöchstetten BE und entwickelte in den 1970er Jahren das bekannte F3B-Flugmodell Jonathan, welches dann vom Flugmodellbau Dani Bucher in Grub AI, während vieler Jahre in Serie hergestellt wurde. Das Modell war seinerzeit sehr gefragt und fand sich oft auf der Siegerliste von Flugveranstaltungen. Es besass eine Pendelquerruderanlenkung (Dreh- oder Kippflügel, auch als Twist-Mechanik bekannt). Es wurden auch zahlreiche Modelle nach Deutschland verkauft. Peter Gerber hat damit tatkräftig mitgeholfen, den Grundstein für den Bucher-Modellbau zu legen. Der 2.8 m-Segler hatte noch einen Nachfolger namens Quattro, der sich in der äusseren Form nur durch einen Flügel mit durchgehend gleicher Flügeltiefe unterschied. Zudem ist nicht bekannt, ob Peter Gerber beide Modelle entwarf oder nur den Jonathan. Bei der Steuerung gab es aber grössere Unterschiede. Beide Modelle blieben bis in die 1980er Jahre hinein erfolgreich.

 

Quellen: AW, Datenblatt von Modellbau Hersberger & Ambühl, 8706 Meilen ZH aus den 1980er Jahren, bis heute aufbewahrt durch Peter Baumann, der noch 2018 beide Modelle fliegt.

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Giezendanner, Bruno

 

Schweizer Konstrukteur eines F3A-Modells namens Marabu, welches grosse Bekanntheit erlangte und auch als Bausatz vertrieben wurde. Der Marabu war ein wegweisendes Modell und hatte in den folgenden Jahren Vorbildcharakter. Hersteller vom Bausatz war möglicherweise die Firma MKT Modellbau in Diessenhofen. Ein weiteres Modell, bei dem er einen Schwenkflügel erprobte, war der Salamander. Bruno Giezendanner (1946-1990) ist von 1965 bis 1981 ausschliesslich mit F3A-(RC)-Modellen geflogen und wurde von 1965 bis 1973 und von 1976 bis 1981 jedes Jahr Schweizer Meister. 1969 und 1971 wurde er auch Weltmeister. 1969 flog er mit dem 10 cm³-Motor Blackhead von Webra. 1982 und 1987 wurde er in der Klasse F3E Europameister.

Bekanntheit erlangten auch seine Einziehfahrwerke für Modellflugzeuge, welche zum Edelsten gehören, was auf dem Markt erhältlich ist. Sie werden immer noch hergestellt bei Giezendanner-Technik in Volketswil.

 

Er verstarb leider bei einem Flugzeugabsturz in Korsika.

 

Quellen: AW, Website Urs Leodolter, Hall of Fame Modellflug Nordostschweiz.

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Giezendanner, Emil

 

Schweizer Konstrukteur von F3A-Modellen. Grosse Bekanntheit erlangte der Scorpion in seiner Version 1 (1975), Version 2 (1977) und Version 3 (1979 und 1981), mit welchen Emil und Bruno Giezendanner erfolgreich an den F3A-Weltmeisterschaften teilnahmen. Auch dieses Modell entwickelten die beiden Brüder gemeinsam.

 

Emil Giezendanner war lange Jahre Chefredaktor der Verbandszeitschrift Modellflugsport, ferner ist er für den Schweizerischen Modellflugverband als Fachexperte für F5-Elektro, F6-Promotion und F3A National tätig, amtet als Punktrichterchef für die Region Nordostschweiz und ist selber Punktrichter im F3 Kunstflug. So nebenbei ist er auch noch Flugplatzchef des Modellflugvereins Pfäffikon usw.

 

Er fliegt selber immer noch und benützt für sein eigenes Modell selbstverständlich ein Einziehfahrwerk von Giezendanner-Technik, denn so meint er, als Chefredaktor habe er keine Zeit für Reparaturen!

 

Quellen: AW, Website Urs Leodolter. SMV. Impressum MFS. MFS 4/2016.

Letztmals redigiert: 5.3.2024

 

 

Girsberger, Rolf

 

Schweizer Entwickler der bekannten Profilfamilie RG. Er war lange Jahre Mitgliedes des MFV Wettingen, sowie des Vorstandes des SMV.

Girsberger hat mit seiner RG-Profilserie, die in den späten 80er und 90er Jahren in F3B und in den frühen Tagen von F3J einen großen Einfluss hatte, einen enormen Beitrag zum RC-Segelflug geleistet. Seine 1983 eingeführten Tragflächen waren ein grosser Schritt nach vorn, da sie universeller und besser an die RE-Zahlenbereiche des Modellflugs angepasst waren. Die RG-Profile waren im Geschwindigkeitsbereich viel breiter einsetzbar, sie boten sowohl einen guten Auftrieb als auch einen geringen Widerstand bei null Auftrieb. Dies war ein bemerkenswerter Fortschritt, der schnell von vielen Piloten und Herstellern genutzt wurde. Sein RG15 war über viele Jahre das Mass der Dinge bei F3B-Modellen.

 

Quellen: Reto aus rcgroups.com

Letztmals redigiert: 9.3.2024

 

 

Glünkin, Emil

 

Schweizer Konstrukteur eines damals riesigen Segelflugmodells namens G-41 mit 350 cm Spannweite im Jahr 1941. Die Modellfluggruppe Zürich schreibt auf ihrer Website: "Am 14.6.1944 stellte das Mitglied Traugott Haslach einen neuen Schweizerrekord im Dauerflug für Segelmodelle mit Hochstart auf und zwar mit einer Flugzeit von 2 Stunden 21 Minuten und 3 Sekunden! Dies mit dem Riesenvogel G-41 nach Plänen von Emil Glünkin. Diese Leistung wurde der FAI auch als Weltrekord angemeldet." Der Familienname Glünkin stammt aus der Gegend von Lörrach und der Umgebung von Basel.

 

Ein weiteres Modell von ihm war der Aroser 36, welchen er 1936 entwarf. Da diese beiden Modelle G-36 und G-41 jeweils mit dem Jahr der Konstruktion übereinstimmten, dürften die Zahlen keine fortlaufenden Konstruktionsnummern sein, sondern Konstruktionsjahre. Vom G-36 gibt es noch mindestens zwei fliegende Exemplare bei den Herren Tyrone Buschor und Hans Grünewald.

Des Weiteren wird Glünkin auch als Konstrukteur vom Globi 2 genannt. Es handelt sich dabei um ein ulkiges Modell, genau wie sein Namensgeber.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 6/2013

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Grahner, Hans

 

Schweizer Konstrukteur eines Gummimotormodells namens Motte aus dem Jahr 1937 und einer Spannweite von 52 cm. Ob diese Motte etwas zu tun hat mit der Gummimotor-Motte von Sperl, entzieht sich meiner Kenntnis. Diese Motten dürfen nicht mit der VFM-Motte verwechselt werden, die von W. Bodmer konstruiert wurde.

 

Quellen: AW, MFS 6/2013 + MFS 6/2014 + MFS 4/2015

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Grant, Charles H.

 

Britischer Konstrukteur eines Gummimotormodells namens Cloud Tramp mit 56 cm Spannweite und einem Flügel aus Balsa mit Profil «gebogene Platte» im Jahre 1954.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A5…, MFS 5/2015

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Graupner, Johannes

 

Deutscher Konstrukteur von Modellflugzeugen. Die ersten Modelle wie das Graubele 1 mit 65 cm Spannweite und das Graubele 2 mit 106 cm Spannweite aus dem Jahre 1936 sowie das Graubele 7 mit 125 cm Spannweite hat er selber konstruiert. Nach seinem Hinschied im Jahre 1953 übernahm sein Sohn Hans die Geschicke der Firma. Dieser bildete mit zunehmender Grösse der Firma ein Konstruktionsteam, welches diese Arbeiten erledigte. Dieses war auch zuständig für die Modellpflege. Hans Graupner hatte einem guten Riecher, was bei den Modellbauern ankommen könnte und übte auf diese Weise weiterhin einen sehr grossen Einfluss auf die Flugmodellpalette aus.

 

Zu den bekanntesten Modellen der 1950er und 1960er Jahre gehörten die nachfolgend aufgeführten Modelle. Die Liste ist noch unvollständig. In Klammern die Namen der Konstrukteure, sofern bekannt:

A: Aerius, Amateur, Amigo 1 + 2 (Militky), Amigo 3 + 4, ASK-14, AT-6 (Petersen), Atlas

B: Bamby, Beaver, Beginner, Benny (4277), Beta, Bo-209 Monsun

C: Canary, Caravelle (Sämann), Cessna 150, 152, 177, 180 (Denzin), Chico, Cirrus, Cirrus 75, Clou, Cobra, Constellation, Consul, Cugar, Cumulus

D: Dandy, der grosse Uhu, Delta X1200, der kleine Uhu (Thies, Walther, Kirch), Dixi, Do-27, Donald Duck

E: Electra (Biesterfeld), Elektro Pink, Electro Uhu, ETB-15, 24, 35, 36, 37, 38, 42

F: Fan, Filou 1 + 2 (Diemer), Flop, Floride (Sämann), Fokker E III, Fouga Sylphe, FW-190

G: Graubele 1, 2, 3, 4, Grob G-103 Acro

H: Handy (4515), Hi Fly (Militky), Hobby (Finus), Honey

I:

J: Jodel DR-400, Jolly, Junior

K: Kadett (Denzin), Kapitän, Katy, Klemm KL-107, Kwik Fly MK3

L:

M: Maxi, MC 22, Me-109, Mew Gull, Middle Stick, Mini Nimbus, Mini Prop, Mini Viper, Mosquito, Mustang

N: Nancy, Nimbus

O:

P: Passat 54 + 57 (Finus), Pepito, Piaggio P-149D, Pilot (Walther), Piper PA-18, Piper PA-22 Tri-Pacer, Piper Cherokee, Primaner

Q:

R: Race Rat, Recorder

S: Satellit, Schleicher K-10, Silentius (Militky), Slipper, Spinne, Sonny, Standard 20, Sternchen, Super Flitzer, Starlet, Super Chipmunk, Super Stunter (Biesterfeld), Supreme 60, Schwalbe (Klaus Dieter Horn), Soft Fly

T: Taxi 1 + 2, Terry, Topsy, Tourist (Denzin), Trabant (Militky), Trend 35, Tulura

U: Ultra Fly, Ultra Stunter (Biesterfeld)

V:

W: Weihe 50

X:

Y:

Z:

 

Die Namen der tatsächlichen Konstrukteure wurden von der Firma nicht immer kommuniziert, da die Modelle oft eine Teamarbeit darstellten. Gelegentlich wurde aber ein Name bekannt, wenn Hans Graupner ein erfolgreiches Modell eines auswärtigen Konstrukteurs ins Sortiment übernahm. Zu diesen Konstrukteuren gehörten Karl-Heinz Denzin, Fritz W. Biesterfeld, Horst Diemer, Fred Militky und Bryce Petersen und wohl noch weitere, mehr siehe dort!

 

Anfang 2020 meldete die Firma Graupner Insolvenz an. In der Folge wurde die Firma geschlossen. Die heutige (2023) Firma Graupner kümmert sich um die Fortführung des Sektors Graupner Fernsteuerungen und führt keine Modelle.

 

Ca. Mitte 2021 wagte Stefan Graupner, der Sohn von Hans, einen Neuanfang unter dem Namen SG Modellbau Stefan Graupner. Siehe auch seine Webseite.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, Radu Balea (zahlreiche Namen von Flugmodellen). Flugmodell-Magazin Februar 2020, www.rc-network.de, www.sg-modellbau.de

Letztmals redigiert: 17.5.2024

 

 

Graupner Stefan

 

Beitrag folgt

 

Quellen:

Letztmals redigiert: 26.11.2023

 

 

Hagedoorn, A.

 

Holländischer Konstrukteur eines Seglers namens Bebek Ente mit 156 cm Spannweite im Jahre 1949.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hansen, Hans

 

Dänischer Konstrukteur der Freiflugsegler Aurikel (1952) Spannweite 165 und Victory (1953), mit einer Spannweite von 160/165/167 cm, einer Länge von 100 cm und einem Gewicht von 412 g. Der Aurikel hatte kleinere Flügelohren, die Victory deutlich grössere, doch sonst stimmten die Modelle weitgehend überein. Bei der Spannweite hingegen variieren die Angaben oft um ein paar Zentimeter. Das Modell wurde durch die Dansk Modelflyve Industri (MFI) als Baukasten vertrieben. Hans Hansen gewann 1953 mit der Aurikel den Weltmeisterschaftstitel in der damaligen A2-Klasse, heute F1A. Auch die Victory gehörte zu dieser Klasse. Von diesen Modellen gibt es in Dänemark, Holland, Deutschland und der Schweiz immer noch eine kleinere Anzahl fliegender Veteranen. Bei Kirchert und Hucke wird Hansen als deutscher Konstrukteur geführt.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A2‚. Angaben zu einem holländischen Victory siehe unter: http://www.modelbouwforum.nl/forums/threads/victory-zwever.163003/

Letztmals redigiert: 14.12.2023

 

 

Haslach, Traugott

 

Traugott Haslach war ein ehemaliger Modellflieger und Mitglied der Modellfluggruppe Zürich in den 1940er und 1950er Jahren. Er war ein sehr versierter Modellflieger und stellte am 14.6.1944 mit einer Glünkin G-41 einen neuen Schweizerrekord im Dauerflug für Segelmodelle mit Hochstart auf, und zwar mit einer Flugzeit von 2 Stunden 21 Minuten und 3 Sekunden! Diese Leistung wurde der FAI auch als Weltrekord angemeldet. Wie es scheint, war Traugott Haslach auch ein gewiefter Konstrukteur. Er war Träger des SMV-Modellflieger-Verdienstabzeichens von 1953. Er hat offenbar auch eigene Modelle gebaut, darunter ein Gummimotormodell, welches die Nummer HB-30 trug. Es gibt in einer Aero-Revue-Ausgabe von 1952 ein Foto, wo man ihn zusammen mit seiner Frau und seinem Modell sieht. Von diesem Modell gibt es in der heutigen Szene 3 Konstruktionen, welche einander stark gleichen, doch ist noch nicht bekannt, wie das Modell von Traugott Haslach genau hiess und ob es ein Nachbau oder ein Eigenbau war, ebenso ob die ähnlichen Modelle etwas miteinander zu tun haben. Für das originale Modell gibt es ein Foto vom überlebenden 'Wrack', welches inzwischen von einem begnadeten Modellbauer perfekt neu aufgebaut wurde. Nur die Bezeichnung des Modells ist noch nicht bekannt.

 

Quellen: Arnold Wirz.

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hauenstein, Werner

 

Schweizer Konstrukteur des EK DK-21-O von 1948. Er flog sein Modell in den Jahren 2014 und 2015 auf dem Aroser Tschuggen trotz fortgeschrittenem Alter höchst persönlich vor, nachdem es über 60 Jahre im Keller schlummerte. Einen Plan habe ich nicht gefunden.

 

Quellen: AW, MFS 6/2014

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hausammann, Ernst

 

Schweizer Konstrukteur des Seglers Spassvogel mit einer Spannweite von 140 cm sowie den beiden FCW1 und FCW2 mit einer Spannweite von 120 cm und 150 cm, beide im Jahre 1943. Fritz Weber und Hans Jörg Zöbeli besitzen noch einen FCW 2. Es ist zu beachten, dass es nach kurz nach 1950 noch einen zweiten FCW2 gab, der als A2-Modell konzipiert war und eine Spannweite von 199 cm hatte. Wer der Konstrukteur des zweiten war, ist weder dem Bauplan noch der Baubeschreibung zu entnehmen.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 6/2014, MFS 4/2015, Baukasten FCW2 von 1950.

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hepperle, Martin, Dr.

 

Martin Hepperle ist ein bekannter deutscher Entwickler von Flügelprofilen für Modellflugzeuge. Er betreibt auch eine sehr informative Website zum Thema Modellflug. Dort erfährt man mehr, nicht nur über Flügelprofile, sondern u.a. auch über die US-amerikanischen Cox-Motoren und die Firmengeschichte. Stand 11.2023 ist die Seite noch aktiv.

 

Quellen: AW, Seine Website: https://www.mh-aerotools.de/

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hermann, H.

 

Der deutsche Konstrukteur hat für Johann Graupner das Graubele 4 konstruiert. Das Modell war ein Nurflügel, genauer gesagt ein «schwanzloses» Modell. Es hatte 158 cm Spannweite und kam 1937 auf den Markt.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A3ƒ

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hill, Maynard

 

US-amerikanischer Konstrukteur von zahlreichen Modellflugzeugen, geboren 1926, gestorben am 7.6.2011. Er erzielte 23 Geschwindigkeits-, Dauerflug- und Höhenweltrekorde. Seine Flugzeuge hat er stets aus Balsaholz erbaut und mit Monokote bespannt. Ab 1996 war es sein letztes grosses Ziel, mit einem Modellflugzeug vom Amerika nach Europa zu fliegen und dabei den Atlantischen Ozean zu überqueren. Er begann mit den ersten Flugversuchen 1999. Als Antrieb diente ein modifizierter OS Max 61 FS. Modifiziert bedeutete hier, dass Hill den Motor so lange umbaute bis dieser statt 1 l/h nur noch 59.74 ml/h verbrauchte!

 

In einem ersten Schritt wurden fünf Modelle für Flugversuche gebaut. Danach kamen noch weitere 23 Modelle hinzu, die für das Einfliegen und für die Rekordversuche bestimmt waren. Die Überquerung des Atlantiks gelang ihm nach vier gescheiterten Versuchen (TAM 1 bis 4) mit dem Modell Nr. 19 am 9. bis 11. August 2003. Da war er selber bereits 77 Jahre alt. Sein Modell TAM 5 (TAM = Transatlantikmodell) das die 3017 km von Neufundland nach Irland zurücklegte, wog knapp 5 kg, hatte eine Spannweite von 183 cm und eine Länge von 188 cm. Es verbrauchte auf dem Flug, der 38 Stunden, 52 Minuten und 19 Sekunden dauerte, rund 2.2 kg Treibstoff. Es landete nur 10.66 m entfernt vom geplanten Landeplatz. Im Tank waren bei der Landung noch 50 ml Treibstoff vorhanden!! Das Modell war GPS-gesteuert und flog durchschnittlich in 300 m Höhe mit knapp 80 km/h. Etliche pensionierte Ingenieure und Informatiker unterstützten Hill bei seinem Unterfangen.

 

Quellen: AW, MFS 3/2017, Wikipedia, Washington Post 2011

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hochuli, Peter

 

Peter Hochuli, genannt Hope, wurde vor allem durch seinen Modellbauhandel bekannt. Ca. 1965 eröffnete Peter Hochuli seinen ersten Modellbau-Laden im elterlichen Haus in Schöftland. Das Geschäft wuchs und gedieh. Peter eröffnete weitere Filialen und ist zeitweise wohl der grösste Modellbauhändler in der Schweiz gewesen. Am 31. August 2023 schloss er die Türen seines Geschäftes in Schöftland endgültig.

 

Als Konstrukteur ist Peter ebenfalls zu erwähnen. Mit seinem Bruder entwickelte er den Segler Hope70, den er erfolgreich im Laden verkaufte. Weitere eigene Hope-Modelle folgten, meist waren diese aber von anderen Konstrukteuren gezeichnet worden.

 

Von der Firma Streil hat er mehrere Modelle und deren Produktion übernommen. Dabei handelte es sich mehr um einfache Modelle für den Bau in Schulen, wie z.B. den Bye-Bye.

 

Peter Hochuli ist ein eigener Beitrag gewidmet.

 

Quellen: Peter Hochuli

Letztmals redigiert: 6.3.2024

 

 

Hoppler, Oskar

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells unter der Bezeichnung Meco S-111 mit 120 cm Spannweite im Jahre 1935. Von Hoppler findet man heute unter Google nur noch indirekt etwas und zwar unter: http://www.schweizerische-spielzeugeisenbahnen.ch/content/46/38/spielzeugeisenbahnen. Die verschiedenen Modellplanarchive in Deutschland kennen ihn nicht.

 

Oskar Hoppler war eigentlich Optiker und sein Geschäft war ein Optikergeschäft in Zürich. Daneben verkaufte er aber auch Modelleisenbahnen, da Oskar Hoppler als Mitglied eines im Jahre 1933 gegründeten Modellbauvereins den Einkauf und Verkauf von Modellbauartikeln übernahm. Die Kunden waren vor allem Kinder und Bastler. Das Lokal befand sich an der Bahnhofstrasse 48. Da Basteln damals als unmännlich galt, musste sich die erwachsene, männliche Kundschaft eher diskret verhalten. Wenn sie den Laden besuchten, dann kauften sie angeblich für ihre Kinder ein. Hoppler führte vor allem Ware aus England, Deutschland und der Schweiz.

 

Ein paar Jahre später erweiterte er sein Sortiment und verkaufte auch Bauteile für den Modellflug, unter anderem auch die Modellbaukästen Albis 1, Shell 1, Fips 2 sowie den eingangs erwähnten Meco S-111 und natürlich auch noch Fachliteratur usw. So konnte man es einem Inserat aus jener Zeit entnehmen. Vergeblich versuchte er mithilfe des Zürcher Vereins für Handarbeit und Schulreform, das Schulamt zum Bau von Schülerkursen zu bewegen. Das gelang dann erst unter Mitwirkung von Willy Streil in den 1950er Jahren. Am 10.3.1942 verstarb Oskar Hoppler bei einer Bergtour oberhalb Saas Fee durch Absturz. Gustav Feucht, ebenfalls ein Optiker, übernahm dann das Verkaufsgeschäft von Oskar Hoppler und führte es noch bis in die 1950er Jahre weiter. Da spürte er bereits den warmen Atem von Willy Streil im Nacken, aber auch jenen von Globus, Franz Carl Weber und Jelmoli, die alle nach und nach eine Modellbauabteilung einrichteten.

 

Es könnte auch sein, dass seine S-111 in Wirklichkeit eine Schramme S-111 Fock ist, zumal auch die Spannweite von 120 cm übereinstimmt. Möglicherweise hat Meco die Schramme S-111 in einer kleinen Serie nachgebaut. Des Rätsels Lösung könnte auch im Kürzel Meco zu suchen sein: Me steht möglicherweise für Modelleisenbahn.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4„, weiter oben erwähnte Website, Schlussfolgerungen von Arnold Wirz.

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Horn, Klaus Dieter

 

Deutscher Konstrukteur von zahlreichen Segelflugmodellen wie Schwalbe 1952, Fuchs 1952, Flamingo 1953, Marabu 1953, Eule 1953 und Cornett 1955. Ferner ein Motormodell namens Brummer 1954. Er arbeitete eng mit H. J. Ludwig zusammen. Sie publizierten drei Bücher mit den Titeln: "Anfänger-Segelflugmodell" 1951 und "Segelflugmodell für Fortgeschrittene" (Marabu) 1952 sowie eine Broschüre mit dem Titel "Drachenbau". Die Schwalbe war ein A2-Segler und wurde von Graupner als Baukasten vertrieben.

Ich nehme stark an, dass es sich um denselben Klaus Dieter Horn handelt, der die Firma KDH innehatte. Konnte das aber nicht sicher bestätigen.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A1, A2, A3, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 14.12.2023

 

 

Hörnlein, Hans

 

Deutscher Motoren-Konstrukteur, geboren am 2. 11.1917 in Rauenstein, Deutschland. Im Alter von etwas über 30 Jahren zog Hans Hörnlein nach Suhl und richtete dort eine Werkstätte ein. Er kaufte von einem gewissen Bernhard Hellmuth Kratzsch im Jahre 1948 eine grössere Menge Motorenteile auf und stellte seine ersten eigenen Motoren her, die er unter dem Markennamen "BHK" vertrieb. Er produzierte 2 cm³-, 2,5 cm³- und 4,8 cm³-Dieselmotoren. Siehe auch Beitrag zu Walter Kratzsch.

 

Drei Jahre später verliess er seinen bisherigen Wohnort Suhl und zog nach Vöhringen weiter, wo er unter dem neuen Namen Taifun Selbstzündermotoren herstellte. Hans Hörnlein fand mit Johannes Graupner für seine Motoren einen exklusiven Abnehmer, sodass er sich ganz auf die Weiterentwicklung seiner Motoren konzentrieren konnte. 1960 publizierte er das kleine 20-seitige Handbüchlein mit dem Titel "Taifun Start-ABC" mit vielen wertvollen Tipps, wie man die Taifun-Motoren richtig behandelt und startet. Noch später hat er dann unter seinem eigenen Namen "Hörnlein" sehr schöne Motoren gebaut, die in punkto Design und Perfektion in der Verarbeitung sogar noch Cox übertrafen.

 

Über die Taifun-Motoren und damit auch alles Wissenswerte über Hans Hörnlein erfährt man in einem Buch mit dem Titel "Die Taifun-Motoren", erhältlich bei Wieser-Modellbau in Zürich, ISBN 978-3-7883-0685-4, 176 Seiten, Autor Stefan Friesenberger, Neckar Verlag. Preis Fr. 31.80.

 

Quellen: AW, Kolbs Motorenseite und oben erwähntes Buch.

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hucke, Paul

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen wie dem Grossmodell Stiegker von 1941 mit 3330 cm Spannweite, dessen Bauplan er in Buchform im Eigenverlag duckte. Ferner der Wartburg 1942, dem Adebar 1954 und dem Leimberg 1954. Paul Hucke baute auch ein grosses Archiv von rund 2000 Plänen und Baubeschreibungen von Segel- Fessel, Saalflug-, Gummimotor-, Verbrennungsmotor-Modellen und Verbrennungsmotoren auf, welches weit in die Vergangenheit und bis etwa 1960 reicht. Er verstarb 2003 nach längerer Krankheit. Seine Tochter Marion Frank und ihr Ehemann Ewald Frank betreuen heute das Archiv mit grosser Umsicht.

Vom Stiegker wird von der Firma Philipp Schneider Modellbauservice ein Frästeilesatz vertrieben. Vertretung in der Schweiz hat Keiro.

 

Quellen: AW, Paul-Hucke-Archiv, modellbauservice.com, keiro.ch

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Hyvärinen, Reino

 

Finnischer Konstrukteur eines Seglers namens 'Sans Egal' mit 206 cm Spannweite, nach britischen Angaben wird von einem 80-Zoll-Segler gesprochen, was wohl eine runde Zahl, aber nicht die exakte Spannweite betrifft. Reino Hyvärinen erlangte mit dem Segler Kiuru im Jahre 1960 den 5. Rang an der Finnischen Meisterschaft der Klasse S.Int. und den 6. Rang in der Klasse F.Int. Der Plan scheint 1959 im Aeromodeller veröffentlicht worden zu sein. Das von ihm verwendete Flügelprofil glich rein äusserlich dem vom Kö III. Reino Hyvärinen wurde Meister der nordischen Meisterschaften. Sein Modell Sans Egal 9 weist klare äussere Merkmale aus der Zeit der A2-Klasse auf. Er baute 1961 auch ein Saalflugmodell und ein Motormodell namens Rist-Rast, welches eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Modell Dixielander von Yeoman hatte.

 

Quellen: AW, Aeromodeller, div. Planarchive A4, A5

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Jacot, R.

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells für Schüler namens TV-Kö aus dem Jahre 1963. R. Jacot hat den TV-Kö wurde aus dem Kö A entwickelt und wies gemäss Werner Kölliker keine sehr wesentlichen Unterschiede zum Vorgängermodell auf. Auf vorhandenen Fotos sieht man denn auch nichts Auffälliges. Das Kursmodell für den Baukurs am Schweizer Fernsehen wurde von Kö zum Selbstkostenpreis verkauft. Werner Kölliker meinte etwas scherzhaft, dass das Modell im Prinzip nur eine Neubezeichnung für den bisherigen Kö A gewesen sei, doch einen gewichtigen Unterschied gab es: Der Kö A hatte 69.8 cm Spannweite, der TV-Kö nur 59,5 cm. Hunderte von Teilnehmern aus der deutschen Schweiz nahmen am Baukurs teil. Nach Abschluss des Baukurses gab es an fünf Orten je ein Ausscheidungs-Wettbewerbsfliegen und die besten Teilnehmer wurden zu einem Ausflug in den Kinderzoo Rapperswil und zum Besuch des Fernsehstudios Bellerive eingeladen. Zur grossen Freude wurden sie von der damals sehr beliebten TV-Ansagerin Heidi Abel empfangen. Der TV-Kö hatte eine Spannweite von 59,5 cm, eine Rumpflänge von 60 cm. Die Herstellung des Baukastens oblag dem Kö-Modellbau. Er soll davon auch später noch zahlreiche Baukästen verkauft haben, an denen er dann doch noch ein paar Franken verdienen konnte.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker, div. Planarchive A4

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Jaeckel, Gerhard

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugzeugen in den 1930er Jahren. Bekanntheit erlangte seine Helm-Schwalbe mit einer Spannweite von 165 cm. Sie stammte aus dem Jahre 1935. Was der Zusatz 'Helm' zu bedeuten hat, ist mir noch schleierhaft.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Jedelsky, Erich

 

Erich Jedelsky wurde 1923 im tschechischen Müglitz (Mohelnice) geboren, wanderte nach Österreich aus, lebte später in Wien und verstarb im Jahre 2000 in Neunkirchen. Er entwickelte das nach ihm benannte spezielle Flügelprofil, welches er aus seinen Beobachtungen an Vögeln ermittelte und auf das Material Balsaholz übertrug. Sein Bestreben war, dem Modellbauer ein sehr gut gleitendes Modell zur Verfügung zu stellen, das auch noch in der halben Zeit gebaut werden konnte. Dabei entwickelte er zahlreiche Profile, die immer besser wurden. Er gab diesen Profilen die Bezeichnung EJ-, gefolgt von einer fortlaufenden Nummer. Begegnet sind mir bisher das EJ-85 und das EJ-106. Jedelsky konstruierte die Flugmodelle Airfish (1967), Biceps (1955), Kiebitz (1950), Kobold (1950), Kö Standard A1 (1954), Kö C (1965), Kö D (1967), Specht (1950), Sperber (1951), Storch (1951), Taifun (1953), Weihe (1953), Wiesenschleicher (1950) usw. Graupners grosser Uhu war von Anfang an mit einem Jedelsky-Flügel ausgestattet, doch ist mir entfallen, wann er auf den Markt kam und ob die Gesamtkonstruktion oder nur das Flügelprinzip von Jedelsky stammt. Der Standard A1 wurde von Kö, von WIK und von Kirchert vertrieben. Mir ist nicht bekannt, ob noch mehr Firmen dieses Modell im Programm hatten. Weitere, fast legendäre, Modellflugzeuge waren mit Jedelsky-Flügeln unterwegs: Panda und Filius von Multiplex, Susi von WIK.

Die Modelle Kö Y Snoopy, Echo von WIK oder der Standard-Airfish 1967 von VTH besassen ein unten geschlossenes Jedelsky-Profil. Gebaut wurden diese Flügel aber ganz ähnlich mit Profilbrettern.

Mit dem Link www.prop.at/PropPrint/Archiv///1993-05.pdf kann auf Seite 12 ein Artikel von E. Jedelsky zur Entwicklung seiner Profile angesehen werden.

 

Quellen: AW, Wikipedia, Werner Kölliker, Broschüre GK-Standard-Bauelemente von Kirchert, Prop 05/1993 und Prop 02/1993, rc-network.de, Jahreszahlen teils aus dem Paul-Hucke-Archiv, teils diverse Quellen

Letztmals redigiert: 27.11.2023

 

 

Kamber, Heini

 

Schweizer Konstrukteur des Rhönadlers von 1938.

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 6/2014

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kammerlander, Meinrad

 

Schweizer Konstrukteur zahlreicher Flugmodelle und Betreiber eines Modellbaugeschäftes in Amriswil TG. Meini Kammerlander wurde vor allem durch den Bau seiner 3 Junkes Ju-52-Grossmodelle über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Er führte diese Modelle an vielen Modellflugtagen zusammen mit zwei weiteren versierten Modellflugpiloten gekonnt vor. Unvergesslich in Erinnerung blieben dem staunenden Publikum der sonore Ton der insgesamt neun Verbrennungsmotoren. Die Modelle leben immer noch und können in seinem Geschäft "Modellbau Sonnenhof" in Amriswil bestaunt werden. Wenn man den richtigen Tag erwischt und ausreichend Bares bei sich hat, könnte er sich auch von einem der Modelle trennen.

 

Anfänglich betrieb er sein Geschäft als Universalladen. Man bekam fast alles und vieles war sogar auf Lager sofort erhältlich. Die Entwicklung des Flugmodellbaus hin zum Fertig- oder Fastfertigmodellbau führte aber nicht in die Richtung, die Meini Kammerlander sich vorstellte. Er betrachtete sein Geschäft vielmehr als Fachgeschäft für Modellbauer und nicht als Spielzeugladen. Heute hat er sich spezialisiert auf Grossmodelle und baut vor allem seinen Pilatus PC-7 in Kleinserie mit Verbrenner-, Elektro- oder Turbinenantrieb. Auch dieses Modell fliegt Meini Kammerlander immer wieder an Modellflugtagen vor. Es wiegt rund 16 kg und fliegt auch erstaunlich schnell. Mehr erfährt der geneigte Leser bei einem Besuch in seinem Geschäft. Man trifft dort nicht nur auf einen Verkäufer, sondern vor allem auf einen Modellbauer mit einem ganz erstaunlichen Fachwissen und auch auf einen hervorragenden Berater.

 

Quellen: Kammerlander M., AW

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kamps, Thomas

 

Der Deutsche Thomas Kamps entwickelte um 1993 ein Eigenbau-Düsentriebwerk und stützte sich dabei auf die Erfahrungen von Dr. Kurt Schreckling. Die Turbine war 1993 bereits als Modellbausatz erhältlich. Die Turbinen von Kamps gehörten mit zu den ersten, die optisch auch noch gut aussahen. Thomas Kamps verfasste auch ein Buch mit dem Titel "Modellstrahltriebwerke", welches im Verlag für Technik und Handwerk, Baden-Baden, 1995 publiziert wurde.

 

Quellen: Flug- & Modelltechnik 6/94, AW

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Käseberg, Werner

 

Deutscher Konstrukteur von Modellflugzeugen. Mitglied des Ikarus Harsewinkel e.V. Deutscher Meister im Motorflug, 2. Platz an der NRW-Landesmeisterschaft Köln 1963. Er war zusammen mit Walter Claas Mitbegründer von Simprop und arbeitete dort in leitender Position bei Simprop, ab 1966 dann hauptsächlich in der technischen Betriebsleitung. Bekannt geworden ist sein Modell Kurvenkratzer aus dem Jahre 1961, dabei handelt es sich um ein Motormodell in Schulterdecker-Bauweise mit ca. 121cm Spannweite. Er nahm damit an etlichen RCIII-Wettbewerben teil. 1968 stellte er in Harsewinkel anlässlich eines Treffens von Gleichgesinnten im F3-Speedflug mit 325 km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf, der auch heute noch gültig ist. Man könnte heute zwar schneller fliegen, doch sollen die FAI-Bestimmungen für die Anerkennung eines Weltrekords so aufwändig sein, dass es bis heute niemandem in den Sinn kam, Werner Käsebergs Rekord offiziell zu überbieten. Käseberg benützte für seinen Rekord einen Super Tigre-Motor des Typs G60, welcher speziell für diesen Rekordversuch präpariert wurde.

 

Quellen: AW, www.rc-network.de, Geschichte des Ikarus Harsewinkel e.V.

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kazmirski, Edward

 

Amerikanischer Konstrukteur von Modellen der FC1-Klasse, später F3A genannt. Sein erstes Modell von 1929 war ein Gummimotormodell, das er bereits als 8-Jähriger baute. Bis 1950 blieb ihm nichts anderes übrig als mit Freiflugmodellen zu fliegen, doch wollte er seine Modelle lieber selber steuern. Daher trat er einem Modelflugverein in Chicago bei und lernte das RC-Fliegen in der damals noch sehr frühen Form. Er blieb dem Verein 12 Jahre lang treu.

 

Bekanntheit erlangten dann seine Eigenbau-RC-Modelle Orion (1960), Taurus (1963) und Simla (1965). Alle seine Modelle erfuhren laufend Verbesserungen als Ergebnis seiner Experimente. Die grössten Änderungen gab es beim Taurus. Dieser erfuhr im Laufe der Zeit so starke Änderungen, dass er wohl mehrmals einen neuen Namen verdient hätte. Zu erwähnen wäre auch noch der Tauri, ein Einsteiger-Modell. Kazmirski flog seine Modelle meist mit einem 7.5 cm³-Motor. Er wurde erster Weltmeister der Klasse FC1. Diese WM fand am 23./24. Juli 1960 in Dübendorf/Schweiz statt. Im Laufe seiner fliegerischen Karriere war er recht viel unterwegs und scheute auch lange Reisen nicht. Er blieb bis 1971 der Modellfliegerei treu und pflegte seine Modelle auch danach weiter, allerdings nur noch passiv. Der Grund für seinen Rückzug im Alter von 50 Jahren lag im beruflichen Bereich. Später machte er sich dann noch einen Namen als Fotograf.

 

Seine vier oben erwähnten Modelle blieben über Jahrzehnte hinweg Klassiker. Sie wurden fleissig nachgebaut und durch die Firma Top Flite auch als Baukästen vertrieben, ebenfalls Jahrzehnte lang. Top Flite ist den älteren Modellbauern bestens bekannt durch seine langlebigen Propeller. Einige von Kazmirski an den Wettbewerben eingesetzten Originalmodelle haben sogar überlebt und zwar in bestem Zustand. Kazmirski gilt heute wohl als der bekannteste Pionier der RC-Szene und trug die Namenskürzel Ed oder Kaz. Er wurde geboren am 20.6.1921, stammte aus Chicago, Illinois, USA und verstarb am 31.12.2007 im Alter von 86 Jahren.

 

Quellen: AW, MFS 4/2010, 2/2011, http://classicpattern.com/zurich-1960/?lang=en. The AMA History Program: Biography of Ed Kazmirski, div. Planarchive A2

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kirch, Gunther

 

Deutscher Konstrukteur des kleinen Uhus Variante 6 von 1984. Er war der Nachfolger von Helmut Walter, der für die Varianten 3 bis 5 zuständig war. Siehe auch Kirchs umfassenden Beitrag über den kleinen Uhu von Graupner.

 

Quellen: AW, http://www.flugmodellbau-kirch.de/Der-kleine-UHU.htm

Letztmals redigiert: 5.3.2024

 

 

Kirschke, Helmut

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen. Besonders bekannt geworden sind der Strolch von 1937 mit 184,8cm Spannweite und sein Baby mit 120cm Spannweite von 1934. Beide Pläne wurden beim Verlag Klasing & Co. GmbH in Berlin publiziert. Er konstruierte noch weitere Modelle, Segler wie Motormodelle.

 

Quellen: Planarchiv IGA, div. Planarchive A1, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Klauser, Ernst

 

Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen wie der Moeve mit 180 cm Spannweite und der Zürimoeve mit 200 cm Spannweite von 1970. Die Moeve hat er mit Franz Meier und die Zürimoeve mit Hanno Pfeiffer zusammen entwickelt. Ernst Klauser war massgeblich am Aufbau der Modellbaukurse des Schulamtes der Stadt Zürich beteiligt und hat zusammen mit dem Modellbaugeschäft von C. Streil & Co. mitgeholfen, diese Kurse bei Schülern und Lehrern so beliebt zu machen, dass dank den grossen Auflagen der Baukästen diese vergünstigt an die Schulen verkauft werden konnten. Werner Kölliker konnte sich 2009 ebenfalls an ihn erinnern und erwähnte seinen unermüdlichen Einsatz für die Modellfliegerei. Damit hat Ernst Klauser auch erheblich zum frühen Erfolg der Modellbaufirma C. Streil & Co. beigetragen. Leider konnte ich von keinem der erwähnten Modelle Pläne finden.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker.

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kober, V.

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Zollikofer mit einer Spannweite von 120 cm, Jahreszahl unbekannt. Ferner konstruierte er auch den kleinen Sambo mit nur 62 cm Spannweite.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kohler, Peter

 

Schweizerischer Konstrukteur eines grösseren RC-Elektroimpellermodells P-16 der FFA Altenrhein. Er erbaute das Modell mit einer Spannweite von 101 cm im Massstab 1:11. Das Modell hatte ausgezeichnete Flugeigenschaften und ist insgesamt über 100 Mal in der Luft gewesen. Der P-16 von Peter Kohler wurde in der Zeitschrift FMT Extra Elektroflug Ausgabe 2002 und in der Zeitschrift elektroModell 1/2003 in ausführlichen Berichten vorgestellt. Dort erhält der interessierte Modellbauer zusätzliche, nähere Informationen über den FFA P-16 MK III. Das Modell flog mit einem Impeller des Typs Schübeler DS-51 der 90 mm-Klasse und einem Bürstenmotor Graupner Ultra 930-6 mit 8 V Nennspannung (Best-Nr. 6341) und einem Akkupack von 16 x 1700 SCRC von Sanyo. Das Modell gilt als der schönste Nachbau des P-16. Peter Kohler ist auch ein hervorragender Modellflugfotograf.

 

Quellen: AW, http://www.igejs.ch/index.php/projekte/15-nostalgie/37-ffa-p-16-mk-iii (Stand 11/2023 aktiv)

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kölliker, Werner

 

Schweizer Konstrukteur von mehr als 30 Modellflugzeugen, wovon rund 20 als Baukästen teils in grossen Auflagen produziert wurden. Über Werner Kölliker gibt es zwei detaillierte Berichte. Mehr siehe seine Biografie und seine Flugmodelle.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker, Hermann Mettler.

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Korbuly, Johann

 

Erfinder der weltbekannten Lern- und Holzspielzeug Baukästen "Matador". Unter anderem etablierte er 1937 einen Flugzeugbaukasten für einen Gleitflieger namens GF1. Das Modell hatte ca. 80 cm Spannweite. Siehe auch Prospekt Gleitflieger. Der Name des Konstrukteurs des Modells ist nicht bekannt.

 

Quellen: https://www.murinsel.at/matador/index.html, Planarchiv A1

Letztmals redigiert: 7.6.2024

 

 

Kraft, Phil

 

Phil Kraft aus den USA hatte ein ganz aussergewöhnliches modellbauerisches Leben. Seit frühester Jugend betrieb er Modellbau, und das sehr erfolgreich. In späteren Jahren baute personentragende Kunstflugzeuge. In den späteren 1960er Jahre Hier eine Zusammenfassung aus dem AMA History Project. Für weitere Infos siehe dort.

Er wurde im April 1926 geboren. Seine ersten Modelle waren gummigetrieben. Zwischen 1938 und 1941 gewann er alle Wettbewerbe in der Kategorie unter 16. Er konstruierte Wakefield-Modelle, gasgetrieben Freiflieger, Segelmodelle und setzte sie z. T. erfolgreich in Wettbewerben ein. Ca. 1956 begann er sich für ferngesteuerte Modelle zu interessieren. Unzufrieden mit den erhältlichen RC-Anlagen gründete er 1962 sein eigenes Unternehmen zur Herstellung von RC-Equipment. Er baute eine der ersten serienmässig hergestellten, proportional arbeitenden digitalen RC-Anlagen der Welt. 1967 wurde er Weltmeister in der Klasse RC-1. Ca. 1970 begann er mit der personentragenden Fliegerei. Das Konstruieren lag ihm auch dort und so entwarf er das Flugzeug Super Fli, ein einsitziges Sportflugzeug, das 1974 seinen Erstflug hatte. Seine wohl bekanntesten Modelle waren der Kwik Fly MK3 und das Ugly Stick. Aber auch von der Super Fli lässt sich ein Plan finden.

Phil Kraft verstarb im April 2006.

 

Quellen: Website von Urs Leodolter, the AMA history project, www.outerzone.co.uk

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Kratzsch, Walter

 

Er gehörte zu den ganz frühen deutschen Herstellern von Modellmotoren.

Walter Kratzsch wurde am 25.2.1899 in Gössnitz, Deutschland, geboren und studierte in Altenburg, Thüringen, Maschinenbau-Ingenieur. Danach arbeitete er längere Zeit als Konstrukteur für stationäre und in Schiffen betriebene Dieselmotoren. Danach begann er mit dem Bau eigener Motoren. Walter Kratzsch achtete von Anfang an darauf, dass seine Motoren ganz auf die Verwendung im Modellflug zugeschnitten waren. Nach seinem Versuchsmotor F30B von 1931 folgten ein A4 von 1931 und dann noch ein F10B. Es waren Benzinmotoren mit Zündkerzen.

 

Obwohl anfänglich noch völlig unerfahren in diesem Fachgebiet, wagte er sich daran, seine Motoren an Kunden zu verkaufen und gründete Anfang 1935 seine Firma Kratzsch-Motorenbau, Gössnitz, als Einmannbetrieb. Er baute auch eigene Flugmodelle, um sich Erfahrung im praktischen Einsatz seiner Motoren anzueignen. Er vertrieb seine Motoren unter dem Markenzeichen Kratmo. Was während des Krieges mit seiner Werkstätte lief, ist nicht überliefert, hingegen findet sich seine Spur wieder nach dem Krieg, als Thüringen nun zur DDR gehörte. Walter Kratzsch baute weiter Motoren. Bekannt wurden die Kratmo 35 und 40, welche in Mopeds verbaut wurden. Walter Kratzsch verliess die DDR um 1951, da ihm die Behörden den Bau etwas grösserer Mopedmotoren verwehrten. Er übersiedelte noch vor dem Bau der Mauer nach Isny im Allgäu, wo er Mopedmotoren baute. Von den ganz alten Motoren aus den 1930er Jahren haben nur wenige Sammlerstücke überlebt, doch werden heute Replikas produziert.

 

Es gab auch einen Bernhard Helmuth Kratzsch, welcher Hans Hörnlein 1948 einen grösseren Posten Motorenteile verkaufte, welche 2 cm³-, 2.5 cm³- und 4.8 cm³-Dieselmotoren betrafen. Noch werweisse ich, ob zwischen Bernhard Helmuth Kratzsch und Walter Kratzsch ein Zusammenhang besteht. Zusätzlich kommt hinzu, dass für beide die Namen manchmal auch als Kratsch ohne das 'z' geschrieben werden.

 

Quellen: AW, div. Infos aus dem Internet, gefunden unter 'Kratzsch'.

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Lauer, Martin

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens ML-19 aus dem Jahre 1937 mit 272 cm Spannweite. Wolfgang Onken besitzt noch ein fliegendes Exemplar. Ferner baute er 1938 den ML-22 (Schweizer Schüler 1) mit 120cm Spannweite. Weiter zeichnete er das Radio Schülermodell ML-25 mit 181cm Spannweite. Ich finde noch ein weiters Radio Schüler-Modell ohne Zusatzbezeichnung mit 100 cm Spannweite, das ebenfalls Lauer zugeschrieben wird. Dies konnte ich noch nicht verifizieren.

 

Quellen: AW, MFS 6/2013. Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Leodolter, Urs

 

Schweizer Konstrukteur von Modellflugzeugen. Von Beruf war er ursprünglich Schreiner, dann Architekt FH (HTL), heute Captain Airbus A320 und CEO der Leomotion GmbH. Mit seinen Eigenkonstruktionen habe ich mich bis heute noch nicht befasst, doch ist mir ein Modell in Erinnerung, welchen Evolution hiess. Weitere Namen folgen nach und nach. Urs Leodolter ist als sehr erfolgreicher Modellflugpilot bestens bekannt und hoch dekoriert: Zweifacher Welt- und Europameister in der Elektroflugklasse F5B. Noch heute fliegt Urs Leodolter fast jedes beliebige Modell in gekonnter Weise. Ich hatte das Glück, seine Flugkünste zu geniessen, als er 2015 in Hittnau den Hawk von Ueli Amacker vorflog. Noch bekannter wurde er durch seine von ihm entwickelten Flugmodelle und die bürstenlosen E-Motoren, welche er über seine Firma Leomotion GmbH vertreibt. Nicht unerwähnt bleiben darf sein privat betriebenes Modellflugmuseum, in welchem man vor allem die Entwicklung der Fernsteuerungen von Anfang an bis heute praktisch lückenlos verfolgen kann. Aber auch alte Verbrennungsmotoren, Flugmodelle, Baukästen, Kataloge usw. gehören dazu.

 

Quellen: AW, seine Website www.leodolter.ch, Kurzgespräch in Hittnau mit Arnold Wirz beim 39. Militky-Cup 2015.

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Lindner, Rudolf

 

Rudi Lindner war ein deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen wie etwa der Spinne von 1954, mit welcher er 1954 und 1955 Weltmeister in der Klasse A2 (heute F1A) wurde. Sie hatte 192 cm Spannweite und der Flügel glich dem späteren Kö III ein wenig, hatte die gleiche Flügelhalterung und ein ganz offensichtlich gleiches Profil, aber eine stärkere V-Stellung des Flügels. Sogar das Höhenleitwerk hatte diese V-Stellung. Sie war quasi das Markenzeichen der Spinne.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A3, Volarlibrementegliders, MFS 6/2016 

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Löffler, Joachim

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen. Überliefert ist sein A2-Segler Junior mit 187 cm Spannweite (1965). Ferner ist mir noch in Erinnerung, dass er auch für das Modell Freundschaft als Konstrukteur auf einem Bausatz genannt wird. 1963 wurde er mit einem Gummimotormodell der Wakefield-Klasse Weltmeister. Für das Modell Freundschaft nannte der Bausatz-Hersteller aber auch die beiden Konstrukteure Werner Stöbe und Oskar Pfeufer. Diese Modelle wurde bei Anker Mechanik Eisfeld in Schönbrunn, Thüringen, DDR, produziert, vermutlich über Jahrzehnte. Für sein Weltmeistermodell L-8 findet sich bei Outerzone ein Plan.

 

Quellen: AW, Original-Bausatz. www.rc-network.de, div. Planarchive A2, A5, www.fai.org/wakefield-international-cup-1963

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Lühmann, Peter

 

Peter Lühmann stammte vermutlich aus Süddeutschland, doch ist über ihn im Internet praktisch nichts Näheres mehr zu finden ausser einem Bericht in der Bastlerzeitschrift 'Das Hobby' von November und Dezember 1957. Er war der Vorgänger des Schweizers Ernst Furrer und versuchte ebenso wie dieser, seine Pläne über den Pulsojet unter die Modellbauer zu bringen. Die Erfahrungen in Deutschland dürften kaum anders verlaufen sein wie in der Schweiz. Man war anfänglich begeistert über den neuen Antrieb, musste dann aber erkennen, dass er wegen seinem Lärm und der Unmöglichkeit, das Triebwerk zu regulieren und leiser zu machen, nicht den Bedürfnissen der meisten Modellflieger entsprach.

 

Quellen: AW, "Das Hobby" von 11 + 12/1957

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Lüscher, Werner

 

Lüscher war Mitglied der Modellbau-Gruppe Strengelbach. Er konstruierte ein Modell der Jodel Robin. Dieses Modell wurde ab ca. 1978 durch Hope Modellbau in namhafter Stückzahl hergestellt und vertrieben. Weiter stammt auch die Konstruktion der Partenavia P68 Victor von ihm, welche Hope vertrieb.

 

Quellen: Hochuli Peter

Letztmals redigiert: 15,12.2023

 

 

Luxemburg, W. J.

 

Holländischer Konstrukteur eines Seglers namens Zephyr mit einer Spannweite von 218 cm im Jahre 1947.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1 

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Maikis, Claus

 

Claus Maikis ist ein bekannter und sehr erfolgreicher deutscher Konstrukteur zahlreicher Fesselflugmodelle. Seine modellfliegerische Laufbahn begann in den frühen 1960er Jahre mit Freiflugmodellen, vermutlich wohl Handwurfgleiter, A1- und A2-Modelle. Nach einem Besuch an einer Fesselflugveranstaltung schwenkte er dann in diese Fachrichtung über. Auf seiner Website berichtet er ausführlich darüber, daher wollte Arnold Wirz nicht alles abschreiben, sondern verwies direkt auf http://www.fesselflug.eu/html/french-connection.html. Anmerkung: Diese Webseite ist seit 2021 nicht mehr aktiv.

Bei Belair kits kann (Stand 11.2023) ein Fesselflugmodell von Maikis erworben werden, der Boogie Woogie.

 

Quellen: AW, www.rc.network.de, www.belairdigital.co.uk

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Marazza, Italo

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Ticino mit 84 cm Spannweite aus dem Jahre 1943. Italo Marazza war vor dem 2. Weltkrieg Privatpilot und flog eine Sportmaschine des Typs Bücker Bü-180B Student mit der Immatrikulation HB-UTO. Marazza stammte aus der Gegend von Bellinzona.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, Schweizerisches Bundesarchiv.

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Marti, Hans

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Pirol von 200 cm Spannweite im Jahre 1937/1940 sowie des Pinguin mit ebenfalls 200 cm Spannweite aus dem Jahre 1941. Der Pinguin wird noch heute gerne nachgebaut und geflogen. Auch Werner Kölliker hat ihn nachgebaut und noch ein Foto von 1942 aufbewahrt, siehe seine Biografie[RB1] .

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 6/2013, MFS 4/2015.

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Mathys, Robert

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Adler mit einer Spannweite von 216 cm von 1943.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Matt, Wolfgang

 

Liechtensteinischer Konstrukteur von zahlreichen äusserst gelungenen Modellflugzeugen, speziell in der Klasse F3A. Er nahm ohne Unterbrechung seit 1967 an nicht weniger als 19 Weltmeisterschaften teil und gewann dabei 13 Medaillen: viermal Bronze, siebenmal Silber und zweimal Gold.

1975 wurde Wolfgang Matt in Bern zum ersten Weltmeister in der Klasse F3A, vormals F1C. Er zeichnete sich aus als grossartiger Sportsmann, Organisator eines internationalen F3A-Wettbewerbs sowie anderer Veranstaltungen und war ein Vorbild in der Jugendförderung usw. Näheres siehe auf seiner Webseite (Stand 11/2023 aktiv)

 

Quellen: AW, Emil Giezendanner in MFS 5/2015, www.matt-rc.li

Letztmals redigiert: 30.11.2023

 

 

Meier, Franz

 

Der Zürcher Oberländer Franz Meier lebte von 1930-2018 und war schon seit den 1960er Jahren weit herum ein Begriff in der Szene der massstäblichen Flugmodelle. Als gelernter Schreiner und Maschinen-zeichner hatte er genau die richtigen Voraussetzungen, um erfolgreich Modelle zu bauen, die bis ins kleinste Detail nachgebildet waren. Die Pläne seiner Modelle waren viele Jahre lang im Neckar-Verlag erhältlich und wurden fleissig gekauft. Er wirkte auch als Fachautor und konnte so sein umfangreiches Wissen weitergeben. Er selber sah sich aber viel mehr als Konstrukteur und nur selten als Modellpilot. Seine Modelle wurden vor allem von seinen Freunden geflogen. Dennoch war er an vielen Meisterschaften zugegen und stand mehr als unauffälliger Helfer, Mechaniker, Reparateur oder Berater zur Verfügung.

 

Bekannt geworden sind vor allem seine beiden Hunter-Versionen mit Propeller und Impeller, die Polikarpow I-153 Tschaika, die Gee Bee R-2, die Grumman F8F Bearcat sowie deren Renn-Versionen American Jet und Rare Bear, die North American P-51 Red Baron und die F-86D Sabre, die Waco UPF-7, die Republic P-47D Thunderbolt, die Grumman F6F Hellcat und F7F Tigercat, die Grumman J2F Duck, die Douglas A-1 Skyraider, die Jakowlew Jak-11 und die Chance-Vought F8U Crusader. Seine Modelle bewegten sich in aller Regel in der Grössenordnung 150 cm Spannweite. Sein letztes Modell von 1999, die Tschaika, war mit 210 cm etwas grösser. Ausserdem war er bei der Entwicklung der Moeve von Ernst Klauser beteiligt. Bis heute haben zahlreiche seiner Modelle überlebt, teils in flugtüchtigem, teils in reparaturbedürftigen Zustand. Sein Sohn Renato Meier hat später das Fliegen der Modelle übernommen und besitzt noch viele Fotos von Vaters Modellen. Nello Nero hat wohl die grösste Sammlung Meiers Modellen.

 

Quellen: AW, MFS 2/2019

Letztmals redigiert: 1.12.2023

 

 

Meier, Josef

 

Josef Meier ist ein früher Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen. Sein Name wird 1943 erstmals genannt im Zusammenhang mit einem Modell namens Jelmoli 3, einem Segelflugzeug mit 178/180 cm Spannweite. Von diesem Modell gibt es noch je ein fliegendes Exemplar bei Walter Steudler und bei Hans Greising. Das Modell Nabholz 1 wird auch einem Meier zugeschrieben, ohne weitere Bezeichnung. Ob es sich hier um Josef Meier handelt? Josef Meier hat einen 'Beinahe-Namensvetter' Josef Meyer aus Villmergen, mit dem er nicht verwechselt werden sollte.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 6/2013, 4/2015

Letztmals redigiert: 1.12.2023

 

 

Messmer, A.

 

Schweizer Konstrukteur eines Gummimotor-Modells namens Pro Aero Esso aus dem Jahre 1939. Alfred Genther besitzt noch ein fliegendes Exemplar.

 

Quellen: AW, MFS 6/2013, MFS 4/2015, div. Planarchive A1.

Letztmals redigiert: 2.12.2023

 

 

Meyer, Fred

 

Der Schweizer Konstrukteur entwickelte 1963 in Zusammenarbeit mit Werner Oggerli und Werner Kölliker den Kö B Standard.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker.

Letztmals redigiert: 2.12.2023

 

 

Meyer, Josef

 

Schweizer Konstrukteur des legendären A2-Modells Rüebliländer von der Modellfluggruppe Villmergen AG aus dem Jahre 1958. Streil legte das Modell als Baukasten auf und verkaufte den viele Jahre lang. Später gab es noch eine Version mit grösserem Rumpf für den RC-Einbau. Hope verkaufte noch Restbestände vom Rüebliländer nachdem er die Rechte an diversen Modellen von Streil gekauft hatte.

 

Quellen: Originalbaukasten, Baubeschrieb des Rüebliländers, diverse Streil-Kataloge, P. Hochuli, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 17.2.2024

 

 

Meyer, Peter

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens PM-27 mit einer Spannweite von 265 cm aus dem Jahre 1934 und einem weiteren namens PM-30 aus dem Jahre 1938 mit einer Spannweite von 153 cm. Im Paul- Hucke-Archiv und im Antikmodell-Planarchiv Walter Wolf wird der Name als Mayer geschrieben, in Modellflugsport 6/2013 und 4/2015 aber als Peter Meyer, was vermutlich die richtige Schreibweise ist. Die Herren Wolfgang Onken und Peter Widmer besitzen noch je ein fliegendes Exemplar des PM-30.

 

Quellen: AW, MFS 6/2013, MFS 2014, MFS 4/2015. Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 2.12.2023

 

 

Meyer, Werner

 

Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen. Vorerst bekannt geworden sind mir zwei äusserst sauber gebaute A2-Segler aus der Zeit um etwa 1980 oder etwas später.

 

Quellen: AW, ?

Letztmals redigiert: 2.12.2023

 

 

Michalicka, Otto

 

Der Dresdner baute im Jahre 1936 ein hochstartfähiges Entensegelflugmodell. Die Baupläne sind immer noch erhältlich bei Kirchert. Mehr dazu siehe unter RC-Network.de unter dem Suchbegriff Michalicka, Otto. Hans-Jörg Fischer wusste, dass es über diesen Konstrukteur noch 8mm-Schmalfilme gibt.

 

Quellen: AW, Hans-Jörg Fischer, Dresden, div. Planarchive A1, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 2.12.2023

 

 

Militky, Fred

 

Er entwarf ursprünglich Segelflugmodelle, wie etwa die Cobra im Jahre 1956 und den Amigo II 1966. Auch ein Modell namens Trabant stammte von ihm und wurde bei Graupner vertrieben. Die Cobra hatte 182.8 cm Spannweite. Er baute als zweiter Europäer ein kleines, frei fliegendes Modellflugzeug namens FM-241 mit Elektroantrieb. Erfolgreicher Erstflug am 18.3.1959. 1960 folgte der elektrisch angetriebene Silentius, welcher von Graupner vertrieben wurde. Um etwa 1975 folgte noch der Hi-Fly mit 230 cm Spannweite, angetrieben von 2 Marx-Monoperm-Motoren und den ersten NiCd-Akkus von Varta.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A3, MFS 2/2015. http://swiss-skysport.ch/silentwings/geschichte-des-elektroflug-modellsports

Letztmals redigiert: 2.12.2023

 

 

MKT Modellbautechnik

 

Firma der Gebrüder Schaub in Diessenhofen, siehe dort.

 

Quellen: Wikipedia, www.rc-network.de.

Letztmals redigiert: 26.11.23

 

 

Moy, Thomas

 

Britischer Konstrukteur des ersten Fesselflugmodells überhaupt. Er baute und erprobte im Jahr 1875 ein gefesseltes Motorflugmodell mit Dampfmaschinenantrieb und 4 m Spannweite! Allerdings tat er das nicht in modellflugsportlicher Absicht, sondern er benützte das verkleinerte Modell lediglich, um seine Idee eines grossen Motorflugzeuges zu überprüfen. Davon gibt es Aufnahmen und einen ausführlichen Bericht in Wikipedia.

 

Quellen: AW, Wikipedia

Letztmals redigiert: 2.12.23

 

 

Muschner, W.

 

Deutscher Konstrukteur eines der ersten RC-Modelle namens Mu-118 Mufunkulus in Deutschland im Jahre 1955. Spannweite 230 cm, Gewicht 2.4 kg. Das Modell schnitt an Wettbewerben stets gut ab.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, rc-network.de

Letztmals redigiert: 2.12.23

 

 

Nabholz, F.

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Nabholz 1 mit 120 cm Spannweite im Jahre 1939. Andere Quellen nennen einen gewissen Meier als Konstrukteur, was wohl eher richtig ist. Welcher der vielen Meier das denn genau ist, konnte ich noch nicht herausfinden.

 

Quellen: Planarchiv IGA, div. Planarchiv A2. 

Letztmals redigiert: 2.12.23

 

 

Nägele, Hermann

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen wie den Therming IV mit 192 cm Spannweite im Jahre 1951 und Motormodellen wie Bumerang oder V51. Hermann Nägele war auch Segelflugpilot von grossen Seglern. Von 1951 bis 1957 entwickelte er zusammen mit Prof. Dr. Richard Eppler das erste einsitzige Segelflugzeug welches vollständig aus GFK aufgebaut war: Die FS-24 Phönix der Akaflieg Stuttgart, mit welcher er im November 1957 auch den Erstflug absolvierte.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1,Wikipedia unter FS-24

Letztmals redigiert: 2.12.23

 

 

Napjus, P.

 

Holländischer Konstrukteur von zahlreichen Segelflugmodellen, darunter der PN-3 Don Quichote mit einer Spannweite von 195 cm im Jahre 1937, dem PN-17 Flierefluiter mit einer Spannweite von 183 cm im Jahre 1938 und dem PN-19 Pallieter mit 204 cm Spannweite im Jahre 1942.

 

Quellen: div. Planarchive A1, http://www.antiquemodeler.org

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Odermatt, Kurt

 

Schweizer Konstrukteur des kleinen Uhus von Graupner/SJ der Variante 8 von 2014 mit Jedelsky-Profil. Kurt Odermatt wohnt im Kanton Aargau und arbeitet als Verkaufsberater bei HOPE-Modellbau in Schöftland. Er ist ein Freund der Eigenbauflugmodelle, Baukästen sind da mitgemeint, sofern es ordentlich was zu bauen gibt. Er selber fliegt noch gerne seinen auf Elektroantrieb umgebauten Kapitän von Graupner aus dem Jahre 1956. Zudem hat er einen Bausatz entwickelt, welcher sich vom Urmodell von Graupners kleinem Uhu ableitet. 2015 erschien in der Aargauer Zeitung ein sehr lesenswerter Beitrag über ihn und sein Schaffen. Später wechselte er in die Firma aerobel, welche Holzbausätze verschiedener Modelle fertigt. Unter anderen sehr schönen Bausätzen ist dort ein Abkömmling vom Kleinen UHU, Version 2014 unter dem Namen Pelikan erhältlich.

 

Quellen: AW, http://www.flugmodellbau-kirch.de/Der-kleine-UHU.htm (Stand 12.2023 aktiv), http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/wyna-suhre/der-alte-kapitaen-geht-in-die-luft-129541409, www.aerobel.ch

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Ogawa, Shigeo

 

Japanischer Konstrukteur von Modellmotoren. Er gründete 1936 seine erste Werkstätte und baute kleine Dampfmaschinen. Noch im gleichen Jahr entwickelte er auf Anregung eines amerikanischen Käufers einen 1.6 cm³-Benzinmotor unter der Bezeichnung OS Type-1, von welchem auch etwa 200 unter dem Markenname Pixie ins Ausland verkauft wurden. Es folgten weitere Modellmotoren wie der OS Type-2 mit 7 cm³ im Jahre 1937 und der OS Type-3 mit 7.5 cm³ im Jahre 1938. Diese drei Typen setzten den Grundstein für die OS Motoren. OS ist das Kürzel für Ogawa, Shigeo. Es folgte dann ab 1954 die OS Max-Reihe, alle als Zweitakt-Glühzünder. 1970 folgte als Einzelläufer ein Wankel-Motor und 1976 der erste Viertakter, 1979 der erste Viertakt-Boxer mit 20 cm³ Hubraum usw.

 

Quellen: AW, Website von O.S. Engines

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Oggerli, Werner

 

Der Schweizer Konstrukteur entwickelte zusammen mit Fred Meyer und Werner Kölliker den Kö B Standard. Das war etwa um 1963.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Oschatz, Albrecht

 

Deutscher Konstrukteur eines Anfänger-Segelflugmodells der Klasse A1 namens Pionier mit einer Spannweite von 106.2 cm in der Zeit um 1960. 1969 war Albrecht Oschatz auch in der Gummimotorklasse Wakefield aktiv und gewann offenbar Wettbewerbe. Der Bausatz des Pioniers wurde vertrieben durch die Firma VEB Anker-Mechanik Eisfeld in 6114 Schönbrunn, Thüringen, DDR. Der Pionier weist vom Äusseren her die typisch pummelige Erscheinungsweise mit Knollennase aller Modelle der 1960er Jahre auf, doch mit ganz kleinen Änderungen gelang es Arnold Wirz, das Modell so zu gestalten, als wäre es erst 2020 auf den Markt gekommen, was aufzeigt, welch geniale Konstruktion der Pionier eigentlich war. Mehr siehe unter Freiflug-A1-Segler Pionier (Link folgt[RB2] ).

 

Quellen: AW, Original-Bausatz.

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Oswald, Arthur

 

Deutscher Konstrukteur diverser Modelle. Z. B. der kleinen Segler Primaner und Slipper. Bekannter geworden ist er durch seine Modell Jupiter V, ein eleganter Segler mit 198 cm Spannweite aus dem Jahr 1950 oder auch dem Nurflügler AO-S 10 mit 180cm Spannweite aus dem Jahr 1940. Viele seiner Modelle wurden durch Graupner hergestellt.

 

Quellen: div. Planarchive A3. 

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Pénaud, Alphonse

 

Französischer Konstrukteur des weltweit ersten Modellflugzeuges namens Planophore im Jahre 1871. Es hatte eine Spannweite von 45 cm, eine Länge von 50 cm und ein Gewicht von 15 g und wurde von einem Propeller mit Gummimotor angetrieben. Dabei erfolgte erstmals die bewusste Anwendung der Einstellwinkeldifferenz. Alphonse Pénaud gilt heute als der Gründer der Modellfliegerei schlechthin.

 

Quellen: AW, MFS 5/2015. Schweizerischer Modellflugverband unter Hall of Fame. Wikipedia

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Petersen, Bryce

 

Britischer Konstrukteur eines RC-Modells für einen Bausatz von Graupner für 8 cm³-Zweitakt, 15 cm³-Viertakt-Motoren, aber auch für den OS-Wankelmotor geeignet. Der Bausatz wurde vertrieben ab etwa 1971. Das Modell hatte eine Spannweite von 158 cm, eine Länge von 120 cm, eine Flügelfläche von 38.71 dm² und wog um 3.2 kg. Das in Holz gehaltene Modell war eine North American AT-6/SNJ Harvard. Man trifft noch heute gelegentlich auf diese Graupner AT-6, dann aber meist auf einem E-Motor umgerüstet.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A5 

Letztmals redigiert: 4.12.23

 

 

Pfeiffer, Hanno

 

Hanno Pfeiffer, geboren im Jahre 1928, verstorben am 7.2.2018, wuchs in Boston MA, auf und kam schon früh zum Modellflug. Mit 20 Jahren begann er ein Studium am Konservatorium in Zürich und wollte eigentlich Sänger werden. Nach dem Abschluss seines Studiums beschloss er, in der Schweiz zu bleiben. Er heiratete und das Paar bekam eine Tochter namens Sylvia. Neben seinem Beruf als Musiker, der fast alle Stilrichtungen beherrschte, baute er weiterhin an seinen Flugmodellen. Um als Berufsmusiker den grossen Durchbruch zu schaffen, war er allerdings zu bescheiden und es entsprach nicht seiner Art, sich gegen andere mit Macht durchzusetzen, um diesen Erfolg zu schaffen. Viel wichtiger war ihm die Lebensfreude, die er eben auch im Bau von kleinen Oldtimer-Flugmodellen aus Holz sah. Plastik- und Styropormodelle waren nicht so seine Art. Diesen Holzmodellen hat er bis zum Schluss die Treue gehalten.

 

Die letzten Jahrzehnte lebte er in Thalwil ZH und entwarf u.a. in den 1970er Jahren ein Segelflugmodell mit 134 cm Spannweite namens "Flamingo" (A1). Ebenfalls bekannt geworden ist seine Lerche (nicht zu verwechseln mit Zimmerlis Lerche), ferner die Moeve (A2) und der RC-Segler Zürimöve, den er zusammen mit E. Klauser 1970 konstruierte. Der Flamingo wurde bei C. Streil & Co. in Zürich als Baukasten produziert, ebenfalls die Gummi-Lerche, vermutlich in jener Zeit, als er dort arbeitete. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Modellfluggruppe Grischhei. Zu seinen Kollegen gehörten etliche bekannte Modellflieger wie Bruno Ferrari, Dominique Vultier, Hans-Jürg Baum usw. Besonders angetan haben es ihm auch die Gummimotor-, die Kohlensäure- und Dieselmotoren, ganz besonders die kleinen. In der Modellflugszene war er bekannt für seine Liebenswürdigkeit, seine Konzilianz, seine sprichwörtliche Bescheidenheit, aber auch für seine perfekte Bauweise und seine Flugkünste. Neben den kleinen Modellen entwarf er zwischendurch aber auch grössere Kaliber wie etwa den Fleet Trainer von 1934 mit einem Saito 120er-Motor oder einem 4m-Segler.

 

Hanno Pfeiffer entwickelte zahlreiche weitere Flugmodelle, auch Wasserflugmodelle und galt in Modellflugkreisen als sehr passionierter Modellflieger und genialer Konstrukteur. Das Geniale versteckte sich bei ihm bisweilen ganz im Kleinen.

 

Quellen: AW, etliche Publikationen in MFS, Peter Müller, Planarchiv IGA, Prospekt und Katalog von C. Streil & Co. Nachruf in MFS 2/2018.

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Pfenninger, Max

 

Schweizer Konstrukteur zahlreicher bekannter Flugmodelle. Er wurde geboren in Stäfa ZH am 16.4.1922, wo er auch die Schulen besuchte. Nach der Sekundarschule absolvierte er eine Lehre als Konditor, doch wäre er lieber Schreiner geworden. Danach zog er nach Zürich an den Kiefernweg 27. Er fuhr anfänglich einen Fiat Topolino und später einen Fiat 1100, war verheiratet und hatte eine Tochter. Den Beruf des Konditors hängte er noch vor dem 30. Altersjahr an den Nagel und fand eine gute Stelle bei der Firma Solis AG, wo er über 35 Jahre blieb. Seiner Tochter Ursi und der Spitex Zürich war es zu verdanken, dass Max Pfenninger nicht in ein Heim musste, sondern bis zuletzt in seiner Wohnung am Kiefernweg bleiben konnte. Doch die Altersbeschwerden machten sich schon einige Zeit zuvor bemerkbar und so liess dann seine fliegerische Tätigkeit laufend nach. Nach der Abgabe seines Führerscheins liess er es sich aber nicht nehmen, mit seinen Kameraden noch viele Jahre lang an die Piste in Eglisau mitzukommen oder an den Monatsversammlungen der MG Zürich wie auch an den GVs teilzunehmen.

 

Über seine ganz frühen Modellflugaktivitäten ist wenig bekannt. Immerhin konnte ich anhand seines ältesten überlebenden Modells, dem Radio-Schüler-Modell ermitteln, dass er schon als 14-Jähriger Flugmodelle gebaut hat, denn dieses Modell wurde von Werner Schramme im Jahre 1936 konstruiert und der Bau am Radio vermittelt. Mit Sicherheit war es aber nicht sein erstes Modell. Gesichert ist hingegen seine Mitgliedschaft bei der Motorfluggruppe Zürich ab dem Jahr 1951. Er errang einige Titel als Regional- und Schweizermeister und war auch Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft in Zagreb 1970. Er gewann diverse Freundschafts- und Gruppenwettbewerbe und zuletzt noch im Jahre 2000 den Oldtimer-Segel-Schlepp in Kulm AG. Von 1954-1961 und von 1964-1966 war er Obmann der MG Zürich. 1972 wurde er zum Ehrenmitglied der MG Zürich ernannt. Ehrenmitglied war er auch beim AeCS Zürich, beim NOS und bei der MG Flaachtal. Seine persönliche Flugnummer bei der MG Zürich lautete ZH-14. Er war mit dem MG-Mitglied Gody Wettstein eng befreundet. Viele Jahre lang besuchten sie zusammen unzählige Wettbewerbe aller Art.

 

Er war spezialisiert auf den Nachbau alter Segler. Als Vorbild dienten ihm meist manntragende Flugzeuge aus der Segelfliegerei. Später war es dann der Segler-Schlepp. Er besass eine grosse Sammlung solcher Nachbauten, die alle durch hohe Massstäblichkeit auffielen. Ein bekanntes Modell war der Spalinger S-10 Zürivogel aus dem Jahr 1928, den er im Massstab 1:3 (!) nachbaute. Dieses Modell hat rund 4 Meter Spannweite. Heute ist es im Besitze von Peter Schuppisser. Über zahlreiche seiner Modelle gab es in MFS immer wieder Berichte.

 

Noch zu Lebzeiten sorgte er dafür, dass seine zahlreichen Modelle nach seinem Hinschied in die richtigen Hände kamen. Dies besorgten dann seine Freunde Bruno Ferrari und Walti Wuhrmann. Über einen Aufruf konnten sie alle Modelle neu platzieren. So hat er es schon einige Jahre zuvor in einem Bericht in MFS leise angedeutet und genau so kam es auch, als er am 10. Januar 2016 verstarb. Zwei kleinere Modelle wie ein Zürihegel (Arnold Degen) von 1945 und ein Radio-Schüler-Modell (Werner Schramme) von 1936 landeten bei mir. Leider findet sich im Internet fast nichts mehr über Max Pfenningers Modellfliegerleben. Von einem ehemaligen Mitarbeiter der Firma Streil erfuhr ich zudem, dass Max Pfenninger auch beratend bei C. Streil & Co. tätig war. Neben der Beratung fand er auch noch Zeit, im Lager für Ordnung zu sorgen und manchmal auch am Streil-Katalog mitzuarbeiten. Er wurde auf dem Friedhof Nordheim in Zürich beerdigt.

 

Quellen: AW, Nachruf von Walti Wuhrmann in MFS 2/2016 und Berichte in früheren Ausgaben, div. Planarchive A4„. Infos von Gody Wettstein

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Pfeufer, Oskar

 

Siehe unter Stöbe, Werner!

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Porta, B.

 

Schweizer Konstrukteur eines kleinen Seglers Phenix mit 100 cm Spannweite im Jahre 1942.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1 

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Poulain, Robert

 

Französischer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Bannsperber, entwickelt im Jahre 1935 mit 240 cm Spannweite. Robert Poulain, geboren im Jahre 1907, war auch Segelflieger von grossen Flugzeugen und wirkte als Fluglehrer. Der Plan des Modells wurde 2007 neu überarbeitet von André Creteau, damit es heute als RC-Modell geflogen werden kann. Ecritech in Frankreich bietet ein leicht vergrössertes Modell nach dem Plan von Poulain als Bausatz an.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A5…, www.ecritech.fr (Stand 12.2023 aktiv)

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Prettner, Hanno

 

Österreichischer Modellflugkonstrukteur und insgesamt 16facher Weltmeister, davon 7 Mal in der RC1/F3A. Geboren am 8.7.1951. Hanno Prettner begann mit 6 Jahren mit einem Graupner Kadett, den ihm sein Vater Hans Prettner dank guten Schulnoten schenkte. Auch dieser war erfolgreicher Modellflieger (Österreichischer Bundesmeister im Motorkunstflug RC III, erster Gewinner des Bled-Cups (Slowenien), erster Dolomitenpokalsieger in Lienz, Dauerflugrekord RC-Segler mit 1 Stunde 55 Minuten). Hanno Prettner stammt aus Klagenfurt und betreibt dort immer noch eine Modellflugschule beim Radgasthof Schütz. Seine bekanntesten Modelle sind in der nachfolgenden Liste erwähnt. Weitere Modelle von ihm sind ein P-51 Mustang, ein Circo, ein Stratos, ein Minare, ein Sensation usw.

Eine Weltpremiere war die Kabelverlegung im Hochgebirge mithilfe eines ferngesteuerten Modellflugzeugs, welche Hans und Hanno Prettner 1971 durchführten. Darüber berichtete die Zeitschrift "Flug- + Modell-Technik" in Heft 5/1972.

 

Seine WM-Titel in der Klasse RC1/F3A holte er:

 

1977 in Springfield, USA, mit Curare

1981 in Acapulco, Mexiko, mit Magic

1983 in Pensacola, USA, mit Calypso

1985 in Flevohof, NL, mit Supra Fly

1987 in Avignon, F, mit Supra Star

1989 in Virginia, USA, mit Supra Star

1993 in Nötsch, Kärnten, A, mit Mystic

 

Weitere ganz besondere Wettbewerbserfolge waren:

 

Vizeweltmeister und Silbermedaille 1975/1976 Bern, Schweiz

Gewinner Tournament of Champions 1974, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1975, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1976, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1977, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1978/79, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1980/81, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1982/83, Las Vegas

Gewinner Tournament of Champions 1988/89, Las Vegas

Europameister 1990/91, Salzburg, Österreich

Zweifacher Sieg Südafrikanische Meisterschaften

16-facher Österreichischer Staatsmeister

330 Siege auf nationalen und internationalen Meetings

Verschiedene Auszeichnungen für hervorragende Leistungen

Ehrenmitglied in Modellklubs in 12 Ländern rund um die Welt

 

Wie es heute (12.2023) um Hanno Prettner steht, konnte ich nicht ermitteln. Offenbar ist der Gasthof Schütz, wo er seine Flugschule gehabt haben soll, im Jahr 2018 geschlossen worden.

 

Quellen: AW, rc-network.de, www.rclineforum.de, Radgasthof Schütz, FMT 01/2012, Prop 1-2/2002, Flug- + Modell-Technik 5/1972, div. Planarchive A1, A3ƒ

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Raabe, Erich

 

Deutscher Konstrukteur eines massstabsgetreuen Nachbaus des Segelflugzeuges DFS Habicht mit 247 cm Spannweite im Jahre 1972.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4„

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Reiss, Fritz

 

Österreichischer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Zugvogel mit 138 cm Spannweite im Jahre 1956.

 

Quellen: AW, div Planarchive A1

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Ruckstuhl, Max

 

Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen. Bekannt sind zwei Segler aus den Jahren 1936 und 1937. Derjenige von 1936 hiess Ruckstuhl Nr. 1. Von jenem aus dem Jahre 1937 ist die Nr. nicht bekannt, dafür die Spannweite von 180 cm.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4„

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Runkel, Hermann

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Luftikus mit 210 cm Spannweite aus dem Jahre 1937.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1.

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Rüedi, P.

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Habicht mit 180 cm Spannweite im 1943.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Ruppli, E.

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Basler Beppi 2 mit 153 cm Spannweite im Jahre 1947.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4„.

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Rüesch, H.

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Fink mit 182cm Spannweite im Jahre 1943. Das Modell gewann beim Konstruktionswettbewerb vom AeCS den ersten Preis.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Sämann, Gustav

 

Deutscher Konstrukteur verschiedener Flugmodelle. Bekannt geworden ist vor allem sein Taifun (Gummimotormodell) von 1951. Vom Taifun hat er sogar eine kleine Broschüre aufgelegt, die beim Verlag O. Maier 1952 gedruckt wurde. Weiter baute er den Bussard (A2-Segler) von 1951. Auch von diesem Modell hat er beim gleichen Verlag eine Broschüre publiziert. Ferner konstruierte er die Hornisse (Gummimotormodell) 1955, ein Feuervogel (RC) von 1961 und eine Floride (Motormodell) 1962. Dieser wurde von Webra als Baukasten hergestellt. Auch die Caravelle (RC) von 1961 wurde als Baukasten vertrieben und zwar von Graupner. Ein weiteres Modell hiess Condor (ca. 1962). Es war ein RC-Segler mit aufsteckbarem Verbrennungsmotor.

 

Gustav Sämann wurde 1951 deutscher Meister und 1955 Weltmeister in der Klasse F1B (Wakefield), ferner noch Vizeweltmeister in der Klasse RC1 (heute F3A) im Jahre 1960 in Dübendorf, Schweiz. Die hier genannten Modelle wurden vor allem auch durch den Vertrieb von Bauplänen recht fleissig nachgebaut. Seine Modelle galten als ausgereift und hatten untadelige Flugeigenschaften. Gustav Sämann wurde 1922 geboren und verstarb im Oktober 2005. Er stammte aus Hannover und lebte zuletzt in Oberfranken.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A2, A3, A4, www.rc-network.de, Leidzirkular, www.rclineforum.de

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

Schafroth, F.

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Sperber mit 120 cm Spannweite im Jahr 1942, sowie einer Möve mit 60 cm Spannweite, Jahrgang nicht bekannt. Er war Mitglied der MG Burgdorf.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schaub, Gebrüder

 

Die Gebrüder Schaub führten die Firma MKT Modellbau in Diessenhofen. MKT ist die Abkürzung für Modell und Kunststoff-Technik. Zu den Gebrüder Schaub und ihrer Firma MKT findet man heute (12.2023) kaum noch Informationen im Netz. Lediglich bei RC-Network unter Wiki gibt es einige Fakten. Sie konstruierten und produzierten verschiedene Modell. Unter anderem produzierten sie auch Modelle anderer Konstrukteure. Einer der bekanntesten dürfte der Marabu der Gebrüder Giezendanner gewesen sein.

Laut rc-network wiki hat MKT folgende Modelle hergestellt (Liste nicht abschliessend):

Zögling, Segelflugmodell mit 200cm Spannweite, Konstrukteur?

Scout 20, Motor-Trainer mit 150cm Spannweite als Schulterdecker, Konstrukteur?

Scout E, Motor Trainer mit 150cm Spannweite, Schulterdecker, für E-Motor, Konstrukteur?

Iris, Segler mit 289cm Spannweite, Konstruktion Gebr. Schaub

Tell, Motor-Modell mit 152cm Spannweite als Schulterdecker, Konstruktion Gebr. Schaub

Tell 2, Motor-Modell mit 150cm Spannweite als Schulterdecker, Konstruktion Gebr.

Marabu Trainer, Motor-Modell mit 180 – 190cm Spannweite (je nach Quelle), Schulterdecker, auf dem Bauplan sind E. Giezendanner und E. Bachmann aufgeführt.

Marabu Mk-3, Motor-Modell mit 169cm Spannweite, Tiefdecker, Weltmeistermodell, Konstruktion Gebr. Giezendanner. Einen Plan findet man im VTH-Shop

Atlantis, Motor-Modell mit 160cm Spannweite, Tiefdecker, Konstruktion S. Wiesendanger, Gebr. Schaub

Cygnus 2, Segler mit 289cm Spannweite, Konstruktion Gebr. Giezendanner. Dieses Modell gab es mit Kreuz- und V-Leitwerk. Wurde durch Simprop vertrieben. Ob es noch andere Vertriebs-Kanäle gab ist mir unbekannt.

Cyrrus, Segler. Zu diesem Modell fin ich weiter keine Infos.

Zur Firma und der Zeit ihres Wirkens find ich keine Daten. Giezendanner wurde 1969 erstmals Weltmeister. Von daher schätz ich den Beginn der Firma auf ca. 2. Hälfte bis Ende 60er, Schluss war wohl in den 1980er-Jahren.

In den verschiedenen Börsen wird ab und zu ein Tell oder ein Cygnus angeboten. Marabus sowieso, von dem Modell gibt es auch moderne Nachbauten im Handel z. B. bei www.leomotion.com (Stand 12.2023). Informationen rund um MKT und ihre Modelle sind hochwillkommen.

 

Quellen: www.rc-Network.de wiki, div. Planarchive A3ƒ

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schenk, Helmut

 

Deutscher Pionier des Elektromodellflugs. Entwicklungsingenieur bei Multiplex. Konstruierte seine frühen Elektroflugmodelle E-1 und E-2, Jahrgang geschätzt um 1973. Er hat sich über all die Jahre stark engagiert für den Elektroflug und viele Arbeiten dazu publiziert. Er war auch beim ersten Militky-Cup in Pfäffikon dabei und zeigte ein Modell, welches sehr steil in den Himmel startete und eine erstaunliche Höhe erlangte.

 

Quellen: AW, MFS 3/2013, 2/2016

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schenker, Ruedi

 

Schweizer Konstrukteur und Erbauer zahlreicher Flugmodelle. Es sollen gegen 260 verschiedene Modelle gewesen sein. Ferner baute er unzählige Modellmotoren, rund 1000 Zeitschaltuhren, einige hundert Drosselvergaser für RC-Modelle sowie Schalldämpfer für RC-Verbrennungsmotoren. Er entwickelte auch einen besonderen Schalldämpfer in enger Zusammenarbeit mit Werner Kölliker, der dann für den Vertrieb sorgte. Das dürfte so um 1968 herum gewesen sein. Das Besondere an dieser Konstruktion war, dass der Schalldämpfer an sehr unterschiedlich grossen Motoren verwendet werden konnte. Zu dieser Zeit gehörte der "Kö Super Muffler" zu den weltweit ersten verfügbaren Schalldämpfern und er war von erstklassiger Qualität. Ruedi Schenker hat insgesamt rund 60'000 Schalldämpfer für RC-Motoren produziert. Werner Kölliker sagte mir jedoch, dass er vom "Kö Super Muffler" lediglich viele hundert Stück verkaufen konnte. Dies deutet an, dass Ruedi Schenker den grössten Teil seiner Schalldämpfer in Eigenregie produzierte und verkaufte, unabhängig von Kö. Im Weiteren baute er auch Propellerköpfe für Gummimotormodelle.

 

Ruedi Schenker kam in der Gegend von Schönenwerd SO am 10. Februar 1927 zur Welt und trat mit 13 Jahren der MG Schönenwerd bei. Sein erstes Modell war ein "Storch", den er schon mit 12 Jahren erbaute. Mit 14 Jahren erwarb er seinen ersten "Dyno I", den weltweit ersten wirklich brauchbaren Modelldiesel. Danach betrieb er eine Zeit lang Fesselflug und nahm mit mehr oder weniger grossem Erfolg an zahlreichen Schweizer Meisterschaften in den Kategorien Akro und Speed (2.5 cm³ und 10 cm³) teil. Er war von 1950-1970 Obmann der MG Schönenwerd und betrieb auch kurze Zeit den RC-Flug und zwar als einer der ersten im Jahre 1953. Schon 1955 bekam er das Ehrenabzeichen des AeCS. 1965 kam auch das Veteranenabzeichen dazu. Noch in den 1950er Jahren wechselte er zum Freiflug mit und ohne Motor. Seit 1952 und bis 1989 nahm er an 17 Weltmeisterschaften (1956: 8. Rang) und an 14 Europameisterschaften (1968: 3. Platz) teil. Er besass auch eine grosse Motorensammlung von über 300 Exemplaren. Ruedi Schenker verstarb am 23.3.2016 im Alter von 89 Jahren.

 

Quellen: AW, Werner Kölliker. Christian Gugger in MFS 3/2016 Seite 32 und 33

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schlatter, Walter

 

Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen. Er war Mitglied der MFG Bülach und entwickelte 1959 den bekannten Büli-Segler, welcher ein sehr fortschrittliches Modell darstellte und ab 1965 über C. Streil & Co. Zürich, unter dem neuen Namen Silberstar oder Silverstar oder später als Weiterentwicklung White Star als Baukästen erhältlich waren. Der Baukasten erwies sich als sehr erfolgreich. Der Segler hatte um 305cm Spannweite. Ein Plan zu dem Modell ist mir nicht bekannt.

 

Quellen: AW, Website MFG Bülach unter Geschichtliches.

Letztmals redigiert: 30.1.2024

 

 

Schmitter, Paul

 

Schweizer Konstrukteur eines Nurflügel-Seglers namens Stini 1 aus dem Jahre 1948. Gody Bachmann, Werner Batliner und Fritz Galbier besitzen noch je ein fliegendes Exemplar. Ferner baute er 1950 den Segler "Jürg 3" mit 164cm Spannweite und das Motormodell Vagabund mit 130cm Spannweite.

 

Quellen: AW, MFS 6/2013, MFS 6/2014, MFS 4/2015, div. Planarchive A1, A4

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schramme, Werner

 

Der Konstrukteur Werner Schramme lebte von 1908 bis 1991 und wohnte lange Jahre in Küsnacht ZH. Er war 1926 Gründungsmitglied der MG Zürich und erster Baukursleiter. 1980 trat er in die Vereinigung der Segelflug-Veteranen des AeCS ein. Er entwickelte in den 1930er Jahren zahlreiche Segelflugmodelle, wie die Konstruktionsnummern S-111 Fock, S-112 Fips und S-113 Boby verraten. Der Fock stammt aus der Zeit von 1933 und hatte 120 cm Spannweite, der Fips aus dem Jahre 1936 war ein Anfängermodell mit 60 cm Spannweite und der Boby hatte 100 cm Spannweite. Sein voller Name lautete Radio 1 Boby S-113. Dann wird noch ein Radio-Schüler-Modell von 1936 erwähnt mit 100 cm Spannweite. Dieses wurde 1700 Mal verkauft. 1936 wurde es an 5 Kursabenden vom Radio-Studio Zürich aus als Baukurs ausgestrahlt. Sprecher war Arnold Degen. Ein Original hat bei Max Pfenninger überlebt und ist glücklicherweise nach dessen Hinschied bei mir gelandet, wo es demnächst restauriert wird. Eine Schramme S-111 Fock wurde 2016 von Dominique Vultier wieder neu aufgebaut und fliegt. Ferner gab es 1936 auch noch einen Segler S-119 mit 150 cm Spannweite. Es existieren noch weitere Segler, sowie auch Modelle mit Gummimotorantrieb.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, Dominique Vultier, MFG Zürich Website

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schreckling, Dr. Kurt

 

Der deutsche Ingenieur, geboren 1939, baute den ersten flugfähigen Elektro-Helikopter und liess ihn während rund einer Minute fliegen. Er zeigte das Modell anlässlich des Militky-Cups in Pfäffikon ZH. Das war in den frühen 1980er Jahren. Ferner entwickelte er um 1989 das erste funktionstüchtige und rein handwerklich hergestellte Modelldüsentriebwerk. Dieses hatte noch einen hölzernen Verdichter! Er verfasste auch ein Büch über den Bau der Turbine unter dem Titel "Modellturbinen im Eigenbau", erschienen im vth-Verlag. Stand 12.2023 ist das Buch noch bei vth erhältlich.

 

Quellen: AW, Wikipedia. Modellflugsport 2/2015, div. Planarchive A3 

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schulze, Matthias

 

Deutscher Pionier bei der Entwicklung der ersten Drehzahlsteller für den Elektroflug. Matthias Schulze ist Ingenieur und entwickelte schon früh die Ultra-Motoren von Graupner. Auch bei Graupners Ladegräten war er involviert. Nebst eigenen Drehzahlstellern produzierte er auch Ladegeräte, Sendermodule, Empfänger und dergleichen, alles in bester deutscher Wertarbeit in einem eigenen Betrieb namens Schulze Elektronik GmbH. Diese Geräte bewährten sich bestens in Verbindung mit Plettenberg- und Lehner-Motoren. Er hat sich in all den Jahren eine treue Kundschaft aufgebaut, welche die hohe Qualität seiner Produkte zu schätzen wusste. Leider musste er 2013 dennoch den Betrieb überraschend schliessen, da die Konkurrenz aus Billiglohnländern ihm immer mehr zusetzte. Den Service für seine Geräte hält er aber aufrecht, insbesondere die Aktualisierungen der Software. Stand 12.2023 kann ich seine Webseite http://www.rcindependent.com nicht mehr finden.

 

Quellen: AW, MFS 3/2013

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Schuster, Jo

 

Deutscher Konstrukteur von erlesenen Holzmodellen. Er war der Schöpfer der Friendly-Familie. Dabei handelt es sich um eine ganze Reihe von Segelflug-Modellen. Alle ganz in Holz gebaut und als Fräs-Bausätze vertrieben. Aber auch moderne Nachbauten von «Antiken» wie den Stiegker, oder schnellere Hangmodelle wie der Woodray stammen von seinem Zeichenbrett. Seine Modelle haben eine grosse und treue Fan-Gemeinde.

Jo Schuster verstarb im Mai 2020. Seine Modelle werden heute (Stand 11.2023) von der Firma Philipp Schneider Modellbauservice hergestellt und vertrieben.

 

Quellen: www.modellbauservice.com, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Seeger, Kurt

 

Deutscher Konstrukteur eines Freiflug-Wurfgleiters namens Libelle mit 60 cm Spannweite nach dem Jahre 1964. Sein Modell wurde als Bausatz hergestellt von VEB MOBA in Schönbrunn, der Nachfolgefirma von Anker Mechanik Eisfeld.

 

Quellen: AW, Anzeige im Netz, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Seelig, Hans

 

Deutscher Konstrukteur des sogenannten Seelig-Timers DBGM. Es war jenes Modell mit der Nummer 193'738 mit 4 Funktionen, welches während Jahrzehnten produziert und in die ganze Welt versandt wurde. Es diente vor allem in den A1-, A2- und F1C-Modellen. Hans Seelig verstarb am 9.6.2012.

 

Quellen: AW

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Seger, K.

 

Schweizer Modellflugkonstrukteur. Nach meiner Erinnerung um 1962. Er baute zwei Segelflugmodelle mit der heute nicht mehr so ganz akzeptierten Bezeichnung Bimbo und Bimbo 2. Damals hat sich bei dieser Bezeichnung niemand irgendetwas Arges dabei gedacht. Diese beiden Modelle hatten eine Spannweite von 70 und 110 cm und galten als Hang- oder Wurfsegler. Sie waren beide so konstruiert, dass sie zumindest in der A1-Klasse hätten eingesetzt werden können, vor allem der Bimbo 2. Der kleinere Bimbo orientierte sich eher am Cesi oder am alten kleinen Uhu. Über den Konstrukteur findet sich heute im Internet nichts mehr. Meine persönlichen Erinnerungen an diese Modelle sind extrem blass. Ausserdem weiter oben Gesagten kann ich mich an nichts mehr erinnern, denn ich war damals noch im Lehrlingsalter und nicht darauf trainiert, alle verfügbaren Flugmodelle zu kennen.

 

Quellen: AW, div. Planarchive „

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Serrier, Michel

 

Französischer Konstrukteur des ersten Modelldüsentriebwerks Turborec T240 aus Frankreich. Bereits seit 1985 entwickelte er zusammen mit Jacques Buchoux dieses Triebwerk, ehe sie es 1990 einem erstaunten Publikum anlässlich eines Grossmodelltreffens in La Ferté-Alais vorflogen. Beide sind Ingenieure. Franz Walti in Rothrist übernahm den Import, Vertrieb und Service für die Schweiz. Das Triebwerk lief mit Propangas.

Quellen: AW, Modellflugsport 4/1994

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Sidler, Fritz

 

Schweizer Konstrukteur bekannter Modelle wie Piccolo, Cesi und Bye-Bye, welche von C. Streil & Co. über Jahrzehnte erfolgreich vermarktet wurden. Er war Mitglied bei der Modellfluggruppe Wettingen und hat auch in Wettingen gewohnt. Auf der Website der Primarschule Altenburg in Wettingen wird ein Lehrer namens Fritz Sidler erwähnt, welcher von 1919 bis 1976 lebte. Inzwischen ist geklärt, dass es sich um den hier erwähnten Konstrukteur handelt. Er organisierte speziell in den 1960er Jahren im Baulokal des Vereins in Wettingen Bauabende für Schüler. Gebaut wurden an seinen Kursen vor allem die Modelle Cesi und Piccolo. Er nahm auch regelmässig an A1-Freiflug-Wettbewerben teil und soll sogar Schweizermeister geworden sein. Über Fritz Sidler (Link folgt[RB3] ) gibt es einen detaillierten Bericht, siehe dort!

 

Quellen: AW, Willy Streil, Planarchiv IGA, Bauplan Cesi, Website Primarschule Altenburg in Wettingen, Modellflug-Sportverein Wettingen

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Siebenmann, Dieter

 

Schweizer Konstrukteur A2-Seglflugmodells namens Streil-Schwalbe um 1977 mit 180 cm Spannweite, eines Segelflugmodells namens Kibitz mit 140 cm Spannweite im Jahre 1981 sowie einem Gummimotormodell namens Wiedehopf im Jahre 1979. Der Kibitz wird im Antikmodell-Planarchiv Walter Wolf ohne ie geschrieben, während der Duden die Rechtschreibung des Vogelnamens mit ie vorschreibt. Es ist offenbar kein Schreibfehler, sondern die alemannische Schreibweise.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 5/2015. Baukasten

Letztmals redigiert: 5.12.23

 

 

Slobod, Ed(ward) Otto

 

Amerikanischer Konstrukteur von Segelflugmodellen wie dem Pierce Arrow von 1973, dem Paragon von 1976 und dem Gemini MTS von 1982. Ed Slobod arbeitete bei Hughes Aircraft und lebte zuletzt in Los Angeles. Er verstarb im Alter von 87 Jahren am Jahresanfang 2009. Am bekanntesten wurde wohl der Paragon, einem sehr leicht gebauten Balsaholzsegler in der typischen Bauweise der 1960er und 1970er Jahre. Der spätere Bucher Pfiff hatte eine gewisse Ähnlichkeit. Der Paragon reagierte auf die leiseste Thermik. Dafür war er unmotorisiert, den Winden sehr stark ausgesetzt und konnte nur an windfreien Tagen sicher geflogen werden. MZ-Modellbau bau vom Paragon auch eine 330 cm-Version, welche sich Paragon XL nennt (Stand 12.2023 noch erhältlich). Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Anbieter von Bausätzen dieses Modells, was seine Beliebtheit zeigt. Man trifft den Paragon auch heute noch an, denn er erwies sich als sehr gutmütiges und langlebiges Modell. Die erwähnten Modelle von Slobod kann man einreihen in die Klasse des «Bird of Time».

 

Quellen: AW, www.mz-modellbau-shop.de, div. Planarchive A5, A6

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Sommerauer, Hansjakob

 

Schweizer Pionier im Elektroflug. Er war einer der ersten, welcher die für den Elektroflug so wichtigen Drehzahlsteller entwickelte. Dieser Beitrag ist noch im Entstehen.

 

Quellen: AW, DMS 3/2013

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Sörgel, Wolfgang

 

Von diesem deutschen Konstrukteur stammte der bekannte und erfolgreich verkaufte Frechdax, der von der Firma Hegi Modellbau in 92318 Neumarkt/Deutschland vertrieben wurde. Die Schreibweise "Frechdax" ist kein Schreibfehler und auch kein Jux, sondern eine juristische Notwendigkeit, damit der Name gesetzlich geschützt werden konnte. Vom Frechdax wurden weit über 10'000 Baukästen verkauft. Auch C. Streil & Co. hatte ihn in seinem Sortiment. Ausserdem entwickelte er auch den Segler "Dohle" mit 120 cm Spannweite im Jahre 1962. Eine kurze, nicht vollständige Aufzählung der Modelle von Sörgel: Frechdax, Dohle, Spassvogel, Starlet, Aladin, Pascha, SB7, Bergfalke? von Hegi, Cessna L19, Auster, Hegi 50, uva. Sörgel arbeitete lange Jahre als Konstrukteur für die Firma Hegi, die meisten erwähnten Modelle wurden dort hergestellt.

 

Quellen: AW, Internetbörse Ricardo 2014, Planarchiv IGA, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Staub, Georg

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Moswey III. Das eine Modell hatte 280 cm Spannweite, das andere 400 cm. Es waren also Grosssegler. Wann er sie flog, ist noch nicht sicher bekannt. In einer Quelle wird 1987 als Ausgabejahr eines Plans genannt.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A2, A4

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Staub, W.

 

Schweizer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens Berner Bärli von 120 cm Spannweite im Jahre 1940. Christian Tanner besitzt noch ein fliegendes Exemplar. Der Name des Flugmodells leitet sich ab von einem Berner Mandelgebäck in der Form eines kleinen Bären, doch ist mir der Grund dieser Bezeichnung nicht bekannt. Über den Konstrukteur ist im Internet auf die Schnelle nichts mehr zu erfahren.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 4/2015

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Stegmaier, Karl-Heinz

 

Deutscher Konstrukteur von RC-1-Modellen (heute F3B) in den 1950er Jahren, als die RC-Fliegerei noch in den Kinderschuhen steckte. Führend waren damals vor allem die USA, doch waren die Anlagen noch gross und schwer und recht abenteuerlich. Karl-Heinz Stegmaier entwickelte eine eigene Fernsteuerung mit der Bezeichnung "Stegmaier Vacuum RC-System". Diese stand den amerikanischen Anlagen in nichts nach. Er baute seine Anlage in verschiedene Flugmodelle ein, die er alle selbst konstruierte. Leider gab er ihnen keine Namen, sodass sie nur indirekt aufgrund ihrer Eigenschaften genannt werden können. Mit einem seiner Modelle holte er ab 1950 zehn Mal den deutschen Meistertitel hintereinander, ferner einen 1. Platz in der Europameisterschaft 1957 und einen 3. Platz an der Kunstflugmeisterschaft 1960 in Dübendorf, Schweiz.

 

Eines seiner Modelle hatte einen kreisrunden Rumpf, einen Tragflügel mit starker V-Form und einen Hecksporn. In der Zeitschrift Flug- und Modelltechnik Nr. 32 wird es schlicht Meistermodell genannt und detailliert beschrieben. Ein späteres Modell, ebenfalls ohne Namen, wurde als RC-1 bezeichnet, obwohl das eigentlich nur die Bezeichnung der damaligen RC-Klasse war. Dieses Modell war deutlich grösser und trug die Immatrikulation He 001.

 

Karl-Heinz Stegmaiers Modelle sind bis heute sehr beliebt geblieben, vor allem in der Antikfliegerszene, doch werden sie heute natürlich mit modernen RC-Anlagen geflogen, zumal Stegmaiers Fernsteuerungen heute eine grosse Seltenheit darstellen. Über den Konstrukteur ist hier an dieser Stelle noch wenig bekannt. Geboren wurde er am 20.6.1921, verstorben ist er im Jahre 2004.

 

Quellen: AW, in MFI Nr.7/1997 hat sein Freund Karl Schultheiss ab Seite 64 einen Beitrag zu Karl-Heinz Stegmaier geschrieben mit dem Titel "Drahtlose Fernsteuerungen von Flugmodellen", www.rclineforum.de, www.rc-network.de, Urs Leodolters Bericht zur Vakuum-Fernsteuerung, div. Planarchive A1, A3

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Steiner, R.

 

Schweizer Konstrukteur der Segelflugmodelle Kibitz und Rolli mit je 122 cm Spannweite im Jahre 1955.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A4

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Stocker, Hugo

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Cumuli mit 208 cm Spannweite im Jahre 1961, dem Mutzli mit 185 cm Spannweite von 1962/63 und dem Knirps mit 132 cm Spannweite im Jahre 1965.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4 

Letztmals redigiert: 6.12.23

 

 

Stöbe, Werner

 

Deutscher Konstrukteur eines Segelflugmodells der Klasse A1 (F1A) namens Freundschaft mit einer Spannweite von 120 cm. Er entwickelte dieses Modell zusammen mit Oskar Pfeufer. Der Bausatz wurde hergestellt bei der Firma VEB Anker Mechanik Eisfeld in Schönbrunn, Thüringen, DDR.

 

Quellen: AW, Original-Bausatz.

Letztmals redigiert 6.12.2023

 

 

Streil Willy und Christel

 

Betreiber eines Geschäftes für Modellbau in Zürich. Um die Streils kam zu ihrer Zeit im schweizerischen Modellbauhandel keiner herum. Zusätzlich zum sehr umfangreichen Handel liessen sie eigene Modelle entwerfen, produzierten und verkauften diese sehr erfolgreich. Das Geschäft wurde 1948 gegründet und 1989 an die Nachfolger übergeben. Unter dem neuen Namen "Wieser Modellbau" existiert das Geschäft bis heute. Den Streils ist ein eigener Beitrag gewidmet, ebenso den Flugmodellen aus eigener Produktion.

 

Quellen: AW

Letzmals redigiert: 28.5.2024

 

 

Struck, Henry

 

Henry Struck stammt aus dem Bundesstaat N.Y. und gilt in den USA als einer der umtriebigsten Modellflug-Konstrukteure. Er lebte von 1916 bis 2002 und konstruierte zahlreiche, recht erfolgreiche Flugmodelle, welche von der Firma Berkely Models Inc, in West Hempstead, N.Y. als Baukästen weltweit vertrieben wurden. In der Schweiz wurden ein paar Modelle von C. Streil & Co. importiert. Hierzulande Bekanntheit erlangt haben in den 1950er Jahren ein Wasserflugzeug, welches im Original mit einem Cox- Motor ausgestattet wurde. Es hiess "Sea Cat" und hatte 172 cm Spannweite und flog erstmals 1941. Der Schweizer Bruno Ferrari, spezialisiert auf antike Modellflugzeuge, kam Jahrzehnte später noch zu einem gut erhaltenen Baukasten und hat das Modell nachgebaut. Dazu gab es in Modellflugsport einen ausführlichen Beitrag von Hans Jürg Baum in Heft 5/2013.

 

Ein weiteres Modell aus dem gleichen Zeitraum und vom gleichen Hersteller/Konstrukteur hiess "Bootstraps", war ein einmotoriges Modell und wurde im Jahre 1952 als Baukasten vertrieben. Es hat 137 cm Spannweite. Joe Amberg hat ein solches Modell erworben und gebaut. Es ist sein dienstältestes Modellflugzeug. Er hat es kürzlich wieder hervorgeholt und aufgefrischt. Auch von diesem Modell gab es in Modellflugsport 2/2014 einen Beitrag vom stolzen Besitzer höchst persönlich.

 

Quellen: AW, MFS 5/2013, 2/2014.

Letztmals redigiert 6.12.2023

 

 

Szafranska, Erwin

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Bora mit einer Spannweite von 230 cm und des Kö Y Snoopy. Baujahr vom Bora ist mir nicht bekannt. Die aus dem Griechischen stammende Bezeichnung Bora bezieht sich auf einen kalten Wind aus dem Norden (boreal = nördlich). Der Kö Y Snoopy entstand wohl um 1969, dieses Modell hat Szafranska für Kö Modellbau konstruiert.

Erwin Szafranska war lange Jahre Segelfluglehrer und beschäftigte sich auch als Rentner viel mit dem Modellflug. Er besass früher ein eigenes Segelflugzeug Ka-6 mit der Immatrikulation HB-774. Er trug auch den Titel eines Schweizer Meisters, doch ist mir die Klasse nicht bekannt. Eine Zeit lang war er auch in Australien, wo er eine Ka-6E mit dem Kennzeichen VH-GLH flog. Sein Name wird in deutschen Unterlagen gelegentlich auch als Erwin Safranska geschrieben.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, www.retroplane.net. Werner Kölliker.

Letztmals redigiert: 6.12.2023

 

 

Taplin, H.J., Colonel

 

Britischer Pionier des Elektroflugs. Er flog als erster Europäer einen elektrisch angetriebenes Segelflugmodell mit 228 cm Spannweite, einem Gewicht von 3.6 kg, einem schweren Elektromotor, angetrieben mit Silber-Zink-Batterien. Der Motor lieferte 240 W Leistung. Sein Erstflug erfolgte bereits im Jahre 1957.

 

Quellen: AW, www.silentwings.ch/history/geschichte_d.htm

Letztmals redigiert: 6.12.2023

 

 

Tauss, Willy

 

Schweizer Konstrukteur des Seglers Pelikan mit 200 cm Spannweite im Jahre 1937, dem Kiebitz mit 100 cm Spannweite im Jahre 1941, dem Schweizer Schüler 7 mit 100 cm Spannweite sowie des Seglers Hai mit 165 cm Spannweite im Jahre 1943 sowie einen Panther von 1945. Vom Hai und vom Panther gibt es noch je ein fliegendes Exemplar bei Alfred Genther. Auch der Flamingo S.S.-5 aus dem gleichen Jahr stammte von ihm. Ferner ist auch noch der Champion von 1946 bekannt, von dem es noch ein fliegendes Exemplar bei Karl Schwarz gibt.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA

Letztmals redigiert: 6.12.2023

 

 

Thies, Werner

 

Deutscher Konstrukteur, geboren in Kaltenkirchen bei Hamburg am 15.9.1923, gestorben Anfang 1984. Er übernahm 1965 den Modellflugverein FAG Kaltenkirchen und blieb dessen Vorsitzender bis zu seinem Ableben. 1955 entwickelte er für Hans Graupner den 'kleinen Uhu', wohl eines der berühmtesten europäischen Modellflugzeuge, welches 1956 in den Verkauf kam. Auch die Weiterentwicklung von 1964 stammte von ihm. Mit diesen beiden ziemlich ähnlichen Modellen dürfte er vermutlich für sich die grösste Produktionszahl eines einzelnen Modellbaukastens in Anspruch nehmen. Gerade diesen Erfolg kann man nicht genug hervorheben, denn in den meisten Publikationen zum 'kleinen Uhu' bleibt Werner Thies' Name meist ungenannt. Er baute 1950 seinen ersten Nurflügler, war auch der Konstrukteur des A1-Seglers Stups von 1957 mit 114.4 cm Spannweite sowie eines Segelflugmodells namens V-X.

 

Eine noch grössere Bekanntheit erlangte er als Verfasser eines Modellflug-Lexikons, publiziert ab 1977 sowie zahlreicher weiterer Bücher zum Modellflug, häufig mit dem Hinweis 'Bauen und Einfliegen', seiner Kernkompetenz. Er befasste sich aber auch mit dem ferngesteuerten Flug für Verbrenner- + Elektromodelle, mit den Eppler- und NACA-Profilen usw. und schrieb Beiträge im FMT. Seine letzten Bücher wurden etwa gegen Ende der 1980er Jahre letztmals aufgelegt.

 

Quellen: AW, http://www.flugmodellbau-kirch.de/Der-kleine-UHU.htm/, div. Planarchive A1, A2, A3, div. Buchantiquariate, 60 Jahre FAG.pdf.

Letztmals redigiert: 7.12.2023

 

 

Thomann, H.

 

Schweizer Konstrukteur eines Seglers namens Pelikan mit einer Spannweite von 200 cm im Jahre 1940. Evtl. besteht hier eine Verwechslung mit dem Pelikan von W. Tauss. Dieser wird auch mit 200cm Spannweite angegeben, als Erscheinungsjahr wird mal 1937, mal 1940 und auch 1941 genannt. Einen Plan von Thomanns Pelikan konnte ich nicht finden. Viele Jahre später folgte dann noch der Aquila mit einer Spannweite von 214 cm, vermerkt für das Jahr 1957.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A2 

Letztmals redigiert: 7.12.2023

 

 

Thomann, Hans Heinrich

 

Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen. Freiflug-Europameister. Hat von 1967 bis 1994 an der ETH als ordentlicher Professur für Strömungslehre gewirkt. Er schrieb auch ein Buch zu diesem Thema.

 

Quellen: AW, MFS 6/2016

Letztmals redigiert: 7.12.2023

 

 

Thornburg, David (Dave)

 

Amerikanischer Konstrukteur des bekannten Segelflugmodells Bird of Time aus dem Jahr 1979 mit 300cm Spannweite. Die Silhouette dieses Seglers ist unverwechselbar.

 

Dave Thornburg wurde 1942 geboren. Bei der AMA, www.modelaircraft.org, kann man nach der Eingabe von Thornburgs Namen eine mehrseitige Doku über sein Leben herunterladen. Er hat ein reiches modellbauerisches Schaffen mit vielen veröffentlichten Modellen. Hierzulande dürfte der Bird of Time wohl das bekannteste Modell sein. Unzählige Anbieter von Baukästen und Plänen in den verschiedensten Versionen dieses Modells sind im Netz zu finden.

 

Quellen: div. Planarchive A5, A6, A7

Letztmals redigiert: 6.12.2023

 

 

Tilger, Fritz

 

Mehr siehe unter Weber-Friedland, Günter!

Letztmals redigiert: 7.12.2023

 

 

Tümmler, Erwin

 

Deutscher Konstrukteur zahlreicher Segel- und Motorflugmodelle in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren. Grössere Bekanntheit erlangten die Modelle ETB-15 (Segler), ETB-35 (Segler), ETB-37 (Segler), ETB-38 (Motormodell), ETB-41 (Motormodell), ETB-42 (Motormodell). Letzteres hatte einen 1.5 cm³-Dieselmotor, eine Spannweite von 120 cm, ein Doppelleitwerk und ein Gewicht um 450 g. Vom ETB-38 gab es ein Büchlein, welches 1952 vom Johannes Graupner-Verlag aufgelegt wurde.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, div. Planarchive A1, A2, A3, A4, www.rclineforum.de, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 7.12.2023

 

 

Twomey, Dick

 

Britischer Konstrukteur von Segelflugmodellen. Dick Twomey wurde 1930 geboren und starb 2020 in Mauritius wo er viele Jahre lebte. Bekanntheit erlangte sein Modell Leprechaun mit 260 cm Spannweite im Jahre 1950, vorgestellt in der März-Ausgabe des Aero Modellers. Daneben hat er aber noch über ein Dutzend weiterer Modelle konstruiert, wie Outerzone zu berichten weiss, wie z. B. den skurrilen Snark. Der Leprechaun erlangte im Zuge der Retrowelle in den 2010er- und 2020er-Jahren grosse Beliebtheit. Diverse Hersteller haben dieses Modell mit z. T. leichten bis mässigen Änderungen als Bausatz aufgelegt. Viele Modellbauer dürften durch die Videos von John Woodfield inspiriert worden sein.

 

Quellen: div. Planarchive A2, A4, A5, jetex.org/history/hall_of_fame, aesm.mu/demise-of-captain-dick-twomey, dane-rc.dk, www.youtube.com/watch?v=CbFUPFHDPwA

Letztmals redigiert: 6.3.2024

 

 

Van Hattum, Juste

 

Holländischer Konstrukteur zahlreicher Flugmodelle, u. a. des TFM-29 Jolly von 1929, des Mentors 1 von 1939, des Centurys von 1946, des Regenboogs (195 cm) von 1947, des Demons von 1948, des Nippers von 1949, des Sperwers 50 von 1950, des Centaurs von 1951, des Oberons von 1955, des Mentors 2 von 1955, des Piccolos von 1957, des Mentors 3 von 1960 und des Satyrs von ca. 1961. Im Jahre 1955 wurde für den Mentor 2 eine kleine Broschüre mit Baubeschrieb und Bauplan publiziert, vermutlich auch noch für andere Modelle. Mehr über den Konstrukteur liess sich ohne vertiefte Suche nicht mehr feststellen. Unter Outerzone findet man sogar noch ein Farbfoto vom Modell des Mentors. Juste van Hattum baute vor allem Gummimotor- und Segelflugmodelle.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A2, A3, A4, A5, A6

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Vettiger, K.

 

Schweizer Konstrukteur eines kleinen Seglers namens Libelle mit 85 cm Spannweite im Jahre 1948. Die Libelle dürfte noch eine feingliedrige Sperrholzkonstruktion gewesen sein.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Violett, Bob

 

Amerikanischer Pionier von impellergetriebenen Modellflugzeugen in den 1970er Jahren. Alle seine Modelle waren Eigenkonstruktionen mit Ausnahme natürlich der Motoren. Damals kamen als Antrieb nur grosse Verbrennungsmotoren, meist solche der 61er-Klasse zum Einsatz. Es waren ausnahmslos Glühzünder und der Impellerantrieb erlangte dank seinen Entwicklungen in den USA einen gewissen Aufschwung. Einzig der 'falsche Klang' war ein Wermutstropfen.

 

Zur Erinnerung: In der Schweiz bot schon um 1961 das bekannte Modellbaugeschäft von C. Streil & Co in Zürich einen Impeller der 10 cm³-Klasse an, welcher für einen Rossi- oder Super-Tigre-Motor bestimmt war. Um genügend Schub zu erzeugen, mussten diese Impeller mit über 20'000 U/min drehen, was die Motoren nur wenige Laufstunden überlebten. Den geklebten Rotor hatte Streil viele Jahre lang im Sortiment. Den Tubus musste man selber bauen und der Lärm der Antriebseinheit war unvorstellbar. So hatten diese Impeller damals keine Chance im dicht bewohnten Europa. Hinzu kam, dass einzelne dieser Motoren ein sehr mimosenhaftes Startverhalten zeigten, was bei einem Impellerbetrieb besonders umständlich war.

 

Die Firma Byron in den USA brachte 1980 eine General Dynamics F-16 auf den Markt, bei der ein grossen Teil der erwähnten Mängel nicht mehr auftraten und weil es in den USA leichter war, einen Flugplatz zu finden, wo der Lärm keine Rolle spielte, erfreute sich der Verbrenner-Impeller dort durchaus einer gewissen Beliebtheit. Bob Violett gründete 1981 seine eigene Firma BVM und spezialisierte sich auf Jet-Modelle, anfänglich mit Bürstenmotoren und in den mittleren 1990er Jahre immer mehr mit bürstenlosen Motoren. Sein Sortiment umfasst vor allem auch zahlreiche ältere Jagdflugzeuge wie die North American F-86 Sabre und die F-100 Super Sabre, die General Dynamics F-16 Fighting Falcon, die Grumman F9F Cougar, die Douglas A4 Skyhawk usw.

 

Bob Violett war in seinen jungen Jahren Pilot bei der US Navy und flog von Flugzeugträgern aus.

 

Quellen: AW, MFS 4/2016, www.bvmjets.com (Stand 12.2023 aktiv).

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

von Arx, Beni

 

Schweizer Konstrukteur, mit vollem Vornamen Benedikt. Er baute um 1997 erstmals einen N-20.2 Arbalète im Massstab 1:7.5 mit 1.56 kg Gewicht und einer Spannweite von 104 cm, der mit 2 Impellern angetrieben wurde. 10 Jahre später zeigte er in der Modellzeitschrift "Jet Power" 3/2007 seinen verbesserten Neubau, nun mit einer Spannweite von 151 cm und einem Gewicht von 5.5 kg. Das Modell von 1997 war für 2 Speed 400 oder 480 ausgelegt, das grössere Modell für zwei Plettenberg Moskito 4, welche in Verbindung mit zwei Schübeler DS-30 einen Schub von zusammen 3,5 kg lieferten. Der Nachbau stellte eine ausserordentlich gefällige Arbeit dar, perfekt bis ins Detail. Den Bauplan für dieses Modell kann man über das Internet im VTH-Shop bestellen. Es ist ein Elektrojet für Fortgeschrittene. Beni von Arx war lange Jahre Präsident der Interessengemeinschaft Electric Jets Switzerland (IGEJS) und fliegt seine verbesserte Arbalète immer noch, gesehen an den Flugtagen in Hinwil, Huttwil und Dübendorf 2006 und letztmals an einem Treffen "Electrojets over Dübendorf" 2016.

 

Quellen: AW, Jet Power 3/2007, MFS 4/2016, div. Planarchive A3ƒ, www.igejs.ch (Stand 12.2023 aktiv)

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Vultier, Dominique

 

Autor verschiedener Bücher zu personentragenden Flugzeugen mit schweizerischer Immatrikulation. Diese Unterlagen dienen vielen Modellbauern als Vorlage zur Konstruktion von Scale-Modellen.

 

Quellen: Dominique Vultier

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Walker, Neville Jim

 

Neville Jim Walker von Portland, Oregon, USA, gilt zwar nicht als der Erfinder des Fesselflugs, aber er war es, der den dort seit etwa 1920 bekannten Fesselflug ab 1938 populär machte, indem er einen in diesem Jahr patentierten, aufwändig konstruierten Handgriff vorstellte, bei welchem über zwei Leinen das Flugmodell gesteuert werden konnte. Dieses Prinzip wird U-Kontroll-System genannt und Neville Jim Walker gilt als dessen Erfinder. Sein erstes Fesselflugmodell hiess Fireball und wurde weltweit bekannt.

 

Neville Jim Walker stellte aber noch viele andere kleinste Modellflugzeuge her, welche mit dem Fesselflug nichts zu tun hatten. Seine Firma nannte sich American Junior Aircraft Co. und produzierte Millionen von solchen Modellen. Meist waren seine Modelle kleiner als 50 cm und hatten oft die Eigenschaft, dass sie von selbst wieder zum Startort zurückkehrten, ganz ähnlich wie der Bumerang. Seine Erfindungen gingen in den USA nicht vergessen, es gibt dort einen Sammler, welcher sogar noch zwei original erhaltene Firefoxes und viele dazu passende Cox-Motoren besitzt und sie gelegentlich auch ausstellt.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A7‡, 'Nitro' vom 2. Mai 2014 unter: http://www.aspiescentral.com/threads/the-powered-model-thread.7293/n. Ferner die Tageszeitung 'The Oregonian'1944 unter: http://www.americanjuniorclassics.com/Jim%20Walker/oregonian1944.htm

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Walther, Helmuth

 

Deutscher Konstrukteur des kleinen Uhus von Graupner. Er war zuständig für die Varianten 3 bis 5.

 

Quellen: AW, http://www.flugmodellbau-kirch.de/Der-kleine-UHU.htm, www.rc-network.de

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Warmbier, Ernst

 

Deutscher Konstrukteur des Nurflügel-Segelflugmodells Erwa 8 mit 199.8 cm Spannweite. Der Erstflug erfolgte bereits um 1935. Er hat das Modell 1941 etwas überarbeitet. Man findet in den Planarchiven beide Versionen. Erwa ist das Kürzel aus Ernst Warmbier, was zugleich andeutet, dass er mehrere Modelle entwickelt hat. Für die Erwa 8 hat er beim Verlag O. Maier eine kleine 14-16-seitige Broschüre erstellt, welche 1935 erstmals und 1951 letztmals aufgelegt wurde. Es gab vermutlich insgesamt 4 Auflagen. Die Auflagen waren genügend gross, so dass man die Broschüre auch heute noch antiquarisch erwerben kann.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A2‚. Div. Inserate von Antiquariaten.

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Warthemann O.

 

Konstruktuer eines A1-Wettbewerbs-Seglers namens "Halef" im Vertrieb bei Hegi. Spannweite 1680mm, ca. 1975, modifizierte Jedelsky-Bauweise.

 

Quellen: HEGI-Katalog 1975

Letzmals redigiert: 18.5.2024

 

 

Weber-Friedland, Günter

 

Deutscher Konstrukteur von meist hochstartfähigen Segelflugmodellen wie der W-143 Fliege mit einer Spannweite von 90 cm im Jahre 1955, dem W-148 Kauz, dem Segler W-149 Sperber und Sperber II (A1), dem W-152 Specht, dem W-153 Bussard II (A2) und dem TW-1 Favorit. Den TW-1 hat er zusammen mit Fritz Tilger entwickelt. Die Baupläne wurden aufgelegt beim Krick-Verlag, Leipzig, und die Bausätze wurden bis 1964 hergestellt bei der Firma VEB Anker Mechanik Eisfeld in 6114 Schönbrunn, Thüringen, DDR, nach 1964 war es dann die Firma VEB-Moba am gleichen Ort.

 

Sein korrekter Name lautete eigentlich Günter Weber, Friedland/Mecklenburg war sein Heimatort, für den er möglicherweise etwas Werbung machte. Geboren wurde er in Berlin. Er lebte von 1921 bis 1975. Modellflug betrieb er seit seiner Jugend, Segelflug seit 1936. Er hat auch einen Beitrag zu den einzigen DDR-Motorseglern Landmann La 16 und La 17 publiziert und zwar in Transpress 1960 und im Fliegerjahrbuch 1961. Günter Weber war auch Mitarbeiter bei Prof. Landmann bis zur Schliessung der Luftfahrtfakultät an der TU Dresden. Er hat die La-16 und La-17 eingeflogen. Über die Fliege gibt es auch einen detaillierten Beitrag "Anker-Mechanik W-143 Fliege" (Link folgt).

 

Quellen: AW, Original-Bausatz und dem Baubeschrieb der W-143 Fliege, Günter Webers Tochter, https://veb-moba.de, div. Quellen im Internet zu Landmann La 16 und La 17, div. Planarchive A2‚

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Weeber, Ruedi

 

Schweizer Konstrukteur der MFG Bülach. Der Name enthält keinen Schreibfehler, er schreibt sich tatsächlich mit zwei 'e'. Ruedi Weeber entwickelte 1978 als Leiter einer Gruppe den Segler Shadow. Auch dieser Segler wurde über den Fachhandel vertrieben. Ein weiteres Modell ist ein 1:4-Modell des ungarischen Seglers Nemere von Lajos Rotter, erbaut im Jahre 2009.

 

Quellen: AW, Website der MFG Bülach.

Letztmals redigiert: 30.1.24

 

 

Wegner, Gerd

 

Deutscher Konstrukteur und Hersteller eher aussergewöhnlicher Modelle. Z. B. den Nurflügler Flying Cloud. Von diesem Modell stellte er einen Baukasten her. Später wurde und wird dieses Modell durch die Firma Airfly hergestellt und vertrieben. Der Bausatz ist noch heute (Stand 11.2023) erhältlich.

Ein weiteres Modell von ihm ist der riesige Nurflügler Rising Star mit 4m Spannweite. Von diesem Modell vertrieb er auch einen Bausatz.

Offenbar hat er auch noch weitere Modelle konstruiert wie das Motormodell Racer II. Dazu find ich keine gesicherten Unterlagen. Auch zum Zeitraum seines Wirkens kann ich wenig finden, vermute aber die 2010-Jahre.

Wegners Modelle zeichnen sich durch eher hohe Flächenbelastung und Geschwindigkeit aus. Er scheint ein Faible für hohes Tempo zu haben, arbeitete er doch einige Jahre an Getrieben für Formel 1 – Renner.

 

Quellen: Gerd Wegner, www.wegner.flugmodelle.de/Flying_Cloud.html, www.wegner.flugmodelle.de/Rising_Star.html (Stand 11.2023 aktiv), www.airfly.de

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Werling, Wolfgang

 

Deutscher Konstrukteur vieler Modelle. Darunter befinden sich sehr viele Nurflügler. Z. B. der kleine DLG SALy, oder die ganze Hai-Familie. Aber nicht nur Nurflügler sind unter seinen Konstruktionen, auch Thermik-Segler, schnelle Impeller-Modelle, ganz «normale» Motormodelle, usw., usw. Seine Modelle sind durchwegs aus Holz gefertigt. Viele seiner Pläne wurden ca. ab Mitte der 2000 er-Jahre in der FMT veröffentlicht.

 

Quellen: www.wwmodelle.de, VTH-Shop

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Wettstein, Gottfried

 

Gottfried Wettstein war ein Schweizer Modellflieger, der alle seine Modelle selber baute und nicht selten auch konstruierte. Er baute auch einen eigenen Zweizylindermotor, wobei dazu Bauteile von OS-Max-Motoren verwendete. Er war auch seit den 1960er Jahren befreundet mit Max Pfenninger von der MG Zürich, wo er ebenfalls Mitglied war. Er lebte vom 26.9.1942 bis zum 17.5.2015. Es gibt über ihn einen eigenen Beitrag mit zahlreichen Informationen, auch zu seinen modellfliegerischen Aktivitäten sowie über einige seiner Modellflugzeuge. Mehr siehe unter Wettstein, Gottfried III! (Link folgt[RB4] )

 

Quellen: AW, Gody Wettstein, um 2012

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Wille, Rolf

 

Deutscher Konstrukteur, geboren 1927, eines kleinen, hochstartfähigen Wurfgleiters namens Balsus (1960) mit einer Spannweite von 60 cm, einer Schwalbe mit 100 cm, einem Frettchen mit 82,5 cm, einem Nimbus A2 (1955) und einer Grille mit 130 cm sowie von den Fesselflugmodellen Komet (1954) und dem Doppeldecker Orion (1958). Von diesem gab es einen gedruckten Plan mit Baubeschrieb, publiziert 1959: Spannweite: 740 mm, für Motoren mit 2,5 cm³, Massstab 1:1. Die Bausätze der Segelflugzeuge wurden bis 1964 hergestellt bei der Firma VEB Anker Mechanik Eisfeld in Schönbrunn, Thüringen, DDR, nach 1964 von der fusionierten VEB MOBA am gleichen Ort.

 

Rolf Wille publizierte auch Fachbücher u.a. "Flugfähige vorbildgetreue Nachbauten", Transpress Berlin 1. Aufl. 1982 aber auch noch viele weitere Publikationen mehr. Er war Ingenieur und lebte in Magdeburg. 1997 baute er den Grade-Dreidecker von 1908 in Originalgrösse nach. Das Flugzeug ist im Technikmuseum Magdeburg ausgestellt. Noch 2006 beschäftigte er sich intensiv mit dem Bau eines Flugmodells von Karl Jatho, einem sogenannten Motordrachen aus der Zeit um 1907, welches eines der ersten deutschen Motorflugzeuge gewesen ist. Dieses Modell baute er im gleichen Museum und die Besucher konnten ihm dabei zuschauen. Er war nicht nur Modellbauer, sondern auch Fluglehrer von Beruf und flog noch bis über das 82. Lebensjahr hinaus.

 

Auch privat schaute er gut zu älteren Dingen, denn er fuhr 2009 immer noch einen Golf der ersten Serie und auch sein privates Sportflugzeug, eine Morane-Saulnier Rallye hatte schon einige tausend Flugstunden auf dem Buckel.

 

Quellen: AW, div Planarchive A1, A2‚, http://www.antiquariat-fuer-alle.de/Modellbau.html, Original-Bausatz des Balsus, Internet-Angebot eines Bausatzes in russischer Sprache für die Schwalbe, www.technikmuseum-magdeburg.de/.../ausstellung_exponat_detail.html..usw.

Letztmals redigiert: 29.11.2023

 

 

Willi, Theodor

 

Äusserst aktiver Konstrukteur von Segelflugzeugen in den 1930er Jahren. Er soll über 30 Modelle entworfen haben. Bekanntheit über die Grenzen hinaus erlangten sein TW-25-Nurflügler mit einer Spannweite von 230 cm aus dem Jahre 1938, dem TW-26 mit einer Spannweite von 400 cm und sein TW-28 Gross Winterthurer aus dem gleichen Jahr mit einer Spannweite von ebenfalls 230 cm. Neben dem Gross Winterthurer gibt es einen kleinen Winterthurer mit 140cm Spannweite aus dem Jahr 1939. Im Jahre 1941 kamen dann noch der Segler ET-1 mit einer Spannweite von 163 cm und der ET-2 mit einer Spannweite von 201.6 cm dazu.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 6/2013. MFS 6/2014. MFS 4/2015

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Wimmer, Jupp

 

Deutscher Konstrukteur von zahlreichen Flugmodellen aus der Zeit von Otto Lilienthal und noch früher, dann aber auch von Nurflügelmodellen wie dem bekannten Sudan, Leonardo 2000 (eine Studie für einen manntragenden Nurflügel- mit elliptischer Tragfläche und ganz aus Holz), Wespe usw. Jupp Wimmer verstarb am 21. Juli 2021. Er hat viele schöne, handwerklich tolle Modelle konstruiert. Interessant ist, dass er vom Beruf her mit Kunststoff gearbeitet hat, seine Modelle aber ausgefeilte Holzkonstruktion waren.

 

Quellen: AW, Ch. Rufle, www.das-nurflügelteam.de/leonardo_2000.html, div. Planarchive A3ƒ

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Winkler Horst

 

Deutscher Konstrukteur von Segelflugmodellen aus der Frühzeit. Sein grösster Erfolg war das Modell "Der grosse Winkler" aus dem Jahre 1938. Das Modell hatte eine Spannweite von 172.8 cm. Für den Nachbau des Modells legte er eine Broschüre auf, welche mindestens 8 Auflagen erfuhr und dabei eine Stückzahl von 61'000 Exemplaren erreichte. Das Modell geht auf einen "kleinen Winkler" zurück, welcher schon 1927 flog und eine Spannweite vom 120 cm hatte. Das Modell wird bis heute von Liebhabern nachgebaut und zwar nicht nur von Antikmodell-Liebhabern, sondern auch von solchen, die Antikes mit Modernem verbinden können. In Google Bilder sah ich einen "grossen Winkler" mit aufgesetztem Elektro-Impeller! Er hat noch weitere kleine Segler entworfen.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, http://www.ig-segelflug.eu/html/der_grosse_winkler.html (Stand 12.2023 aktiv).

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Winklhofer, H. K.

 

Deutscher Konstrukteur von Modellflugzeugen, entwickelte zahlreiche Flugmodelle für die Firma Rowan, so z.B. die Arriba welche mit einem 6.5 cm³-Motor ausgestattet war und 125 cm Spannweite hatte (ca. 1975). Mehr folgt noch.

 

Quellen: AW, www.rc-Network.de

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Wirz, Arnold

 

Arnold Wirz ist die eigentliche Person hinter der Web-Seite «OGS-Seebach». Er kam am 6. September 1943 in Zürich Welt und gelangte über Aussersihl und Schwamendingen nach Seebach.

Er besuchte in Seebach die Primarschule und die Sekundarschule. 1964 zog er von Seebach weg, blieb aber über die Familie, Freunde und Bekannte weiterhin mit Seebach verbunden. So nahm er stets alle Veränderungen in Seebach wahr. 2004 kehrte er nach Seebach zurück.

Als kleines, anfänglich ganz unbedeutendes Hobby, begann er schon zur Schulzeit, Zeitungsartikel und Fotos von Seebach zu sammeln. Später ordnete er dieses Material und begann ältere Seebacher über die früheren Zeiten zu befragen. Auf diese Weise kam viel Material zusammen, das fast alle Aspekte von Seebach beleuchtet. Von vielen Seiten wurde er ermuntert, dieses Material zu publizieren. So entstand die genannte Web-Seite.

Arnold Wirz war und ist auch Modellbauer. So zeichnete er aus seiner Sicht die Geschichte des Modellbaus rund um Zürich nach, wobei er sich nicht nur auf Seebach beschränkte. Anfang 2024 wurde die Web-Seite eingestellt. Die gesammelten Beiträge zum Thema Luftfahrt sind nun mit dem Einverständnis von Arnold Wirz auf der Web-Seite der IGA zu finden.

 

Quellen: Arnold Wirz

Letztmals redigiert: 10.3.2024

 

 

Wong, René

 

Holländischer Konstrukteur eines Segelflugmodells namens R-18 Windekind II mit 230 cm Spannweite im Jahre 1938.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A4„. Ferner unter: http://www.modelvliegsport.nl/index.php/algemeen/overig-algemeen/21-een-stukje-geschiedenis.

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Woodfield, John.

 

Woodfield wurde bekannt durch seine vielen, sehr ästhetischen Videos vom Fliegen seiner Modelle an Englands Steilküste. Viele Modellbauer, auch ich, wurden durch seine Videos inspiriert. Er ist ein sehr produktiver Modellbauer, der gerne die verschiedensten Typen nachbaut, aber auch selber konstruiert. Er baut eher der Nase nach, von seinen Modellen gibt es keine Pläne.

 

Quellen: www.youtube.com/@SlopeRCGliders

Letztmals redigiert: 6.3.2024

 

 

Zaugg, O.

 

O. Zaugg baute einen Segler namens Bernermodell. Er hatte eine Spannweite von 121 cm und wurde erstmals 1937 bekannt.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A4„

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Zeller, Ernst

 

Schweizer Konstrukteur des Seglers Kondor 4 aus dem Jahre 1938. Er baute auch ein Modell der Bristol Boxkite. Beide Modelle wurden durch seinen Sohn Hansruedi Zeller restauriert und sind immer noch flugtauglich.

 

Quellen: AW, Hansruedi Zeller

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Zeller, Hans

 

Hans Zeller ist der Bruder von Ernst Zeller und ebenfalls ein früher Schweizer Konstrukteur von Segelflugmodellen aus der Gegend von Altenrhein SG. Er konstruierte 1936 den Bussard 2, 1938 den Kondor 4 und 1945 den Bussard 4 mit 184 cm Spannweite. Sein Neffe Hansruedi Zeller von der MFG Thal besitzt von den ersten beiden noch ein fliegendes Modell.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFG 6/2013, 4/2015, Hansruedi Zeller.

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Zeller, Hansruedi

 

Hansruedi Zeller ist der Sohn von Ernst Zeller. Er ist seit seiner Jugend Modellflieger und musste zum Glück seine Flieger immer selber entwickeln und bauen. Es lag damals nicht drin, einen Baukasten zu kaufen und es gab ja immer genügend Material im Bastelzimmer. So entstanden viele Segelflugmodelle für die F3B-Klasse und Scalemodelle für F4C-Wettbewerbe. Sein wohl bekanntestes Modell ist die De Havilland DH- 88 Comet aus dem Jahre 1934. Damit hat er an vier Weltmeisterschaften teilgenommen. Heute beschäftigt er sich gerne auch mit Wasserflugzeugen, wie etwa der Dornier Libelle und er fühlt sich, wie er schreibt, sehr wohl am Bodensee.

 

Hansruedi Zeller besitzt ein grosses Lagergestell in seinem 'Hangar' mit vielen Flugmodellen aus früheren und auch etwas späteren Zeiten, als man noch mit A1- und A2-Modellen flog. Es findet sich dort u. a. auch eine frühe Morane-Saulnier, ein Hawker Hunter, ein Pilatus Porter, eine Rutan VariEze und ein Eigenbau-Fesselflugmodell aus der Zeit um 1962, welches er später wieder nachgebaut hat. Das Modell erinnert entfernt an Graupners Super Stunter, hat jedoch ein anderes Leitwerk. An diesem Modell fällt der Hauptholm des Flügels in der Form eines hölzernen Differdingers auf. Dieser hatte den Vorteil, dass er extrem verwindungssteif war und es möglich machte, die Bespannung so zu gestalten, dass sich eine hohe Profiltreue über den ganzen Flügel ergab. Angetrieben wurde das Modell von einem Dieselmotor Taifun Rasant.

 

Er hat auch noch einige Modelle seines Vaters und seines Onkels bis heute sorgfältig aufbewahrt und restauriert. Insgesamt umfasst seine Sammlung fast 100 Modelle in flugfähigem Zustand. Alleine letztes Jahr kamen zwölf neue hinzu. In MFS wurde in den vergangenen Jahren immer mal wieder über seine Modelle wie etwa den Kö III oder den Kö IV berichtet oder auch über eine Rettungsaktion, als er gleich mehrere identische Freiflug-Segler eines Klubs fast in letzter Sekunde vor der Verschrottung rettete. Diese Berichte stammten meist von Hermann Mettler. Hansruedi Zeller zeigt seine Modelle auch gerne an Ausstellungen beim Fliegermuseum Altenrhein.

 

Quellen: AW, MFS div. Ausgaben, Hansruedi Zeller, Meini Kammerlander.

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Ziegler, Peter

 

Schweizer Konstrukteur zahlreicher Modellflugzeuge, speziell von Gummimotormodellen. Pläne für seine Modelle habe ich keine gefunden.

 

Quellen: AW, MFG 5/2015

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Zimmerli, Heinrich

 

Heinrich Zimmerli entwarf 1947 den 2-Meter-Segler Lerche. Hans Greising besitzt noch ein fliegendes Modell.

 

Quellen: AW, Planarchiv IGA, MFS 4/2015.

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Zoran, Janez

 

Deutscher Konstrukteur eines A1-Segelflugzeuges mit 128 cm Spannweite namens Bamby im Jahre 1953. Verlegt wurden die Pläne von Johannes Graupner unter der Nr. 1206 (1953) und 1206a (1955). Er entwickelte auch den Recorder mit 190 cm Spannweite im Jahre 1954.

 

Quellen: AW, div. Planarchive A1, A2, A4

Letztmals redigiert: 8.12.2023

 

 

Nachtrag / Ergänzungen

 

Quellen:

AW: wesentliche Teile des Beitrages stammen von Arnold Wirz

A1: Kircherts Antikplanliste, www.kirchert.at/downloads

A2: ‚Archiv Paul Hucke, www.paul-hucke-archiv-antik.de

A3: ƒVTH-Shop, https://shop.vth.de/bauplaene

A4: „Antikmodell-Planarchiv Walter Wolf, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

A5: …www.outerzone.co.uk

A6: †www.aerofred.com

A7: AMA Academy of Model Aeronautics, Plans Service, https://plans.modelaircraft.org

 


 [RB1]Link einfügen zu Zeitgeschichte/Personen/Kölliker Werner, Kö, eine Biografie

 [RB2]Beitrag noch nicht bereit

 [RB3]Beitrag ist noch nicht bereit

 [RB4]Beitrag noch nicht bereit


 [RB1]Beitrag fehlt noch

 

 [RB2]Beiträge noch nicht bearbeitet

 [RB3]Beitrag noch nicht bereit

 [RB4]Beitrag noch nicht bereit

 [RB5]Hier Link einfügen zu Zeitgeschichte/Personen/Bucher Dani, Biografie

 [RB6]Beitrag noch nicht bereit

 [RB7]Hier Link einfügen zu Zeitgeschichte/Personen/Die Flugmodelle des Kö

 [RB8]Beitrag noch nicht bereit

 [RB9]Beitrag noch nicht bereit

 [RB10]Hier Link einfügen zu Zeitgeschichte/Personen/Kölliker Werner, Kö, eine Biografie

 [RB11]Hier Link einfügen zu Zeitgeschichte/Personen/Die Flugmodelle des Kö