Bücker – Museum in Teufen
Schon länger wollte ich mir Hansruedi Zellers Weltmeistermodell, die DH Comet, ansehen. Ich wusste, dass das Modell im Bücker Museum in Teufen AR ausgestellt ist. Eine Gelegenheit zur Besichtigung dort hat sich irgendwie bisher nicht ergeben. Wie es der Zufall manchmal will, kam der Besuch vom Museum Anfang April völlig ungeplant und unverhofft zustande. Eigentlich wollte ich nur die Comet sehen. Umso erstaunter war ich über die Qualität von diesem kleinen, aber sehr feinen Museum. Von nahezu jedem von Bücker gebautem Typ ist in Teufen ein Exemplar ausgestellt. Und das buchstäblich in Museumsqualität. Das habe ich so nicht erwartet.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Werkstatt. Dort werden die Flugzeuge gewartet, repariert, Teile neu angefertigt. Es ist dort Flugzeugbau vom Feinsten zu sehen. Für Scale-Modellbauer eine unschätzbare Quelle von Informationen und Details. Elisabeth und Albert vom Museum geben fachkundige Auskunft zu Fragen. Einen Besuch kann ich jedem Interessierten nur empfehlen. Private Führungen werden auf Anfrage angeboten, es gibt auch öffentliche Termine. Aber seht selbst mehr unter folgenden Link https://bucker-museum.ch/.
Ein Teil der ausgestellten Flugzeuge
Die Werkstatt. Vorne eine Bücker-Fläche, auf dem Bock eine Klemm in Reparatur
Ein weiteres Ausstellungsstück, noch ohne Bespannung. Das Innenleben kann bis ins kleinste Detail studiert werden.
Hansruedis Comet habe ich natürlich auch angeschaut. Beeindruckend, wie gut das Model immer noch aussieht. Zu meiner Überraschung waren noch zwei weitere Modelle von Hansruedi ausgestellt: Ein Schulgleiter SG38 und eine Bücker Kornett.
Hansruedi Zellers DH Comet
Ein weiteres Modell von Hansruedi Zeller, Bücker Kornett
Eine Anekdote am Rande
1937 begann eine Beate Köstlin die Ausbildung zur Pilotin auf dem Flugplatz Rangsdorf, wo ja die Firma Bücker ansässig war. Eine mutige Entscheidung, damals als Frau fliegen zu lernen. Sie erhielt an ihrem 18. Geburtstag ihren Pilotenschein. 1937/1938 arbeitete sie als Praktikantin bei Bücker und begann in dieser Zeit auch mit der Kunstflugschulung. Ihr Fluglehrer für Kunstflug war Hans-Jürgen Uhse. Diesen heiratete sie später und änderte ihren Namen zu Beate Uhse. Die älteren unter uns kennen diesen Namen in einem ganz anderen Zusammenhang. Fliegerisch war Beate Uhse bei den Besten. Kurz vor Kriegsende wurde sie noch auf die Messerschmitt Me 262 eingewiesen. Mehr zu ihr findet ihr hier.
April 2026, RB


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