Freud und Leid sind oft sehr nah beisammen. Folgende Nachricht hat unsere IGA erreicht:

Todesanzeige

Geschätzte Mitglieder
Völlig überraschend und fassungslos müssen wir Euch über den Tod von Markus Zehnder informieren. Wir wünschen der Trauerfamilie viel Kraft und Gottes Segen.

 Die folgende Mitteilung hat uns sein Sohn Thomas zugestellt:

 

Geschätzter Präsident und Kassierin

traurige Mitteilung, Markus ist in der Nacht auf Montag 4.1. 2026 im Spital Wil verstorben. Nach einer unerwarteten Bauch-OP am 17.12 hat er sich leider nicht mehr erholt.

Ich Danke Euch von Herzen, Markus war bis zuletzt ein grosser "IG-Albatros" Fan.

Die Abdankung wird im engsten Familienkreis erfolgen.

Ich bitte euch Markus im Herzen zu behalten.

Liebe Grüsse

Sohn Thomas

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Schön, wenn ihr auch im 2026 hier vorbeischaut!

Hier wird Aktuelles aus eurem IGA-Leben veröffentlicht. Unsere Homepage lebt von euren Beiträgen, Fotos, Berichten, etc.
Macht ein paar Fotos und schreibt etwas dazu und sendet dies via E-Mail zu eurem Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. / Webmaster (als Word- oder Pdf-Datei).
Eure Beiträge werden hier fortlaufend erscheinen – so können wir den Puls der IGA gemeinsam
spüren- und später dann in der Rubrik Berichte Events abgelegt.

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Über den Tellerrand

 

Mit dem Tellerrand meine ich unseren eigenen deutsch-schweizerischen, modellfliegerischen. Und genau über diesen Rand möchte ich einmal hinausblicken, in den Westen und Süden unseres Landes. Ich bin überzeugt, dass auch dort schöne Modelle entworfen und geflogen wurden.

 

Eine Gelegenheit für einen solchen Blick ergab sich überraschend bei einem Besuch bei Thomas Fessler. Er erwähnte beiläufig, er besitze einen Bausatz eines Händlers namens Lüthi aus Neuchâtel, einen ganz besonderen, wie er sagte. Und einen Katalog habe er ebenfalls noch. Natürlich wollte ich sofort einen Blick darauf werfen.

 

Der Katalog stammte von der Firma Cinetoys, G. Lüthi, Neuchâtel. Er dürfte um 1957 entstanden sein und umfasst gut 50 Seiten. Siehe da: nicht nur Streil veröffentlichte in den 1950er-Jahren sorgfältig gemachte Kataloge, es gab auch andere. Zugegeben, der Streil-Katalog war damals schon deutlich umfangreicher, doch der Cinetoys-Katalog punktete dafür mit Zweisprachigkeit. Ich habe ihn eingescannt; er ist nun auf unserer Website einsehbar.

 

Lüthi produzierte zudem eigene Baukästen, ganz liebevoll gestaltet und mit einer auffallenden Liebe zum Detail. Thomas Fessler besitzt gleich drei dieser Raritäten:

 

  • eine Piper Cub „Trainer“
  • einen kleinen, antiken Motorflieger namens Démon Rouge
  • sowie ein kleines Boot, den Katamaran Catami

 

 

Hier ein Foto vom Bausatz der Piper Cub Trainer

 

Luthi Bausatz Piper

 

Den Plan von diesem Kit haben wir jetzt sogar in unserem Archiv.

 

 

Der zweite Baukasten ist der vom Démon Rouge. Die Spannweite soll 115 cm betragen, gedacht für Dieselmotörchen von 2,5 ccm, ein klassischer Freiflieger mit dem Flügel auf einem Pylonen.

 

Luthi Bausatz Demon Rouge  Luthi Bausatz Demon Rouge

 

 

Luthi Bausatz Demon Rouge Inhalt

 

Schon die Verpackung ist bemerkenswert: ein stabiler Karton, sorgfältig mit Schleifen verschlossen. Die vorbereiteten Teile wirken handgefertigt, keinesfalls wie Massenproduktion. Die Räder sind aus dem Vollen gedrechselt.

 

 

Luthi Demon Rouge Plan

 

Der Bauplan ist so stark eingerollt und fragil, dass ich mich nicht traute, ihn zu scannen. Das Risiko einer Beschädigung war mir schlicht zu hoch. Eine Fotografie muss daher genügen, die Masse dürften deswegen nicht exakt stimmen.

 

 

Und schließlich noch der kleine Katamaran Catami, auch er klar ein Stück Handarbeit.

Luthi Bausatz Catami

 

 

Luthi Catami Ruder

 

Von Hand gefertigt und gelötet.

 

 

Leider fehlt in diesem Kit die Bauanleitung, doch das sollte sich mit etwas Geduld und Erfahrung lösen lassen.

 

Interessant ist: Keines der drei Modelle findet sich im erwähnten Katalog. Deshalb vermute ich, dass sie bereits einige Jahre vor 1957 entstanden sind.

 

Vielleicht weiss jemand aus unserer Leserschaft mehr über Lüthi. Er muss einen gewissen Bekanntheitsgrad gehabt haben, finden sich doch im Museum Leodolter der gleiche Katalog und ein Plan von der Piper Cub Trainer. Über jede Information zu Konstrukteuren aus der West- und Südschweiz freue ich mich sehr.

 

 

 

Dezember 2025, RB Archivar

 

 

 

 

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IGA Hochstarttreffen 12. Oktober 2025

20'000 Schritte im Oltner Gheid

 

Es gehört bereits zur Tradition, die IG Albatros beendet ihre Flugsaison auch 2025 mit einem Hochstarttreffen auf dem Segelflugplatz Gheid in Olten.

Hochstarttreffen heisst, wir treffen uns mit nicht-motorisierten Segelflugmodellen und starten diese mit der Elektrowinde und verschiedenen Gummiseil-Starteinrichtungen. Auch dieses Jahr führten wir die Tradition weiter und ab ca. 9.00 Uhr traf ein rundes Dutzend IGA Mitglieder mit ihren Segelflugmodellen auf dem Flugplatz ein.

Nichts Neues beim Tagesprogramm. Begrüssung mit Kaffee und Gipfeli, Briefing, Modelle und Hochstarteinrichtungen aufbauen und fliegen. Für das Mittagessen sorgte wiederum der Pizzakurier. Dank der IGA weiss er mittlerweile, dass es in Olten einen Gheidweg gibt und dass an diesem Gheidweg ein Flugplatz liegt. Mehr noch, dieses Jahr fanden der Kurierfahrer und sein Fiat Panda mit eingebauten Pizza-Wärmeofen den Flugplatz auf Anhieb.

Das Wetter war gar nicht so schlecht. Zwar lag der Flugplatz anfangs unter einer geschlossenen, grau-grauen Hochnebeldecke. Immerhin lag die Basis des Hochnebels recht hoch, sicher auf 1000 m. Das heisst, wir hatten unter der Nebeldecke etwa 600 Höhenmeter mit klarer Luft – genug für unsere Modelle.

Die leichte Bise verhalf zu anständigen Starthöhen, ohne die anschliessenden Flüge zu behindern. So erreichten wir mit der Startwinde immerhin Höhen von gegen 140 m. Unter der Hochnebeldecke bestanden unsere Flüge allerdings oftmals aus einem Abgleiten der Höhe – trotzdem schön, Starts und Landungen sollen ja auch geübt werden. Im Lauf des Nachmittags lichtete sich dann die Bewölkung, die Sonne drückte durch und es entwickelte sich sogar leichte Thermik – nicht die Hammer-Oktoberthermik wie 2023 und 2024, aber doch sehr nett.

Unser Modellpark zeigt wieder einen schönen Querschnitt durch die Geschichte des Modellsegelflugs, mit

-        mehreren Vertretern der Antikmodelle wie Westmark und Winkler

-        einigen auf Fernsteuerung umgerüsteten Freiflugmodellen wie Kö II und Kö C

-        verschiedenen RC-Übungsfliegern aus den 1960er und 1970er Jahren wie Susi, Dandy, Panda oder Finikofi

-        diversen Leistungsfliegern aus dieser Zeit wie Amigo, Mosquito, PB 50, Cygnus und Brillant, sowie verschiedenen modernen RES-Fliegern

-        dem polnischen Diamant 1 und dem amerikanischen Sensor 117, zwei wenig bekannten Vertretern der ersten Generation der F3B-Modelle,

-        plus einer vorbildähnlichen K-7 und einer B4.

Ach ja, in der Eisenbahnerstadt Olten durfte auch die Loki nicht fehlen – diesmal keine Lokomotive, sondern ein klassischer, hölzerner Kunstflugsegler aus der Feder von Klaus Nietzer.

Die allermeisten dieser Modelle flogen erfolgreich und bruchfrei. Nur der Cygnus bewies seinen eigenwilligen Charakter und seinen Sinn für die Luftfahrtgeschichte – er suchte sich selbständig einen Landeplatz auf dem Ziegeldach des Wullschleger- bzw. Bücker-Hangars. Zum Glück trugen weder die Dachziegel noch die Bücker-Flugzeuge im Hangar einen Schaden davon.

Gegen 16 Uhr waren die Piloten langsam satt vom Fliegen und begannen an Kaffee, Kuchen (danke dem Spender Peter Hunn) und an den Heimweg zu denken. Ein kleiner Defekt an der Winde zeigte uns dann, dass es langsam an der Zeit war, unsere Waren zusammenzupacken.

Also, abbauen, zusammenräumen, noch eine Runde zusammensitzen und «schnacken» und dann gings auf den Heimweg. Schön wars, danke an alle Teilnehmer, bis zum nächsten Jahr im Gheid.

 

14.10.2025 / Beat Jäggi

 

PS: die 20'000 Schritte: Wer sich aktiv als Seilrückholer betätigte, litt nicht an Bewegungsmangel – mein Schrittzähler hat es bestätigt.

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IGA Hangfliegen Herrendürren 2025

 

Am Sonntag, 29.9.25, war es wieder soweit: das IGA-Hangfliegen in Herrendürren war angesagt.

 

Das Treffen startete gleich mit einer Neuerung. 6 IGA-Mitglieder trafen sich im Hotel Krone in Urnäsch, wo wir gastfreundlich empfangen wurden. Das urchige Bergbeizli Blattendürren ist leider schon länger geschlossen, es wartet auf neue Wirtsleute. Zur zweiten Neuerung des Tages komm ich noch später.

Bei KaGi (Kafi und Gipfeli) wurde so über allerlei getratscht. Toni Löpfe, unser siebter Teilnehmer, wartete unterdessen bereits auf Blattendürren auf uns. So verschoben wir uns dann ca. um 10 nach dahin. Autos parkiert, Modelle umgeladen, Wanderschuhe montiert und ab ging’s nach Herrendürren bei schönstem Sonnenschein.

 

Oben angekommen, fragten wir Wandersleut uns, wo die Transporter mit den Modellen abgeblieben sind. Am üblichen Startplatz war niemand. In der Ferne sahen wir jemanden winken. Ah, ganz hinten, bei der Scheune parkten unsere Fahrer. Der Platz war den herrschenden Bisen-Windverhältnissen gut angepasst. Emsig wurden nun Modelle ausgepackt und zusammengestellt. Adrian war der schnellste und brachte seinen Leprechaun als erster Pilot in die Luft, noch vor dem Briefing durch unseren Manager und Flugleiter, Walti Keller. Hier möchte ich Walti für seine tolle Organisation herzlich danken.

 

 

Die Windverhältnisse waren nicht optimal. Für den Segler ‘Pilot 4’ von Hans reichte es an diesem Tag grad so für einen sehr kurzen Flug. Alle anderen Modelle, die zum Fliegen kamen, waren motorisiert. So konnten noch vor dem Mittagessen einige schöne Flüge durchgeführt werden.

 

Apropos Mittagessen: das war die zweite Neuerung. Walti überraschte uns mit Stecken zum ‘Brötle’ und Cervelats. Natürlich sorgte er auch für ein schönes Feuer. Nur die Stecken mussten wir noch selber anspitzen. Gut, wer sein eigenes Messer dabeihatte. Und so kamen die gestandenen Herren Modellflieger zum ‘Brötle’, wie Anno dazumal auf Schulreise. Merci Walti für die Überraschung.

 

 

Zur Krönung verteilte dann Toni eine leckere, hausgemachte Nusstorte. Auch hier Dank an die Bäckerin.

 

Über Mittag hat dann der Hochnebel die Sonne verdrängt. Es wurde mehr gefachsimpelt und weniger geflogen. Erwähnen möchte ich noch, dass ich an diesem Tag den schönsten Flug mit meinem ‘Pfiff’ hatte. Kein Wunder, fühlte sich doch der Appenzeller hier im Appenzell wie zu Hause.

 

 

Um ca. 15 Uhr begannen wir mit dem Zusammenpacken und verschoben uns zu Kafi und Kuchen wieder nach Urnäsch ins Hotel Krone. Dort liessen wir den schönen Tag bei Gesprächen ausklingen.

 

3.10.25 Robert Berg

 

Mehr Fotos im Bilderordner 2025. Fotos von Hans Dürst, Walter Keller, Robert Berg, Toni Löpfe, Hans Kiener, Hans Jörg Zöbeli, Adrian Brunner

 

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IGA Schlepptreffen Oberkulm, 23. August 2025

 

Samstag, 23. August 2025, dieses Datum leuchtet in meiner Agenda rot, also besonders wichtig. Schleppfliegen in Oberkulm, Wynental, Kanton Aargau.

Ein paar heisse Tage Mitte August lassen bis zum 23. August auf gutes Wetter hoffen, doch 3 Tage früher erreichen mich Wetterwarnungen mit Starkregen, für den Samstag jedoch leichte Besserung.

So fahre ich los in der Hoffnung auf etwas Sonne und Thermik.

Um 09.30 wird auf dem schönen Flugplatz am Schorenweg in Oberkulm emsig gearbeitet. Zwei Zelt Unterstände stehen bereits, der Gas-Grill wird angeschleppt sowie Wasser für die Kafi-Maschine.

Mittlerweile sind 12 IGA Piloten eingetroffen, es erfolgt eine erste Stärkung durch Kafi, Nuss- und Mandelgipfel. Rege Gespräche, schön einander wieder zu sehen und neue Piloten kennenzulernen.

Nach einem ausführlichen Briefing durch Christoph Jaberg werden um ca. 10 Uhr die Schlepp-Piloten aktiv.

Es geht zugleich zur Sache, ein Segelflieger nach dem anderen wird auf Höhe geschleppt. Die Flugbedingungen sind recht gut, die Sicht auf die Modelle beim Schleppen ist durch hohe Wolkenfelder anstrengend. Bis zur Mittagspause wird ununterbrochen geflogen und gelandet. Die Piste ist lang und gegen Westen ohne Hindernisse (Mais oder Stoppelfelder) auszunützen.

Um 12 Uhr beginnt das Mittagessen, Würste vom Grill und feine Sommersalate von Frau Jaberg werden serviert. Kaffee und Kuchen ebenfalls.

Nach einer einstündigen Mittagspause gehts gleich wieder weiter, mittlerweile gibts doch schön lange Thermikflüge.

Das Register der rund 20 mitgebrachten Segelflug Modelle liest sich recht bemerkenswert, die meisten zwischen 3,5 bis 4 Meter Spannweite. So z.B. Spalinger S 18 II / S 21 H / PWS 101 / Ka 6 / K8 / Ka 4 Röhnlerche / B4 / Bowlus Baby Albatross / Kirby Kite / Salto / Lo 100, sorry ich habe nicht alle aufgezählt, sowie die Schlepper Swisstrainer und Wilga.

Erfreulicherweise wurden wir von grösseren Schäden verschont, lediglich 3 kleinere Blessuren waren zu verzeichnen.

So gegen 16.30 Uhr hatten die meisten genug vom Fliegen, die Modelle wurden nach und nach wieder in die Autos verladen und es ging zum geselligen Teil.

Adrian Brunner der Schlepp-Pilot von der IG Albatros hatte vorab zu einem Raclette an Ort eingeladen, somit ging ein erfolgreicher Schlepptag in Kulm zu Ende, und wird allen in bester Erinnerung bleiben.

 

Eschlikon 24.8.25 Walter Keller

 

 

 

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Hallo, Bye-Bye

Die Geschichte geht weiter

 

September 2025, Robert Berg

 

Anlässlich der Geschäftsschliessung von HOPE hatte ich mit Peter Hochuli mehrfach Kontakt. Dabei erwähnte er, dass für das Modell Bye-Bye in seinem Estrich noch originale Teile lägen – genug, um mehrere hundert Bausätze daraus zu machen. Allerdings wären die Teile nicht konfektioniert. Das heisst, dass Kisten und Schachteln mit Rippen, Kleinteilen, Bündel mit Holmen, usw. vorhanden sind. Natürlich war ich sofort interessiert, obwohl ich noch nicht wusste, was ich genau damit anfangen würde. Aber eines war klar: Diese Teile durften auf keinen Fall im Ofen landen. Auf meine Anfragen, was nun damit geschehen solle, vertröstete mich Peter jedoch immer wieder.

 

Im Mai 2025 besuchte ich unseren Sponsor Urs Leodolter, um Pläne alter Modelle zu besprechen. Beim Betreten seines Museums zeigte er mir Schachteln und Kartons voller Balsaholzteile. Zu meiner Überraschung erzählte er, dass es sich um die Bye-Bye-Teile handelte, die er bei Peter Hochuli abgeholt hatte. Zunächst war ich verblüfft – ich wartete ja noch auf Peters Antwort. Doch schnell kam ich zur Erkenntnis: Die Teile waren bei Urs in besten Händen. Wir vereinbarten, gemeinsam Bausätze daraus zusammenzustellen.

 

   

Kisten und Schachteln mit Bauteilen                                                                                               Nachgefertigte Teile

 

Ende Juli war es soweit. Im Museum von Urs nahmen wir eine Bestandsaufnahme vor, sortierten die Teile und mussten dabei feststellen, dass einige Komponenten fehlten – darunter ganze Stanzbrettchen mit Rippen und Verbindern. Die fehlenden Verbindungsstähle für die Flügelsteckung liessen sich leicht herstellen, aber ohne die Brettchen war nur ein einziger vollständiger Bausatz möglich. Dieser war bereits für Beat Jäggi bestimmt, der ihn über den Shop von Leomotion bestellt hatte. Ja, richtig gelesen: Leomotion vertreibt nicht nur hochmotorisierte Wettbewerbsmodelle, auch feine Retro-Modelle finden sich im Sortiment.

 

Urs überlegte sich, wie er die fehlenden Teile ersetzen könnte – Fräsen oder Lasern standen im Raum. Ende August war es soweit: Die Sperrholzteile wurden gelasert, die Balsateile mithilfe von Schablonen per Hand ausgeschnitten.  

 

An einem Nachmittag Ende August trafen wir uns wieder im Museum und begannen mit dem Zusammenstellen der Bausätze. Der Platz war zwar knapp, aber für sechs Modelle reichte es. Jeder Kit besteht aus vier Komponenten: einem Satz Leisten, den Balsa- und Sperrholzbrettchen, einem Säckchen mit Kleinteilen sowie Plan und Bauanleitung. Fehlende Teile fertigte Urs direkt vor Ort an – etwa das Rumpf-Mittelteil. Nur für dieses muss jedem Bausatz ein halbes 8mm-Balsabrettchen beigelegt werden. Die Stückliste und Bauanleitung werden wegen den neuen Teilen angepasst.

 

Am Abend hatten wir sechs komplette Bausätze – sogar verpackt in die alten, gelben, brüchigen Plastiksäcke.

 

  Fertige Bausätze

 

So kommt es, dass das ursprüngliche Streil-Modell aus den 1960er-Jahren in den 1980er zu Hope wechselte und jetzt, 2025, zu Leomotion. Nach ca. zwei Jahren Unterbruch ist der Bye-Bye jetzt wieder erhältlich. Sag hallo zum Bye-Bye.

 

Dieser Bausatz kann ab sofort im Leomotion-Shop bestellt werden.
IGA-Mitglieder erhalten 10% Rabatt – bitte bei der Bestellung ausdrücklich angeben.
Dafür bedanken wir uns ganz herzlich!

 

Wer mehr über den Bye-Bye erfahren möchte: hier gibt es einen eigenen Artikel.

 

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IGA Hangfliegen Zugerberg, 2025

 

     

 

Am Samstag, 9.8.25, traf sich ein kleines Grüppchen unentwegter Modellflieger am bekannten Hangfluggelände auf dem Zugerberg. In der Einladung stand zwar ‘Eintreffen ab 09:30’, doch scheinen die Modellflieger Frühaufsteher zu sein, um ca. neun Uhr waren schon fast alle gemeldeten am Einrichten. Ob das wohl an der senilen Bettflucht liegt? War das Durchschnittsalter der anwesenden doch recht hoch. Der Vorteil der frühen Stunde war die angenehme Temperatur. Für den Tag war Hitze gemeldet, die sich dann auch einstellte.

 

An Modellen war eine schöne Vielfalt ausgepackt und bereit gemacht: Airfish, Bannsperber, Bicki-Segler, Bird of Time, Esso, Hast, Lippisch 108, Mosquito, ‘Noname’, WiK Susi, und noch einige mehr.

 

Das angenehme vorweg: wir wurden kaum durch Gleitschirme gestört. Der Grund dafür bremste aber auch uns aus. Es gab weder Wind noch Thermik, die brütende Hitze drückte alles nieder. So waren die Modelle mit Motoren im Vorteil, die konnten wenigsten steigen und dann die Höhe abgleiten. Ausser, die Batterien machten schlapp. Dann war Sport angesagt beim Rückholen des Modelles. Erst ab so ca. 14:00 setzte leichter Wind und Hangthermik ein. So gelangen fast allen Teilnehmern doch noch schöne Flüge. Zwei Baumlandungen waren zu verzeichnen. Bei einer lief alles glimpflich ab, bei der zweiten blieben die Flügel im Baum hängen und warten auf Befreiung.

 

Mir, dem Schreibenden, sind zwei Modelle aufgefallen: der Bannsperber/Ecritech unseres Gastes Ernst und der Lippisch G108 von Hans Dürst. Beides wunderschöne Modelle neueren Datums, aber im antiken Look. Und natürlich meine kleine WiK Susi, die hier ihren Erstflug erleben durfte. Sie fliegt richtig schön.

 

Ab ca. 3 Uhr setzte eine leichte Unruhe ein, viele begannen schon einzupacken und ‘blangten’ auf den z’Vieri. Der fand diesmal nicht im Rest. Blasenberg statt, der hatte Betriebsferien. Unser Manager Walter Keller konnte mit seiner einnehmenden Art bei Daniel & Rebekka Weiss im Hofstübli Mittelmatt ein Plättli organisieren. Übrigens gehört das Fluggelände zum Biohof Mittelmatt. Das Stübli ist ein schönes Lokal, und das Plättli hat ausgezeichnet geschmeckt. So ist der Tag bei angeregten Gesprächen ausgeklungen und wir machten uns auf den Heimweg.

 

21.08.2025/Röbi

 

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Hangflugtreffen Arosa, 21. und 22. Juni 2025

     

    

Am 21. Juni trafen sich rund 10 IGA Piloten sowie ein paar «Zugewandte» zum traditionellen Aroser Hangflugtreffen, Ausgabe 2025.

Genauer gesagt, trafen die meisten TeilnehmerInnen bereits am Nachmittag und Abend des 20 Juni ein und sparten sich damit ein extrafrühes Aufstehen und eine längere Fahrt im Morgengrauen. Dafür bekamen sie ein weiteres leckeres Nachtessen im Hotel Hold sowie ebenso leckeres Frühstücksbuffet einschliesslich Einführung in die Geheimnisse der Kaffeemaschine.

Nach 8 Uhr am Samstag trafen auch die Frühaufsteher und Zuhause-Schläfer unter den Teilnehmern im Hold ein und wir konnten uns auf den Weg auf den Tschuggen machen – ob zu Fuss, per Bus und Seilbahn oder auch per Autoshuttle. Zeitlich sind die 3 Varianten ebenbürtig. Es stellte sich also nur noch die Frage, auf welches Verkehrsmittel man sich verlassen wollte.

Am Startplatz auf dem Tschuggen dann das gewohnte Ritual: Campingstühle und Modelle aufbauen, vermeintlich vergessene Kleinteile finden und schon bald auch – Schatten suchen. Richtig, dieses Jahr wurden wir von der Sonne und der Temperatur und dem Wind richtig verwöhnt.

Damit ist es auch bereits gesagt oder geschrieben: Wir genossen 2 Tage Flugwetter. Wir immer in Arosa waren die Flugbedingungen etwas herausfordernd. Hammerthermik wechselte mit Absaufern. Aus diesen retteten sich die einen mit Motorkraft, den anderen bescherten sie Aussenlandungen mit anschliessendem Spaziergang. Mein Hope Start alias Klonfish könnte darüber einiges erzählen. Er hat bei seinen Aussenlandungen alles ausprobiert, Alpenrosen, Ankenballen (Trollblumen), Nelken und Enziane. Das Ergebnis: Alle Arten von Bergblumen sind als Polster zum Landen geeignet.

Etwas weniger Glück hatten ein Kö II, der ein Seilbahnkabel touchierte und das eine oder andere Modell, das sich im Steilhang einen kleinen Knacks holte. Aber gut, wir hatten keine «echten» Abstürze und keine Totalschäden zu beklagen – alles blieb in einem erträglichen Rahmen.

Etwas ganz Besonderes brachte unser Mitglied Ueli Lanz an den Startplatz: Ein Freiflugmodell mit Magnetsteuerung. Es war durchaus ein Wagnis, an diesem Ort und bei mässigem Wind einen echten Freiflieger (also nicht mit einer Fernsteuerung nachgerüstet) zu starten. Uelis Mut wurde belohnt. Die Magnetsteuerung wie auch die Thermikbremse taten ihren Dienst wie vorgesehen, und das Modell landete sanft in den Blumen – weder im Tobel noch im Bärengehege, noch in einer Schneekanone.

Damit komme ich zu einer weiteren Feststellung: Die Schneekanonen im Gebiet haben sich seit letztem Jahr massiv vermehrt. Man kann zum Ausbau der Wintersportanlagen stehen wir man will – wir bevorzugen eigentlich Landefelder ohne Schneekanonen.

Doch zurück zum Positiven: Wir wurden im Hotel Hold wie immer herzlich empfangen und fürstlich bewirtet. Überdies wurden wir am Samstag vor dem Nachtessen mit einem reichhaltigen und liebevoll vorbereiteten Apéro überrascht. Der Anlass: die IGA war in diesem Jahr zum dreissigsten Mal in Folge zu Gast im Hold – definitiv ein Grund, um anzustossen!

Was bleibt noch: Vielen Dank an unsere Gastgeber, die Organisatoren, alle Teilnehmer und auch an die Wettergötter!

PS: Weder das Hotel noch die Start- und Landeplätze waren voll ausgelastet. Wer das Treffen selbst erleben will, soll sich doch für die Ausgabe 2026 anmelden und den Aroser selbst erleben.

In dem Sinne – bis bald!

30 – 06 – 25 / BJ

 

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Schlepptreffen Wil vom 24. Mai 2025

      

Traditionell war die IGA auch dieses Jahr zum Schleppflugtreffen auf dem Fluggelände des Modell­flugsportvereins Wil eingeladen – diesmal auf den 24. Mai 2025.

Ein rundes Dutzend IGA-ler folgten der Einladung, und alle fanden den Flugplatz. Einige allerdings erst nach der einen oder anderen Ehrenrunde – nicht jedes Navi kam mit den Baustellen und Strassen­sperrungen in der Region gleich gut zurecht.

 

Das Treffen

Während sich der Vereinsname des ortsansässigen Clubs (Modell-Flug-Sport-Verein) und die Anfahrt als einigermassen anspruchsvoll erwiesen, entpuppte sich das weitere Tagesprogramm als erfreulich unkompliziert.

Der Empfang war mit Handschlag, Kaffee und Gipfeli mehr als nur freundlich, der Platz schön gele­gen, das Wetter sonnig, die Thermik günstig – was wollen wir mehr.

Nach einem kurzen Briefing begann bereits der Flugbetrieb, wobei sich verschiedene Kollegen aus den Reihen der IGA mit der Flugleitung abwechselten – das klappte absolut reibungslos. Dies gilt ebenso für den Schleppbetrieb, der durch die Wiler mit zwei grossen Swiss-Trainern und einer Porter effizient und gleichzeitig entspannt gehandhabt wurde.

Der Flugbetrieb mit den Schleppmaschinen wurde von 12 Uhr bis 13.30 unterbrochen. Diese Zeit konnten wir mit dem durch die Familie Kielholz perfekt vorbereiteten Mittagessen wunderbar über­brücken.

 

Der Flugzeugpark

Zur Beschäftigung der Schleppmaschinen hatten die Teilnehmer eine ganze Reihe von kleineren bis sehr grossen Segelflugmodellen mitgebracht – wie gewohnt ein wahres Luftfahrtmuseum. Ich möchte besonders erwähnen

-        ein paar «echt antike Oldtimer», mit Grunau Baby, Gö1 Wolf und Musger Mg 9 (genau, die Mg 9, nicht die dank diversen Bausätzen und Fertigmodellen allgegenwärtige Mg 19).

-        die Sparte der neueren Klassiker mit SHK, Pilatus B4 und ASW-15,

-        eine Versammlung von kleinen Saltos der Hersteller WiK und Fiber Glas Unlimited,

-        diverse selten gewordene «Zwecksegler» aus den 1960er bis 1980er Jahren,

-        plus ein paar antike Sportmodelle mit Motor, namentlich Satyr, Kadett und Playboy Junior.

 

Aus persönlichem Interesse möchte ich noch den Super Olymp und die Olympia erwähnen. Der Super Olymp von Georg Friedrich aus den früher 1970er Jahren war das vermutlich erste kommerziell ver­triebene Segelflugmodell mit Tragflügeln aus (wie man das nannte) «Voll-GFK».

Er traf in Wil auf eine Olympia – ein von Lenger Modellbau vertriebenes Modell, interessanterweise mit quasi-identischen Tragflügeln in genau gleicher Bauweise.

Wolfgang Friedrich, der Sohn von Georg Friedrich erklärte uns nach dem Treffen, dass diese Ähnlich­keit nicht nur kein Zufall war, sondern dass sie damals auch zu einer juristischen Auseinandersetzung zwischen den Herstellern führte.

 

Herzlichen Dank

Zum Abschluss bleibt uns nur noch zu danken,

-        dem Gastro Team mit Susanne, Willi und Tamara Kielholz,

-        Adrian Brunner als Organisator vor Ort und Schlepp-Pilot Nr. 1,

-        Carlo Regenfelder als Schlepp-Pilot und Hoffotograf,

-        Willi Kielholz (genau, der Willi aus der Küche!) als weiterem Schlepp-Piloten,

-        allen weiteren Helfern, die nicht prominent in Erscheinung traten, aber ebenso zum gelungenen Anlass beitrugen.

 

Einzige kleine Kritik, der mässige, ständig hin- und herdrehende Wind machte besonders den lang­sameren Modellen das Leben (und Landen) zeitweise schwer. Aber daran war Petrus schuld, nicht unsere Gastgeber. Immerhin, ab Mitte Nachmittag hatte der Wind ein Einsehen und liess noch einen Huckepackschlepp mit dem Super Olymp zu.

 

Und, wollen wir nächstes Jahr wieder zu den Wiler Modelflieger auf Besuch kommen? Klare Antwort: Ja, sehr gern, wenn wir dürfen!

 

11-06-25 / BJ

(Bilder wie üblich im Ordner Berichte/Events)

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IGA Hangflugtreffen Weid-Hof vom 27. April 2025

     

Unser neuer «Event-Organisator» Walter Keller rief uns für den 27. April ins Toggenburg und immerhin 16 IGA-Mitglieder folgten dem Ruf zum Weid-Hof oberhalb Oberhelfenschwil.

 

Vor Ort wartete ein Bauernhof mit grosszügigem touristischem Angebot auf uns, mit Restaurant, Spielplatz für grosse und kleine Kinder, Hot-Pot, Köhlerei, Trottinettfahrten, Rundfahrten mit einem Oldtimertraktor und weiteren Attraktionen.

Wir konnten gar nicht alle diese Angebote ausprobieren und konzentrierten uns vorerst auf das Restaurant. So konnten wir unsere mehrheitlich schon älteren Knochen schonen und abwarten, bis sich die Nebelschwaden über dem Gelände verzogen.

Das taten sie zum Glück und wir konnten bald zum nur wenige Meter entfernten Startplatz hochsteigen. Dort präsentierte sich schon bald das gewohnte, umfangreiche Modellflugmuseum mit Vertretern aus der klassischen Sperrholzära bis hin zu frühen Kunststoffmodellen.

Der Wind wehte schwach, etwas unstet und nur «mehr oder weniger» günstig auf den Hang. Damit waren die motorisierten Modelle wieder einmal klar im Vorteil. Aus meiner Sicht schade, aber die Stromer sind halt schon praktisch.

Für die motorlose Fraktion standen auch ein Hochstartgummi und eine Gummiflitsche zur Verfügung, so dass letztlich alle die wollten, auch zum Fliegen kamen.

Die Fliegerei wurde durch ein leckeres Mittagessen unterbrochen und am Nachmittag konnten wir weiterfliegen, begeistert beobachtet durch eine ganze Bande von Kindern samt einigen Eltern. Mit etwas Vorsicht von beiden Seiten ging alles gut – wir konnten fliegen und die Zuschauer konnten – eben, zuschauen.

Das weitere Programm: Gäng wie gäng. Das heisst gegen 16 Uhr packten wir langsam zusammen, trafen uns noch einmal im Restaurant und anschliessend ging es auf den kurzen oder längeren Heimweg.

Das Fazit: Ein schönes Treffen an einem schönen, neuen Ort. Fliegerisch besteht noch etwas Luft nach oben, aber Wind und Nebel kann nicht einmal der Cheforganisator der IGA beeinflussen.

Kurz, wir freuen uns auf das nächste Mal – ob am selben oder an einem anderen Ort. Danke Walti fürs Organisieren!

 

15-05-25 / BJ

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 Frühlingstreffen / GV 2025

 

IGA Frühlingstreffen 2025

 

   

 

 

Nach einer kurzen Nacht (Umstellung auf die Sommerzeit) traf sich der harte Kern der IG Albatros am Sonntag, 30. März 2025, um 10.00 Uhr zum gemütlichen Beisammensein in Schöftland.

 

Das Flugwetter ist passabel, was für diesen Indoor-Anlass allerdings nicht relevant ist.

 

Der harte IGA-Kern umfasst an diesem Sonntag rund zwanzig Personen. Wie gewohnt stehen Kaffee, Gipfeli und Kuchen bereit. Vielen Dank an die Heinzelfrauen und -männer! So lässt sich wunderbar bei Kaffee und Kuchen über die mitgebrachten Segelflugmodelle diskutieren, die mit oder ohne gewölbte Höhenleitwerke ausgestattet sind. Dies im Hinblick auf den angekündigten Vortrag von Beat Jäggi.

 

Um 10.30 Uhr ertönt ein Glöckchen - Hans Dürst eröffnet den offiziellen Teil des Frühlinghöcks. Als erstes zeigt er ein antikes Segelflugmodell von Willy Tauss mit mürber Stoffbespannung. Der Besitzer wünscht sich eine neue Bespannung, damit sein hängendes Deko-Objekt wieder glänzt. Hans sucht einen Freiwilligen. Der ansonsten schon viel beschäftigte Stefan Keller meldet sich. Vielen Dank!

 

Zu verschenken gibt es dagegen ein Anfänger-Freiflugmodell vom Typ Piccolo, das 1963 von Franz Sidler konstruiert wurde.

 

Dass sich IGA-Mitglieder auch für aktuelle Flugzeug-Projekte interessieren, beweist Beat Jäggi beim Einstieg in seinen Vortrag: Er besuchte am Freitag, 28. März 2025, mit der Fluggruppe Zofingen die Smartflyer AG in Selzach – und stellt das innovative vierplätzige Motorflugzeug mit einem unkonventionellen Hybrid-Antrieb kurz vor.

 

Es folgt der im Programm angekündigte Ausflug in die graue Theorie über «tragende Höhenleitwerke». Doch Beat schafft es, Farbe ins Grau zu bringen – am Schluss wissen alle Zuhörenden, warum der Begriff «tragende Höhenleitwerke» nur punktuell richtig ist. Einigen Zuhörenden wird es angesichts der ständig wechselnden Druckpunkte vielleicht ein wenig schwindlig.

 

Beat ergänzt abschliessend, dass verschiedene Konzepte zu einem gut fliegenden Segelflugmodell führen können. Die von den Freifliegern «erfundene» Kombination eines gewölbten Höhenleitwerks mit einem nach hinten verlagertem Schwerpunkt eignet sich sehr gut für langsam fliegende Segelflugmodelle. Der Amigo ist wohl das bekannteste und meistgeflogene Segelflugmodell mit dieser Auslegung. Es gibt aber noch unzählige weitere, auch mit gewölbten Pendelhöhenleitwerk. Antike Motorflugmodelle mit gewölbten Höhenleitwerken, wie zum Beispiel Topsy oder Kadet, werden sinnvollweise – wie ursprünglich vorgesehen – nur schwach motorisiert.

 

Beats interessante Folien werden mit Sicherheit an einer geeigneten, leicht auffindbaren Stelle der IGA-Website aufgeschaltet.

 

Es folgt das Mittagessen im Restaurant Central in Holziken, das uns Peter Hunn vorgeschlagen. Die Zufriedenheit der IGA-Restaurantbesucher ist derart hoch, dass Hans Dürst die GV nach dem Essen mit einer Viertelstunde Verspätung beginnen muss.

 

Die IG Albatros wurde im Mai 1985 gegründet – feiert also bald ihren vierzigsten Geburtstag. Aus diesem Anlass sollen alle Mitglieder gratis eine Plankopie aus dem umfangreichen IGA-Planarchiv bestellen dürfen.

 

Zu reden gibt auch die Wahl eines neuen Raums für die Frühlings- und Herbsttreffen, denn die bisherige Lokalität in Schöftland steht uns nicht mehr zur Verfügung.

 

Die Central-Wirtin hat einen Raum im Holziker Gemeindehaus vorgeschlagen, das gleich gegenüber des Central liegt. Holziken war vor über zwanzig Jahren schweizweit wegen seinem umfassenden «Service public» in den Schlagzeilen. Der damalige Gemeindeschreiber unterstütze seine Schäfchen derart gut, dass er ihnen sogar die Wahlzettel auszufüllte. Tempi passati. Holziken macht im Moment keine Schlagzeilen mehr - ausser wenn Journalisten eine Gemeinde suchen, in welcher eine Partei einen Wähleranteil von siebzig Prozent erreicht.

 

Die Verlegung unserer Indoor-Treffen von Schöftland nach Holziken bedingt allerdings auch ein terminliches Verschieben vom Sonntag auf den Samstag, denn am Sonntag kann der Raum im Holziker Gemeindehaus nicht gemietet werden. Nach längerer Diskussion wird die örtliche und zeitliche Verschiebung der Frühlings- und Herbsthöcks von den anwesenden Mitgliedern gutgeheissen.

 

Abschliessend bedankt sich Hans Dürst bei den IGA-Mitgliedern für ihr grosses Engagement: Es haben sich ohne Murren vier Freiwillige gemeldet, um das Amt des Event-Managers zu übernehmen, am Frühlingsanlass einen spannenden Vortrag zu halten, einen mit Fotos illustrierten Bericht zum Frühlings-Treffen zu verfassen – und uneigennützig ein fremdes Segelflugmodell mit Seide zu bespannen (ist sehr arbeitsintensiv). Die IGA ist mit vierzig Jahren voller Tatendrang.

 

 Daniel Steffen, 1. April 2025                                            weitere Bilder auch hier

 

 

 

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