Hangflugtreffen Arosa, 21. und 22. Juni 2025

Am 21. Juni trafen sich rund 10 IGA Piloten sowie ein paar «Zugewandte» zum traditionellen Aroser Hangflugtreffen, Ausgabe 2025.

Genauer gesagt, trafen die meisten TeilnehmerInnen bereits am Nachmittag und Abend des 20 Juni ein und sparten sich damit ein extrafrühes Aufstehen und eine längere Fahrt im Morgengrauen. Dafür bekamen sie ein weiteres leckeres Nachtessen im Hotel Hold sowie ebenso leckeres Frühstücksbuffet einschliesslich Einführung in die Geheimnisse der Kaffeemaschine.

Nach 8 Uhr am Samstag trafen auch die Frühaufsteher und Zuhause-Schläfer unter den Teilnehmern im Hold ein und wir konnten uns auf den Weg auf den Tschuggen machen – ob zu Fuss, per Bus und Seilbahn oder auch per Autoshuttle. Zeitlich sind die 3 Varianten ebenbürtig. Es stellte sich also nur noch die Frage, auf welches Verkehrsmittel man sich verlassen wollte.

Am Startplatz auf dem Tschuggen dann das gewohnte Ritual: Campingstühle und Modelle aufbauen, vermeintlich vergessene Kleinteile finden und schon bald auch – Schatten suchen. Richtig, dieses Jahr wurden wir von der Sonne und der Temperatur und dem Wind richtig verwöhnt.

Damit ist es auch bereits gesagt oder geschrieben: Wir genossen 2 Tage Flugwetter. Wir immer in Arosa waren die Flugbedingungen etwas herausfordernd. Hammerthermik wechselte mit Absaufern. Aus diesen retteten sich die einen mit Motorkraft, den anderen bescherten sie Aussenlandungen mit anschliessendem Spaziergang. Mein Hope Start alias Klonfish könnte darüber einiges erzählen. Er hat bei seinen Aussenlandungen alles ausprobiert, Alpenrosen, Ankenballen (Trollblumen), Nelken und Enziane. Das Ergebnis: Alle Arten von Bergblumen sind als Polster zum Landen geeignet.

Etwas weniger Glück hatten ein Kö II, der ein Seilbahnkabel touchierte und das eine oder andere Modell, das sich im Steilhang einen kleinen Knacks holte. Aber gut, wir hatten keine «echten» Abstürze und keine Totalschäden zu beklagen – alles blieb in einem erträglichen Rahmen.

Etwas ganz Besonderes brachte unser Mitglied Ueli Lanz an den Startplatz: Ein Freiflugmodell mit Magnetsteuerung. Es war durchaus ein Wagnis, an diesem Ort und bei mässigem Wind einen echten Freiflieger (also nicht mit einer Fernsteuerung nachgerüstet) zu starten. Uelis Mut wurde belohnt. Die Magnetsteuerung wie auch die Thermikbremse taten ihren Dienst wie vorgesehen, und das Modell landete sanft in den Blumen – weder im Tobel noch im Bärengehege, noch in einer Schneekanone.

Damit komme ich zu einer weiteren Feststellung: Die Schneekanonen im Gebiet haben sich seit letztem Jahr massiv vermehrt. Man kann zum Ausbau der Wintersportanlagen stehen wir man will – wir bevorzugen eigentlich Landefelder ohne Schneekanonen.

Doch zurück zum Positiven: Wir wurden im Hotel Hold wie immer herzlich empfangen und fürstlich bewirtet. Überdies wurden wir am Samstag vor dem Nachtessen mit einem reichhaltigen und liebevoll vorbereiteten Apéro überrascht. Der Anlass: die IGA war in diesem Jahr zum dreissigsten Mal in Folge zu Gast im Hold – definitiv ein Grund, um anzustossen!

Was bleibt noch: Vielen Dank an unsere Gastgeber, die Organisatoren, alle Teilnehmer und auch an die Wettergötter!

PS: Weder das Hotel noch die Start- und Landeplätze waren voll ausgelastet. Wer das Treffen selbst erleben will, soll sich doch für die Ausgabe 2026 anmelden und den Aroser selbst erleben.

In dem Sinne – bis bald!

30 – 06 – 25 / BJ