Arieta 2000, Info zum Modell
Sei kurzem bin ich im Besitz eines Bausatzes der Arieta 2000 von Benetti.
Bausatz Arieta 2000
Das Modell hat gewisse Ähnlichkeiten mit der ASW-17. Die Spannweite beträgt ca. 2,1 Meter. Gesteuert wird über 3 Achsen. Das Modell war in Vereinen recht beliebt. In beiden Clubs in denen ich Mitglied bin, wurde die Arieta in den späten 1980er- oder frühen 1990er-Jahren als Gruppenmodell gebaut. Gleiches wird auch in RC-Network von einer weiteren Gruppe beschrieben. Über die Flugeigenschaften sind sich die Quellen nicht einig: von "wunderbar" bis "sehr giftig" ist alles dabei. Eine Erklärung dafür kann sein, dass das Modell recht schnell geflogen sein wollte, eher ein Hangsegler war, denn ein Thermikschleicher.
Offenbar gab es viele Varianten vom Modell: mit beplankten Rippenflügeln, mit Styro/Abachi-Flächen, mal mit Eppler 374, mal mit Eppler 212. Welche dieser Varianten von Benetti angeboten wurden oder nachträglich von Modellbauern ausgeführt wurden, lässt sich nicht mehr sicher feststellen. Mein Modell hat schön gebaute Styro/Abachi-Flächen mit Eppler 374 (oder einem ähnlichen).
Auch über die Rümpfe sind sich die Quellen nicht einig. Die mir bekannten Modelle haben Rosenthal-Rümpfe. Laut www.keiro.ch wurden die Rumpf-Negative später von PS-Modellbau in Liestal übernommen, wo noch einige Bausätze entstanden. Daraus lässt sich schliessen, dass Benetti Rümpfe bei Rosenthal bezog, aber auch selber welche herstellte. Hat Benetti evtl. die Formen von Rosenthal übernommen? Oder waren die Formen für ein anderes, vermutetes Modell von Benetti? Dafür fehlen einfach gesicherte Informationen. Rosenthal selber hat, neben seinem Hauptgeschäft der Herstellung von Rümpfen, auch eigene Bausätze der ASW-17 angeboten. Mindestens zwei, evtl. gar vier Varianten dieses Modelles sollen es gewesen sein. Alle diese Varianten waren aber grösser, als die Arieta. Der Rumpf der Arieta würde gut zu einem ASW-17-ähnlichen Modell mit ca. 2,5 Meter Spannweite passen. Mein Rumpf ist nicht von höchster Qualität, er hat diverse Ausbrüche und Lunker.
Etikett im Rumpf
Dem Bausatz liegen noch die originalen Schriftzüge bei, sowie auch die Firmenetikette von Benetti. Auch eine einfache Montageanleitung liegt bei, von einem Plan kann man dabei nicht reden.
Firmenetikette
Anleitung Vorderseite
Anleitung Rückseite
Was ich nicht sicher recherchieren konnte, ist der Zeitraum, in dem Benetti die Arieta aktiv herstellte und vertrieb. Ein Hinweis könnte die PLZ auf der Rumpfetikette sein: ab Mitte 1993 wurden in der BRD fünfstellige Postleitzahlen verwendet. Aber auch diese Spur ist nicht sicher, evtl. hat Rosenthal ja noch alte Etiketten aufgebraucht.
Letztmals redigiert: 1.8.2026 RB
Orpheus
In Zusammenarbeit von Kurt Eich mit H.P. Gygax entstand der «Orpheus» als Konkurrenz zum «Socrat» von Hugo Amsler aus dem Nachbarort. Anfangs war der Orpheus ein zweiachs-gesteuertes Modell, wurde aber ständig weiter entwickelt. Viele Jahre war der «Orpheus» und seine Weiterentwicklungen (T-Leitwerk, Querruderflügel) ein beliebtes Wettbewerbsmodell für Hangflug und Hochstart in der damaligen Modellflugregion 4. Als letzte Variante entstand 1984 noch eine elektrische Ausführung des Orpheus. Zwischen 1974 und 1978 stellte Kurt Eich ca. 80 Epoxy-Rümpfe her, die er in der Deutschschweiz und Liechtenstein verkaufte.
Quellen: Kurt Eich
Letztmals redigiert: 17.7.26
Keiro Orpheus Bildersammlung

Orpheus 1976, Ibergeregg, links K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus 1977, Hoch Ybrig, SM Hang, K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus, 1979, K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus, 1979, K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus, 1979, © Kurt Eich

Orpheus-Elektro, 1984, © Kurt Eich

Orpheus Bauplan 1974, © Kurt Eich
Wenn Modellbauer eine Reise machen
Ich möchte hier über eine Reise berichten, obwohl sie nicht direkt mit der IGA zu tun hat. Schon seit vielen Jahren verbringt ein buntes Grüppchen Modellbauer jeweils eine Woche auf dem Hahnenmoos. Mit dabei sind auch Mitglieder der IGA. Für mich war es dieses Jahr das zweite Mal.
Der Samstag war mit der Anreise am Morgen, dem Einrichten des Modellbaulokals beziehungsweise des eigenen Tisches und den ersten Flügen gut ausgefüllt. Der Zimmerbezug erfolgte am Nachmittag.
An Modellen war in unserer Gruppe eigentlich alles vertreten, was segeln konnte: viele alte und antike Modelle bis hin zu modernen Konstruktionen aus CFK oder Schaum, mit oder ohne Elektrothermik, von 1 Meter Spannweite bis hin zu beeindruckenden ca. 5 Metern.
Über das Fliegen auf dem Hahnenmoos brauche ich wohl nicht viele Worte zu verlieren. Für fast jede Windrichtung gibt es einen passenden Startplatz, und das immer vor einer beeindruckenden Bergkulisse. Für mich, als noch wenig erfahrenen Hahnenmoos-Flieger, kamen eher die Plätze mit einfachen Landemöglichkeiten infrage. Die Landung im Lee des Schalmi schreckt mich noch etwas ab. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Auch auf dem Lavey steht meine Premiere noch aus. Diesen Startplatz überlasse ich vorerst lieber den Cracks mit ihren grossen und schnellen Modellen.
Eine ganze Woche ausschliesslich Modellfliegen wäre allerdings nicht ganz mein Ding. Bekanntlich sorgt etwas Abwechslung für zusätzliche Würze. Deshalb unternahm ich an einem Tag eine Wanderung auf das Rägeboldshore und über den Metschstand zurück. Das Hore ist die markante kleine Spitze, die man vom Hotel aus sieht und an der vorbei der Startplatz Luegli erreicht wird.
Wettermässig hatten wir dieses Jahr ausserordentliches Glück: Sieben Tage lang Sonnenschein pur. Im letzten Jahr hingegen gab es an einem Tag sogar einen Schneesturm und insgesamt eher kühle Temperaturen.
Eine kleine Auswahl der geflogenen Modelle möchte ich hier besonders erwähnen, mit Schwerpunkt auf den älteren Exemplaren. Von den IGA-Mitgliedern kamen ein Amigo I, ein Kö C, zwei WiK Susi, ein WiK Björn sowie ein Tauss Champion zum Einsatz. Von den anderen Teilnehmern, auch solchen aus anderen Gruppen, fielen besonders auf ein Condor von 1937, ein Amigo II und ein grasgrüner Pfiff. Auch WiK Salto, diverse Schleicher K's, ein Jonathan oder ein Schweizer 1-26 verdienen genannt zu werden.
Tauss Champion
WiK Susi
Amigo I
Kö C
Condor 1937
Natürlich hatten wir auch moderne Modelle wie Rotmilan, Typhoon Plus, Mini Vision oder verschiedene RES-Modelle mit dabei und flogen diese auch ausgiebig. Die antiken Modelle kamen eher bei ruhigen Wetterlagen oder bei Morgen- und Abendflügen zum Einsatz.
Nicht nur Modellflieger übernachten auf dem Hahnenmoos. An einem Tag machte auch eine Gruppe mit sieben Hürlimann-Traktoren im Hotel Station. Das waren wahrlich eindrückliche alte Ungetüme.
Hürlimann-Traktoren
Nach vielen kurzweiligen Flügen und langen Gesprächen unter Kollegen über Modellfliegen, Gott und die Welt, ging diese Woche schnell vorbei. Schäden gab es einige, auch in unserem Grüppchen. Zum Glück aber keine bei "unersetzlichen" Modellen.
Weitere Bilder sind unter "Berichte /Events, IGA 2026 /,Bilder" einsehbar.
Bilder:
Baumann Peter
Berg Robert
Jäggi Beat
Lehner Ivo
Schneuwly Markus
Zeller Sämi
Juli 2026, RB
Keiro Orpheus Bildersammlung

Orpheus 1976, Ibergeregg, links K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus 1977, Hoch Ybrig, SM Hang, K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus, 1979, K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus, 1979, K. Eich, © Kurt Eich

Orpheus, 1979, © Kurt Eich

Orpheus-Elektro, 1984, © Kurt Eich

Orpheus Bauplan 1974, © Kurt Eich
IGA Event Arosa, 20. / 21. Juni 2026
Bereits am Freitagnachmittag traf sich der grösste Teil der Teilnehmer im Hotel Hold. Mit dabei waren auch die Partnerinnen von drei Piloten. Der Vorteil dieser frühen Anreise lag auf der Hand: kein frühes Aufstehen am Samstag. Der Preis dafür war allerdings ein ausgedehnter Aufenthalt im Stau vor dem Qualensee. Manche verbringen ihre Freizeit bekanntlich am Seeufer, wir standen davor. Ein feines Nachtessen und das anschliessende gemütliche Beisammensein liessen die Strapazen der Anreise aber schnell vergessen.
Am Samstagmorgen stiessen noch zwei Teilnehmer aus der Ostschweiz zu uns. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Tschuggen. Je nach körperlicher Verfassung oder persönlicher Vorliebe erfolgte der Aufstieg zu Fuss, mit Bus und Seilbahn oder per Autoshuttle. Die drei Frauen entschieden sich für eine Wanderung und den Besuch im Bärenpark. Ob sie in den Chor der Park-Besucher einstimmten weiss ich nicht. Es gehört wohl dazu, dass die Bären mit ständigen «Ricollaahhh – Rufen» herausgelockt werden sollen.
Kurz nach zehn Uhr besetzten wir die Seilbahnstation. Einen geeigneten Platz suchen, Stühle aufstellen und Modelle montieren gehört für Modellflugpiloten zum festen Ritual. Aussenstehende würden vermutlich von einer mobilen Gartenwirtschaft mit Fluggeräten sprechen.
Bild: Mobile Gartenwirtschaft
Das Wetter zeigte sich erneut von seiner besten Seite. Die Sonne strahlte, der Schatten wurde knapp und der Wind machte das, was er in Arosa seit Jahren zuverlässig tut: bocken. Laut Prognose sollte er bis Mittag aus Richtung Arosa wehen und danach langsam nach Norden drehen. Dieses Zeitfenster wollte ich unbedingt nutzen. Mein Wunsch zu fliegen war so gross, dass ich das Briefing unseres Flugleiters Walti Keller kurzerhand überging. Sorry Walti, mein schlechtes Gewissen fliegt immer noch mit.
Die Flugbedingungen präsentierten sich typisch Arosa: grossartige Aufwinde wechselten sich mit heftigen Absaufern in kurzer Folge ab, die jedes Modell sehr rasch auf den Boden der Tatsachen zurückholten. Mein erster Flug mit dem Kö C endete folgerichtig auf der Wiese, 50 Höhenmeter unter uns. Also absteigen, Modell einsammeln und zurück nach oben. Immerhin boten die Blumen und Alpenrosen unterwegs genügend Ablenkung.
Auch der Champion von Tauss entschied sich wenig später für einen Besuch im Tal. Dabei hätte man meinen können, dass ein Modell, das schon einmal auf dem Tschuggen geflogen ist, die örtlichen Verhältnisse kennt.
Bild: Tauss Champion
Nach und nach kamen weitere Modelle in die Luft. Besonders erwähnen möchte ich unseren Gast Christian aus Deutschland, der einen Passat 57, einen Graupner Hobby und einen ETB 15 mitgebracht hatte. Die Anreise war weit, die Hoffnung auf gute Thermik vermutlich noch grösser.
Bild: Graupner Hobby und Passat 57 und ETB 15
Nach einigen Stunden machte sich der Hunger bemerkbar. Ein Teil der Gruppe stieg zum Restaurant ab, während der andere die mitgebrachte Verpflegung genoss. Die Restaurantbesucher wurden dort allerdings mit einem unerwarteten Programmpunkt empfangen: Stau und Wartezeiten. Offenbar wollte man uns das Erlebnis der Anreise noch einmal in Erinnerung rufen.
Bild: Mittagsruhe
Am Nachmittag wurde weitergeflogen, vorwiegend mit motorisierten Modellen. Auch mein Elektro-Pfiff kam zum Einsatz und bescherte mir einige entspannte Flüge. Kleinere Brüche blieben nicht aus, spektakuläre Totalschäden gab es zum Glück keine. Die Modelle waren offenbar ebenso vernünftig wie ihre Besitzer.
Bild: Gemeinsames Fliegen
Gegen Abend wurde gemeinsam zusammengepackt. Im Hotel Hold traf schliesslich auch unser letzter Teilnehmer aus dem Engadin ein. Damit waren wir bei der diesjährigen Ausgabe des «Aroser» insgesamt neun Piloten plus drei Wanderinnen.
Ein feines Nachtessen in angenehmer Runde rundete den Tag ab.
Der Sonntag verlief dann fast wie eine Kopie des Samstags. Wer den ersten Tag verpasst hatte, bekam eine zweite Chance. Die Piloten vom Samstag wussten bereits, was sie erwartete. Dabei bekamen wir Besuch der drei Damen, die ihre Wanderroute für einen kleinen Abstecher bei uns planten.
Bild: Gruppenbild Sonntag
Im Hotel Hold wurden wir von Margaret und Housi einmal mehr herzlich empfangen und ausgezeichnet bewirtet. Dafür gebührt ihnen ebenso ein grosser Dank wie den Organisatoren und allen Teilnehmern.
Bild: wir sind gemeint
Juni 2026, Robert Berg
Weitere


Italiano (it-IT)
French (fr-FR)
Deutsch (Deutschland)